Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 3 (15.1.1932)
- Date
- 1932-01-15
- Page
- Seite 17 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ranrnroz- Serlin, 15, Januar 1932 XI, JührgavZ ♦ Är. 3- Linzrlnunrmr; 20 Pfennig PAZ,?A tz _ ,'\ tf?y a .9 ti \-->, S'VWV --^C* a VVv *s*r W--J*1 > *V v fr*7 ■*; ) ’;?vn y v> s/ <--» n> > v-’V •> kMWMWWL^f •> U J ' "\ # ' 5 „■ <,/v '^vw,V m^y trC-J1 V* ,:v . . , _ . ^.s» •*>; V a <f. ■> 4ä* <v-v «tf'/V <V s/ <J>V^ ««£ s^wj. v jl «s£^ V ** s A . VierLsliahrsaÄSNn^rnenL . 2,25 L'tM. (zuZllgl. VestellLLld). Verlag und D Allgemeine Zeifung des 3udenfums Alleinige Normalze ejß n - n _ _ _ n i; . y v u s^u o* cy y u y © /p> fl© fi f; r7 n^:<“\r?,^s _! ' t^.r^i! n r*n y y y Vlv u x^i^jeC 1=3 u ü y ü u Sonnabend, den 16, Januar, abends 8,30 Uhr pünktlich: n n fi /■■'•'~i s~~t f /•—""i ■ '-~\ F-i-g i; ■' .: vS J j ((!: i 1 ] {i ic i Xw—i *C~J? \^S '•X.^-y^J LJ Li Li \jsl2 Fß n n . i > w ... , r ,3 rc fß : Fß r~\ n sfu y tzJ Ka ü ü k-~* '1 Fl o n ,, ü Ffß Zu diesen: aktuellen Thema sprechen: Gewerkschaftsführer Stadtverordneter Ernst Behrendt-Beuthen, Dr. Frjedrich Brodnitz-Berlin, Dr. Margarete Edeiheim- Berlin, Margarete Fried-Berlin, Dr. Bruno Glaserfeld-Berlin, Dr. I. Goldberg-Flauen, Rabbiner Dr. Felix Goldmann-Leipzig, Rudolf Herzberg-Hannover, Dr. Alfred Hirschberg-Berlin, Rechtsanwalt Dr. Erich Kehr-Kaisersia ufern, Studienrätin Dr. G,ertrud Klausner-Berlin, Rechtsanwalt Dr. Heinrich Marcuse-Stettin, Dr. Hans Reichmann-Berlin, Artur Schweriner-Berlin, Arnold Stein- Berlin, Dr. Ludwig Tietz-Berlin, Syndikus Dr. Alfred Wienet-Berlin ln den «Sk StFöSSO 9, l den S;-:k5n: Gesellssha^ der Freunde, Potsdamer ia»s, JocchlmsthcJer Strass© 13, Aula des Königsti'dtissken Realgymnasiums, Berlin MO, Elisabsthstrcss© £7/58 Die Leitung der Veranstaltungen haben übernommen: Justizrat Dr. Julius Brodnitz, Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil, Direktor Dr. Ludwig Holländer f«liu0is©der und rreuneae, fVk355©n!basudi unserer ICusidaebuneiera w w Die Einladungskarten gelten oSs Ausweis für Mitglieder und deren Freunde Ir n f,fA t'FFA W^ v-v J v-v i■>'' -• *r In mtschsidungsschweren Sareit tritt der Hauptvorstarw des Centralvereins zu gemeinsamer Beratung zusammen. Starter als in ruhigen Zeiten erfordert die gegenwärtige Lage den Rat und die Mitarbeit jebes einzelnen seiner Glieder. Waren es früher in erster Linie Sondersragen, fest umrnjiene Tätigkeitsgebiete, die der Bearbeitung, oft genug der Erschließung bedurften, so steht heute im Vordergrund, im Mittelpunkt und im Hintergrund sämtlicher Verhandlungen die politische, wirtschaftliche irnd kulturelle Cesamtlage in allen ihren Auswirkungen aus die deutsche Judenheit. - Die Politische Spannung, deren Grad sich durch die Ereignisse sedes neuen Tages oft von Stunde zu Stunde verändert, ohne sich seit Monaten zu vermindern, bildet bewußt "oder unbewußt heute das Thema jeder Frage, die zur Erörterung gestellt wird. Sie wird"durch . die Tagung des. Hauptvorstandes nicht gelöst werden, aber das einheitliche, verantwortungsbewußte Bemühen, wenigstens aus Teilgebieten ihre Wirkungen zu mlldern, wird — so hoffen wir — trotzdem zu einer Entspannung führen. Daß die Zeit ernst ist und die Entscheidungen drängen, ist zu einer Brnsenwwhrheit geworden, deren Wiederholung keinerlei Antrieb mehr auszulösen vermag. Unsere Freunde aus dem Reiche bedürfen weder der Mahnung, noch der Anfeuerung. Wer in heutiger Zei: seinen Wirkungskreis verläßt, um sich in intensiver Arbeitstagung dem Dienste am deutschen Judentum neu zu verpflichten, weiß, was auf dem Spiele steht. Groß sind die Anforderungen, die an jeden einzelnen gestellt werden. Sie werden nicht mit der Sitzung des Hauptvorstandes allein erfüllt.- Am 'Vorabend werden die auswärtigen Gäste in Kundgebungen der jüdischen Bevölkerung Berlins ein tätiges Zeugnis mr den Geist w’- ““v '''^igen Unterstützung Zeiten der die Einigkeit und gegenseitigen geben, die uns allein befähigt, di Gefahr zu überwinden. Und Juristen- und Beamtenkonferenzen werden einen Teil der Interessierten noch nach der Hauptvorstandssitzung Zusammenhalten, Es sind keine leerer: Begrüßnngssormeln, die an den Hauptvorstand bei seinem Zusammentritt gerichtet werden. Nicht mehr wie in früheren besseren Zeiten bedeutet der Gruß zugleich die friedvolle Sicherheit der der Samml:mg gleichsam mit Naturnotwendigkeit entströmenden Steigerung der Einsicht und Kraft. Heute ist jeder, der kommt, nur eine Hoffnung. Aber das Bewußtsein erhöhter Verantwortlichkeit um die Gestaltung einer drohenden und dunklen Wirklichkeit wird viele der Hoffnungen zur Erfüllung briagen.