Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 51 (18.12.1931)
- Date
- 1931-12-18
- Page
- Seite 586 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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5§ö der^ Lüge mld ihrer £>errfd>r: in der SS?cl: persönlich und allgemein erkannt, die den Gegensatz der Va ter-3cljn-(C::er a i ion utit erster Unmittelbarkeit cuf sich 3:2 r^Imien batte. Ta war die Vater-Zeit, nie sie sich verkörperte in allen Führenden, Besitzenden. Kommandierenden, Herrschenden, Begehenden — und siA,ü da, sie war morsch in sich, unwechrhaftig in sich. Wohl liebte sie Dein sch'.and, aber sie liebte materialistisch und machte sich dadurch blind gegen die ewigen Gebote, gegen die von Gott gesetzten Notwendigkeiten. Wir aber, die SohneZ-Eeneration, lebten, noch unverdorben durch die Zwänge der sogenannten Wirklichkeiten, noch unverdorben durch die Materie, den Materialismus jeder Art, ganz in den ewigen Geboten, in den gottgesetzten Notrvendigkeiten. Wir liebten Deutschland, die Teutschen, die Menschen aus dieser ewigen Neinheit der göttlichen Juden und Gefühle heran.?. Und traten nun in den Gegensatz zu der Vater-Generation und ihrer materialistischen Blindheit. Ta brach die Wunde furchtbar auf, an der Deutschland todeskrank wurde bi? aus den heutigen Tag. Tiefe Stunde von Teutschland-s tiefster Verwundung genalten Sie, Arnold Zweig, in Ihrem neuen Armem als ein Mann, der das Wirkliche hinstellr, ohne in Gerede zu verfallen. Und es ist tiefe Scham, die in wir ausquillt, wenn ich jetzt lese, wie Teutschland sich selbst in seinem besten Wesen zerstörte. Ach. wir haben Teutschland so rein und tief geliebt und lieben es heute nicht anders! Warum aber mutzte jene Vater-Generation vom Schicksal getrieben sein, Teutschland so blind zu besitzen, datz sie Gotte? ewige Liebesaesche ums-ürzle? Es erbebt unser Herz, wenn wir jetzt selben, wir wahnöefangen im kleinen nüe. im großen gehandelt wurde von denen, die das Handeln bestimmten! Nirgends konnte Güte, Menschengüte erscheinen, sich durchsetzen, immer siegte der Wille der Gewalt und der Selbstüberschätzung? Wer den deutschen Genius fei: den Tagen des Tacüus kennt, weist. datz sein Einzigartiges iruchchar ist im Menschlichen, im Geistigen, im Seetischen, datz er uns immer von den Tagen Neeters und St. Gallens an über die Myü:ter, Luuher, die Melissen und Klassiker bis hin zu den Romansickern. zu Raabe, Gosi'ried Keller, von Bach bis Beethoven zu den Hütern und S-'enbarern des Cöttlickxn in. des Menschen Brust bestimmt hat. Jetzt aber, da wir mit der Weck im Ringen^lagen, hatte gerade dieser Genius uns Verlagen. Nun wirsie sich blinde Gewalt aus: zu unserem Unsegeu, zum Untergang Teutschlands und vielleich: der Welt. Nie noch habe ich derart die Furchtbarkeit unteres Schicksals gespürt, da ich mit oft qualvoll zufammengepretzteu Lippen Ihre so rein durchglühte, so scharf anklagende, so sütze und so bckmrschane Liebesgeschichte las, die sich tief ui un'er Innerstes senkt, um unsere reinsten Kräfte in uns zu erwecken. Ich weiß. Ihr Bomau wird vielem llebelwollen, 'Mißverstehen und vieler Feindschaft begegnen, da Parteipolitische Augen, materialistisch^ Jnteressenvertrerer, vom Klagemvahn umnebelte Gehirne. lx> ruftich einseieig konstruierte Menschen ihm alle Vorurteile, die nur möglich sind, cntgegenbrincq werden. Man wird Ihren Nonmn vom ra-üschen oder militaristischen, nationalen oder aristokratischen imb was weiß ich von welchem Srandpunkt sonst auch immer bekämpfen, ablehnen, beschimpfen und herabsetzen — das nutzt doch olles nichts gegenüber der elementaren .MMhrhasiigkeit Ihres Buches. Auch dort, wo esubjektive Erfahrungen vielleicht allzusehr verallgemeinert, iü es wahrhaftig, denn Sie haben jene Wirklichkeit so und nicht anders erlebt. _ Und mit Ihnen viele Ihrer Altersgenossen. Daraus aber kommt es an, daß wir, die wir Teutschland aus ganzer Seele und ganzem Blute lüben. mit unerbittlicher Wabrbaftigkeit Gerichtstag halten über alles Erlebte, üler das Anschön wirken rotes Gesicht und rote Hände. Ein probates Bllttcl: Creme Lcodor. Versuchen Sie es mir einer Tube zu 60 Pf. Vergangene, Gegenwärtige und Künftige. Nur aus solcher Wahrhaftigkeit heraus kann der Kristall unterer Seele wieder jenes blitzende Leuchten ausftrahlen, das Teutschland zu einem Hellen Stern am Himmel der Völker macht, ohne den die Menschheit sich selbst immer dunkler sehen mutz, als es zu sein braucht. Wir halten, lieber Arnold Zweig, Gerichtstag nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über uns, wie Sie es tapfer Ihre Lenore, Ihren Werner Bert in tun lasier», damit wir wieder die Deutschen werden, die seit Jahrhunderten ein Segen der Erde gewesen sind. Durch solche Deutschen allein kann Deutschland sich ja nur aus seinem Liesen Fall wieder erheben. Seien Sie darum Gedankt für dieses Buch. Möge seine Wirkung nicht im Kampfe und in der Erkrankung der heutigen Gogemvart um uns herum zugrunde gehen. Möge es richtig aufgcsatzt, verstanden, erlebt werden, damit es sich richtig auswirken kann. Nicht Hader soll es säen, sondern Klarheit schenken. Nicht Zerstörung noch Zersetzung soll es bringen, sondern den Glauben an die ewigen Gesetze der Liebe, an die gotegegebeneil Notwendigkeiten reinen menschlichen Lebens. Möge vor , allem die Jugend, die die Kriegsjahre nicht wie wir an der Front ertrug. Ihr Buch mit rarem Empfinden entgege»mehmem T-as wünscht Ihr Kanus ^lnrlln Elster. Verlag: Ceniralccrem deutscher 6{cat5Bur:?r jüdischen Glaubens e V., SBctlirt W 15, Gm fee 6tr. 42. Lel.- ALr.: „Cenoralglauben Berlin", Postscheck: Berlin 30472. Hauptschrrfoteiter: D r. Ludwig Holländer. Verantwortlich für die Schriftlckitung: Dr. Margarete Ldr! heim. Beide Berlin W15. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesarrdt, wenn Freiumschlag d-oiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: H e l l in u t Cohn, VIn.-Schlochtensce. — Truck: Rudolf Mosse, Berlin. SrfchLMchr Rottzsn Die polnische und wirtschaftliche CnhoiSlnna stellt an 5ei*rr. sorgenden Familienvater die Verpflichtung, für die Sicherstellung seiner Singetörigeu &i sorgen. Die Hilfe, Versickerungs-Verein A. G. für Müglieder des Deutschen Reiches, gewöort bei kleinsten monatlichen Beitrügen eine hohe D-ersicherungsletstung. Beachten Sir den Prospekt in der beiliegenden Nummer, der Ihnen nähere Aufschlüsse. über die günstigen Prämien usw. gibt. Derghotel Predigistuhl <1614 in). Zwölshundrrt Meter llrer dem lieblichen Kurort Bad Reichenhall erhebt sich auf steil ab-rüendrr Bastion das Predigistuhlhotel. Es ist von der Stadt in?:gn Minuten Seilfahrt über gemseudurchklettertes Gestein erreichbar und blickt mit seinen lichtdurcksilutetsn großen Fenstern nach allen Seiten Itz Windrose hinaus ins Flachland. Frisch-- Jugend tummelt ihre Gkihrlzor nach Lew rtommando des Lehrers auf den windgeschützten Hängen hinter dem Hause und auf den benachbarten, ausgedehnten cchneehän-gen. Täuschung mit Gerrris-Köfe. In vielen Feinkostgeschüsern wird ein Doppelrahmkäse EarrLe Charles Gervais, Paris, geführt, mit der De- Servaiskäse haben vielleichthin Vorzug zu geben, sie glauben auch heute noch, daß die'e^Gervaiskase echtes französisches Fabrikat ist. Das ist aber nicht mehr der ^all, es wird unter dieser Bezeichnung ein Lrut'ches Fabrikat verlauft. Darin liegt eine Täuschung, über welche die Dcktentlichkeit ausgeiiürt weiden wuß. Echreiörrhau i. R. wird in die'err Dinter der Schaurlatz der bedeutendsten wintersportlichen Mettiurupfe sein. Neben der Diutschen Dol> Meisterschaft wird hier auch die Deutsche Ski- und d'.-- Daunche Heeres- Mmeisterschaft ausgatragen. Der Echreiberhauer Mintrnrortkalendcr sieht für die Hauptbe^uchszeit rnlereffantr Veranstaltungen von Aw L Drihnachtstag wird die grezs woderne HiMwelsgrundschanre, die eine der schönsten Sorung'chanLen Deut'chlarLs zu werden verspricht, mit einem grogen Skispringen eingeweiht. Der 3. Deidnach'.stag bringt dre ' Iubilaumsbobrennen des Dorrlubs Schreiberhau. So geht es in bunter Abwechslung bis llbnr die Neuiadrstage heraus; eni 7. Januar 1SÄ beginnen dann die deut'chsn Bobkoaepfe. Dad Neichenhall iw Ointer cr-'üllt die Bedingungen für eins erfolgreiche Kur in hervorragender Dci'r; denn cs verbindet dir Heilwirkung eines milden, windstillen und sonnenreichen Klimas mit drr Anwendung der bekannten Reicher.Ialler ^uwnittrl. Darnit sind die denkbar besten Dedinaungen zur Heilung der Katarrhe der Atnnung-orerne, Lsthrna, Cmphr;scrn. Herzleiden, zur Erholung drr Nerrö'en, Blutarn-.rn. und Rekonvaleszentnr gegeben. Nichts -erinnert an die Ltarrheu und duwp'e Lrostlosiglelt der Städte. Hier lost stch alles in Schonhein Freudigkeit rrnd Helle. Alles in allew: Bad Reichenhall Listet ganz besonders iw Winter Gesundung, - sonnige Dergl-andsa-aft und Sport, so daß dir Ver- Llnigung dieser Faktoren eine rasche und völligr MieLerresunduns xe- Dahrleisien. MG nf''-: ":£i i-asia fu iS'*-* -i::::::::;:::;::nuii!iiii!!n;;i!iiii ntamt Kirrver?.ur Erziehung,Pflege, Erholung (auch Ferien) und funllr Mädchen zu hauswirtschoulicher und rinderpfleg-rischer Ausdirüung aus. Echulunterrickr rw Hause; Nachhilfe-. Lorbereitungsunterricht für Len Übergang in öffentliche Cchulm. Oeffentliche Schulen Ln Potsdarn, Caputh. Schörustr Lage an Wald und Wasser, xro-rr Garten, Pflege von Musik, Gynrnastik, Sport, Werk- und Gartenarbeit.! Leikung: LsttrrZ FcTsitsg, ninSsr-Lanuiista Csnslä 6. Polsäani Potsdawrr Straße 18. Lelcphon: Caputh 361. Ci Privat schule für Knaben und Mädchen, M. Grrh ardy, LüL§ck-l^lravemündr. Sekretariat: Lübeck, Bnrafeld IO. Segta bis alle Sck.ul'rsterne. rceiü-srerbandsprüfung (fr. EuFährioes) an der Änstalti DMllcuCe hslen LIs Leüem. GrsiuLssig LLleliekesünlemur. Gesunde Seelage. TÖthiSlinsr.illl „Les CycfGniens“, Cresslerd. 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