Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 48 (27.11.1931)
- Date
- 1931-11-27
- Page
- Seite 550 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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550 Vier [jötcdlsdh© Fr€]ö@^Q@rdeü3£jüi©on@ri3 Von Georg Herrncnn Ich ' I^:;c immer cemiOen, es r't für iiri5 im:r.i :i:n i-inrer, lieniu en ^irrO die Seele einer Zeit Dortcren, 5:e_ n:~;t mehr Me ir/jere in. <700 ou i: i: *? felv'l von. ror zu-an:ig Jahren zu verstehen, nt •d;:incrin. Tic 5}trgl:d}fe:t des Sid'-einfi'.lücnö rmd rer allem des ästigen Sichciustlhleus in die rergangener Tage geht meines Erawtens kaum weiler als bis in die bmrre Ger:er.:hm zu ruck. Weiler herab verschwimmen sie. sicher machen wir uns ven dem Menschen der Freibenslr.-ege — ob Männer oder Frouemcho viel immer mir über ne remen — e:n sehr f.nfifr? 5e:A luib die Samen und die llberakers, bne wnrdezfiirucn und die Hosiherren. die Bürgersrauen und die Herren 'der Lstewherftuumung und, wenn wir ne genauer amehen, für uns r-eule nidiri anderes als hübsche und chelir ^awüchile Kvstümpupren, die wir in die ^crcu toter unwres Jws Men. Sie sehen von fern beinahe aus, als ob sie für uns lebten, Sle'cr wenn wir näher lwrang.'ben, in es doch nur Parpo und wirs. Das graziöse oder wiuöfe Lämetu auf irren Zügen vt gefroren, und ihr Menuettkuids ende: nie. Gowas mehr erfahren wir über sie — aber wer mein das? —, wenn wir van den Goncourrs „Tie Frau im 18. Jahrhundert" lesen. Ein Gegen'viel zu diestun Buch der Franzosen „Tie .ton im 19. Jahrhundert" ist sicher noch un. 00 schrieben. Aber, wenn cs cs gäbe, so weih ich. ich würde es lesen. Tenn ich kann mir nichts Gegensätzlicheres v 0 r st c l l e 11 als die drei G e u e r a t r c» - neu von Frauen oder die vier: Jene, die um 1 830 j u u g w a r. Jene, die um 1 860 j 11 ng war. Die, die u m 1 8 P 0 e s w a r . Und d i c , b i c e s I) c u t e i ft. Eigen Aich haben diese vier Generationen einen Weg gewacht, zu dem die die Frau sanft Jahrhunderte brauchte. Tbue daß man sagen kannte wie. haben sie sich von Generation zu Generation eigentlich immer wieder gehäutet und von Grund auf mnejefrrint und nirgends scheint mir das so klar und deutlich wie bei der jüdi j ch e n Frau. Für die ich erstens als meine nahe Schwester, und weiter, weil sich ungewöhnlich viel Wesen mit starker geistiger Bownung, ja mit einer ost bis zur 51rantb..urig:eit gehenden keuschen Verfeinerung unter ihnen befinden, stets eine besondere Anteilnahme gehabt habe, so daß sie eigentlich ebensowenig aus meinem Cefen wie aus meinem Schassen . *. . dem in seiner Gesamtheit etwas Aehntiches wie eine geistige und seelische Geschichte der Juden in Berlin vorschwebt, wegzudenkeu sind. Mau könnte für sie ohne Bedenken das alte Dort anwenden, das Gäsar über die Gallier sagte: rerum uovarum eupillus — stets begierig nach neuen Dingen. Aber dtefe neuen Tinge sind eben im Lauf eines Jahrhunderts . . . denn vor dem erwachte die jüdische Frau nicht, mar einfach Gattin, Mutter. Hausfrau, Mitarb-eiteriu des Mannes iin Geschäft. Und trotzdem sie wohl hebräisch lesen und schreiben konnte und wohl von Haus her kaum unbegabter (nur ungeweckter!) als ihre Urenkelin von heute war, geht man doll) nickst fehl, wenn mau sie sich als ein gewiß prächtiges, aber von höherer Warle aus unbedeutendes Meuscheuwesen ohne allzuviel Tissereuzierth-eit, völlig gewohnt sch dem Willen der Eltern, des Mannes und der Familie zu unterwerfen, vorstellt. Selbst der Begriff einer Persönlichen Freiheit in Liebesdingen war noch kaum in ihr Hirn gedrungen, geschweige denn der Blut zum Rebetlentum, und zwar zu einem vorwurfslosen Nebelt ent um. Das Bclenntnis u sich selbst halte sie noch nicht abgelegt. Es st so viel über das plötzliche Grumclven der Jüdin als der geistigen Frau, als Genossin und Mitstreiterin der führenden Geister in der Zeit der Nomantik, als Borftämp'erin in der deutschen Literatur um 1500 schon gesagt worden. Tie Namen der Führerinnen der geistigen Salons, die Nahet, die Henriette Herz, die Arnsteins, und zZnäkezhicmke! GoMsdheMera BUtt Mutt! Wählen Sie üoldscheiders Err-ugnissel Weg Goldsdscidcr seit 50 Jahren SperialerfaLrunS In Dlchdlkerr.ährrrin In besitz . Weil GoIdsdie!der> Fabrikate das Vertrauen der Aerzte und Kranken gemessen und nie enttäuscht habenI imm Auszug aus unserer Preisliste, die wir auf Verlangen kostenlos versenden Gltiienkroidieiw ca. 25 Siück RM. 0,90 Glu lens wie back.RM. 0,90 Grissini, B otsiangen.RM. 0,30 Gluienmehl .... 500 Tramm RM. 1,30 Kieberbrof, Weissb ot.RM. 0,25 Nudeln.250 Gramm RM. 1,- Arfonbroi, Dunkelbrot...... RM. 0,75 Schokolade .Tafel RM. 1,— Kompolte, Marmeladen, Süsssfoffe. Karlsbader Wasserzwicbacls Karton RM.0,50 Verlangen Sie unser 1Vemnadiisangebot Es wird Sie interessieren! f TAfT^n AAA M Berlin-Charloftenburg 4, SchHiersfrasse 60« " n? W Lä!D 3 L s2 p •HINPENBÜRGI- Hochaktuelles Bildwerk für Alt und Jung! 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