Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 31 (31.7.1931)
- Date
- 1931-07-31
- Page
- Seite 390 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2277379-2277886-2277917--06885-2287739- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
390 J©DE>JkD T©IL5£ Crftllapjc i'OUpcnfton NM. 19,— i:s :3\:d. J2,—. Zur Tagung der Jewish Agench Während der letzten Tage des Zwmstcnkrwres'cs tagte in Bistl gleichzeitig der Eomwil der Jewish Agency. Tie bedauerlich großen Wicken, die d-er Tod während der letzten zwei Jahre in seine Reitze gerissen'hatte, waren um so schmerzlicher fühlbar, als auch eine Reibe lebender Freunds nicht anwesend sein konnte. Einen großen Raum innerhalb der Verhandlungen nahm die Erörterung der überaus schwierigen Finanzlage ein. Endgültige Le'chlüise wurden nicht gefaßt, sondern dem Administrative Committee übertragen. Tie politnche Achs'vrache fand ihren Niederschlag in drei politischen Entschließungen, in denen zum MacTonck.d-Brick. zu den Fragen des Bodenkaufs durch Juden, in Palästina, zur Beschäftigung jüdischer 'Arbeiter bei Reaicrunasorbeiten sowie zur jüdisch-arabischen Verständigung Stellung genommen wurde. Eenaäß der Verfassung der Jewish Agency, nach der jeweils der Präsident der zionistischen Organisation auch Präsident der Agency ist, wurde Nahum Sokolow zum Präsidenten der Jewish Agency gewählt. Unter den Mitgliedern der Exekutive, die die Agency zu den vom Zwnisienknngreß noininierten binzuwäblie, befinden sich zwei Leutsche: Tr. Bernhard Kahn und Dr. Werner Senator. Tie Tagung stand unter dem Vorsitz von Tr. Ehrus Adler, dem nach Beendigung der Litzung eine minutenlange Ovation für seine mühevolle und umsichtige Leitung dargebracht wurde-. E. R—J. Rechtsanwalt Tr. I. Goldberg (Planen) 50 Jahre Wir sind überzeugt, daß unser Freund Goldbergselbst in der Tatsache, daß er am 1. August sein 50. Lebensjahr vollendet, keinen Anlaß »um rückblickenden Verweilen sieht. Ter unermüdlich lebendige, von Aktivität erfüllte Mann wird sich vielleicht nur ungern daran erinnern lassen, daß er von jetzt ab, den Jahren nach, nicht m.ehr^zu den Jungen gezahlt werden kann. Tarum müsten seine Freunde für ihn eine Zwischenbilanz seines Lebens ziehen und ihm sagen, daß d^r unendlich große Saldo an menschlicher, beruflicher und politi'cher Leistung, den sie feststellen können, sie zu herzlichsten Glückwünschen ebenso wie zu herzlichem Lenk verbindet. Soldbergs Zugehörigkeit zu jck-em Gremium stellt eine Bereicherung der Leistunesfähigkeit seines Kreises dar. Ter Landesverband Freistaat Sachsen und dessen politische Kommission, in deren Darstand er arbeitet, die Ortsgruppe Vogtland des C. D., die er seit vielen Jahren mustergültig und erfolgreich leitet, und der Hauptvorstand des C.. D., besten Leiter ist, haben seine Bewährung in zahllosen allen feststellen können. Seit 1927 ist Goldbcrg Vorsitzender der Gemeinde Plauen. Ter weitbekannte Neubau der Synagoge ist im wesentlichen sein Werk. 'Allgemeinvoliti'ch betätigte sicl^ Goldberg in der Lcmokratischen und jetst in der Ltaatspartci, deren Vertreter im Plaueuer ^tadtparlamenr er seit vielen Jabren ist. Wir geben dem Wunsch Ausdruck, daß uns, dem E. B.. Goldberg noch viele Jahre in gleicher freundschüstlicher Verbundenheit, in gleicher ungebrochener Arbeitskraft erhalten bleiben möge. A. H. Fachin^er Versandsi Schör.eberjaer Strasse 10a. Für die GssunMi! die,'Berlin SW 11 Telefon: I.ützow: S260 ol Nachtrag zur Liste Kurorte ir. Gasthäuser Zu streichen: Zwickau: Hotel „Deutscher Kaiser". Ä i) h i g ft c i n : Gasthaus Ebenheit. - Neu aufzunehmcrr: Kelliughusen: Kurhotel, Besitzer Ludolf Kahl. Berichtigung. In dem Artikel in Nr. 29 der „C. D. - Zeitung" über Verurtcklung eines nationalsozialistischen Prefsewarts wegen Beleidigung der Bunzlaucr jüdischen Bürger muß cs aur Schluß heißen: „Mil Recht hat die siaatspariciliche „0t eite Breslauer Zeitung", nicht „Bunzlauer Zeitung" . . . Der Landesverband Grost-Derliu dcS E. B. schreibt uns: An den Pranger! „Ter schlimmste Mann im ganzen Land, Tas ist und bleibt der Temmziant.'" sagt ein altes Dolkssprichwort. Tas gesunde Dolksempsindcn wehrt sich gegen feige Angriffe aus dem Hinterhalt: das Volk rückt mit Recht von Leuten ab, die sich zu Angeberdiensten herb-eilassen. Schon die Tenunziation eines wahren Tatbestandes gilt in der Dollsmeinung als ehrenrührig. Wie aber erst sind Leute zu beurteilen, die folgendes ehrsame Handwerk betreiben: Sie erfinden einen Tatbestand oder, deutlicher gesagt, sie lügen sich einen ungeheuerlich wirkenden Fall zusammen. Sie wissen, dieser Fall wird Empörung wecken. Namen werden nicht genannt: denn dann droht der Staatsanwalt. Also ergeht man sich in geheimnisvollen Andeutungen. Tiefe Methode wird gewerbsmäßig von einigen völkischen Zeitungen zur Befriedigung der Sensationsgier ihrer Leser gepstegt. Ein Schulbeisviel finden wir in der „Niedersächsisch-Altmärkischen Rundschau" (Wiltingen) vom 21. Heuert (Juli), die dem „Ludendorss-Gedanken* dienstbar ist. Hier erzählt ein Anonymus unter der aufreizenden Ueberschrift „Jüdische Gemeinheit" folgende Schauermär: „Bei einer bekannten Berliner Konfeklionssirma feierte ein Prokurist sein 40jähriges Tienstjubiläum. Seine Kollegen ehrten ihn. Ter Chef ist ganz erstaunt, Blumen und Präsentkorb aus dem Tisch des fleißigen Prokuristen zu sehen, und wird erst durch die Aufmerksamkeit seiner Angestellten aus das Jubiläum hingewiesen. „Ich habe auch eine Ileberraschung für Sie." Cr überreicht einen verschlossenen Briefumschlag, in dem der treue Prokurist zu seinem Enlsttzen die Kündigung findet. ' „Eine derartige Gesinnungslumperei kann nur ein Jude serllgbringen", empört sich das wahrheitsliebende Blau. Tenn natürlich ist der nameule'e Chef der namenlosen Konsektionssirma Jude. Nähere Angaben werden selbstverständlich vermieden. damit man nicht mit dem Staatsanwalt in Konflikt kommt. Ter Zweck wird erreicht; die Le'er erhitzen sich wieder einmal über eine typisch „jüdi'che Gemeinheit". Wir wollen dem Blatt sehr gern die Möglichkeit, dicke Behanptnngen'ZU beweisen, bieten, und deshalb erklären wir: Wenn nicht binnen einer Woche -er Name Der Berliner Konsektionssirma und die näheren Umstände Des Falles bekannt sind, wird Die Redaktion der „Niedersächsisch - Altmärkischen Rundschau" sich von uns den Vorwurf gefallen lasicrr müssen, Daß sic den Vorgang auö bösartiger Demagogie erfunden und sich einer hetzerischen Verleumdung schuldig gemacht hat. Wir warten auf Antwort. Geschäftliche Notizen Keine Dcdcnkerr wegen der Reise rach Bad Salzuflen l Angesichts der gegenwärtigen Lage sei mehr'achen Anfragen entsprechend daraus hw.gewic'en, daß bezüglich. des Besuches von Salzuflen keine Bedenken wegen der augenblicklich schwierigen Zahlungs- Verhältnisse zu bestehen brauchen. Die Badererwaltung und die örtlichen Banken dieses vielbesuchten Kurowes komw.m den Kurgästen in jeder Verse verständnisvoll entgegen. AllivcrsitLt Köln. Das Wintersemester 1931 32 Beginnt cm 13. Oktober. Borlesungsbeginn: Montag, 2. November. Das Vorlesungsverzeichnis kann rem Universitätssekretariat gegen Einsendung von £5 Pf. und 15 Por:o bezogen werden. Trinkt Frchingcr. Die großen Tortschriite auf dem Gebiet der vtzyiikalischen Chemie haben die besten Erfolge für die llnersetzlichkeit der natürlichen Mineralbrunnen erbracht. Eo gibt cs in der Tat auch seinen Ersatz für das altberühmte Gesuudheitswaffcr „cvtaatl. Fachingen'. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V-, Berlin \V 15, Emstr Etr. 42. Tel.- Adr.: „Ccnrralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30472. Hauxtschriftl-iter: D r. Ludwig Holländer. Verantwortlich: i. V. Artur Schweriner. Leide Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur -urückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Hellmut Cohn, Bin. - Schlachtensee. — Druck: Rudolf Mosse, Berlin. B r, C3 n f 1 cn>, 3 ..g, Winter-Semester jyl ----- 1931/32. ----- ^rnisohakts- und sozial^visoenschaktliche, rechtswissenschaftliehe, medizinische (aach. vorkÜDische Semester) und philosophische Fakultät. Kaufmännisches und Handelslehrerstudmaa. Vorlesnngsbe^ijiij: Montag, den 2. November. Die Einschreibefrist läuft vom 15, Oktober bis 11. November einschliesslich. Das Vorlesungsverzeichnis kann vom Universitätssekretariat gegen Einsendung von 85 Rpf. (dazu 15 Rpf. Porto) bezogen werden. I Irr- Li a j lü t; . mb UUn ._ Llädchchtlchule ftinScr.iurgft.'-äe 8, 9, 10 CSOlcitnsüIon) '» gcgrUr-Mt 1S72 dorm. Frau Br. Leverson u. §rl. Cvnffincz!rvs Inh. C’örCS;'rrC!L?, ftaatt gepr.Schul:-rftrherin. am BoäeasoQ fcs*2tsri3onsIo::rJ ülofsr Gesunder, schöner Ferien au fenth alt. WRiW fMmm zwisci^en Gar'.nisch-Partenttrch-m «.München. Landschulhcrm. Cechsklass. Neakgymnasiunr il Nealsch-ule. Äl-Jamilicrtinternat. Vorzitgl. Verpfleg. Sorgfältige Erziehung. IlnbedingteF'örderung schwacher Schüler, ckw.schulang! Vorbereitung aur alle Echu'.prüsungenl Verbandsprüfung! Durchgesallene verlieren ^ein Irhrl Eigene gr.Eportplatzat'üagen! Prefu.m.Lesten illeferenzen und Auskunft durch dis TirekLrou. 0nuc:r*: i:r) mm WÄN8 Drkirg sr kloilerallee 11 — Fernruf: HorMcc 3123 r Villa mit allen zeitge!n.Emrichtuugeu. Schöner Garten. ^Praktische, rriffen* schaftlick) e. gesellschafUicheAusbiltu: rz, Dollpensionäre, Tages schltlerir.neu. Heim für berufsrätige'junge Mas chen. 8en§2tioveI!e xrrshtischS dkeuheltk J d) s d <3 m ° Kamm raii Doppelv/elleuzalaaiiEsd ge*, gesdic Onduliert ohne Behelfe kurze und lange Haare nur durch einfaches Kämmen. Solid und unverwüstlich. Unentbehrlich für Damen und Herren. Sie ersparen die Ausgaben für den Friseur und haben immer schon gelocktes / Haar. J ] Bestellen Sio sofortl Kcsma Ges.m.b.H. Berlin SW 65/235 Ritfersfra^e 54 Zur Einführung geben wir 10 000 Lockenkämmo zum Reklamepreis von pro Stück ab.