Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 20 (15.5.1931)
- Date
- 1931-05-15
- Page
- Seite 255 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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255 findest stark übertricben. wieweit die Erschütterung der jüdischen Stellung Ausdruck der Wandlung unserer Wirtschaft sei, könne man im Augenblick noch nicht abschätzen. Tie Besonderheit der jüdischen Wirtschaftsnot liege im wesentlichen im Altersaufbau der jüdischen Bevölkerung. d. h. in der stärkeren Besetzung der oberen 5litcr§f£a]]cn, im Prozeß des Bersickerns vor au genau gen.en Berniögensau fschwungs und des RücksaUs in proletarische Verhältnisse, schließlich in der großen Zahl der der Bernichrmu] auheimgesalleuen oder anheimfallenden selbständigen Existenzen. In keinem anderen Teil der deutschem Bevölkerung habe sich eine so auffallende BerussumschichLung vollzogen wie unter den Juden. Tiefe Gründe hatten für die jüdische Wohlfahrtspflege ganz entscheidende Bedeutung. Aufgabe sei die Anpassung an diese Besonderheiten unter möglichster Vermeidung jeder Schematisierung und zu enger Begrenzung der Arbeit. Tie schwierige Beschaffung der Zur dringenden Linderung der wirtschastlichen und sozialen Not cusznbringeuden Mittel und ihre Verwendung sollten sich die jüdischen Gemeinden besonders angelegen sein lassen. Keiner dürfe sich in dieser Zeit der Cemeinschastsverpslichtung, der Brot und dem Elend zu steuern, entziehen. E. G. L. Kleine Chronik Unser treues Mitglied C:n:C I a c o b i. früher Lissa jetzt Nord Haufen, feiert am 22. Mai in voller geistiger und körperlicher Fri'che seinen 85. Geburtstag. — Dr. Ludwig Kaumhelner, München, wurde kürzlich 50 Jahre alt. — Wilhelm Levy und Frau Henriette, Elberfeld, feiern am Sonnabend, 16. Mai, in aller Frische das Fest der Goldenen Hochzeit. . Wir gratulieren unseren Freunden herzlichst. — Kürzlich verstarb der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsizende .unserer Orsgruppe H i r s ch b e r g, ^abriköesizer Georg Lrvi. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen lieben Freund und Mitarbeiter, der in vorbildlicher und ausorserungsvoller Weise für die Ziele des C. V. gewirkt fyxt. — In München ist Kommerzienrat Louis Sellin, einer der vorzüglichsten Anhänger der Ideen des C. V., in die Ewigkeit abbsrufen worden. Alle unsere Freunde werden seiner in herzlicher Anteilnahme gedenken. — Zum Dekan der medizinischen Fakultät der deutschen Universität in Prag ist Professor Dr. Starken st ein ernannt worden. Wir erwähnen diese Tatsache, weil gerade in der gespannten Atmosphäre von Prag die Berufung Professor Starkeufteins, der stets dem Väterglauben treu geblieben ist, den Beweis dafür erbringt, daß auch in gefährdeter Lage überzeugungsrreua und kraftvolle jüdische Persönlichkeiten sich durchsetzen werden. — Der Israelitische Frauenverein in Frciburg i. D. konnte vor einigen Tagen auf sein büstihriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlatz fand eine große Feier statt, an der auch viele Vertreter der Staatsbehörden teilnahmen. — Der Israelitischen Taubstummena n st a l t z u B e r l i n - W e i ß e n s e e ist durch Verfügung vom 10. April d. I. die Genehmigung zur Ausbildung von Praktikantinnen (Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, die das Iugendleiterinnenexamen machen wollen) erteilt wollet:. Niedertassmrgömögliihkcitcn. Är. 313. In cstpreutzischer Kleinstadt für praktischen Arzt. — Nr. 319. In norddeutscher Großstadt für Hals-, Nasen- und Ohrenarzt; Kaffenpraxis. — Nr. 320. In oberschlcsifcher Kleinstadt für Augenarzt. — Anfragen an den Centralverein, Berlin V.' 15, Emscr Straße 12. Geschäftliche Notizen und Bädernachrichten Bad Polzin, das Moor- und Mineralbad Nordostdeustchlands, erfreut sich einer bemerkenswerten Steigerung in der Berücksichtigung. Es muß auch uneingeschränkt zugegeben werden, daß die für das Kurpudlikum in den letzten Jahren geschaffenen Erweiterungen und Verbesserungen durchaus zufriedsnsrellen können. Neuerdings verkehren ab Berlin bis Bad Polzin und umgekehrt direkte Dahnwagen, auch mit Plan'artenausgabe, so daß eine Reise ohne Amsteigen, die allen Reisenden erwünscht fein dürfte, möglich ist. . Garmisch in der strahlenden Frühlingssonne, ein Ereignis, das sich der Städter kaum vorsiclleu kann. Der Kontrast zwischen den schneebedeckten Bergen und dem erblühenden weiten Tal ist von bezaubernder und beruhigender Wirkung, daß in dieser Zeit gewiß auch von einer besonders wirtfamen Heilkraft gesprochen werden darf. In hohem Maße zeigt sich gerade in dieser Zeit der Frühlings- und Vorsominermonate der Vorzug, den das bekannte Golf-Hotel Sonnenoichl durch feine Lage hat. Dicht am Walde gelegen, wie fein Name schon sagt, auf dem Bühel, von der Südsonne beschienen, mit weitem Blick aus das ganze Tal und hinüber zu den prachtvollen.Bergen der Zug'pitz- WeLterftein-Karwendcl-Gruppe, ist die'es bekannte Haus so reck: ein Paradies der Ruhe und Erholung. Pfingsten in Epa. Auch dieses Jahr wird . das Pfingstfest in Spa wieder einen Höbepunk: in jeder Hinsiw: darstcllen. Die Direktion des Kasinos veranstalte: ein großes Fest, für das bereits die bekanntesten Künstler gewonnen sind. Weiterhin haben sich die Veranstalter die Mitwirkung von -st Sängern und uänzern in holländischen Narionalkastümcn gesichert. Filmrowührungen, Music-Ha!1 und Theater sind gleichfalls aui der Höhe. Alle Hotels und d-as Thermal- Etabliüement werden ihre Pforten zu Pfingsten geöffnet haben. Lbcnhunsen bei München. Nachdem. Prc'essor Dr. Edens den Ruf an die medizinüche Akrtemie in Düncldorf angenommen hat, werden, an seiner Stelle die Herren Professor Dr. H. Schlecht und Dr. H<inz Zimmermann (langjähriger Mitarbeiter von Profepor Edens) in die ärztliche Leitung des Sanatoriums Ebenhausen eintretcn. Dad Emser Musikfestwoche. Vom 26. bis 31. Mai d. I. findet die „Bad Emscr Musiksestwoche" statt, die sich allmählich zur traditionellen Maiveranstaltung des altberühmten Heilbades herandildet. Im Programm sind vorgesehen ein „Nordischer Abend" mir Werken von Code, Grieg, Atterberg und Sibelius. Ferner gibt es einen „Hadyn-Mozart-AbendP einen „Tschaikowstn- Dvoräk-Abcnd" und einen „Bcethoven-Brahms-Abend". Solisten sind: Alice Habig (Berlin), Klavier, die Konzertmeister des staatlichen Kurorchcsiers Nocke und Euchanck. Alle Konzerte dirigiert Kurr Barth, der in Flensburg als städtischer Musikdireko: tätig ist und durch Gastspiele in Warschau, Krefeld u. a. die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat. Bad Kifsingeu. Ein reichliches Repertoire weist in dieser Kurzeit das staatliche Kurtheatc: unter Leitung von Direktor Otto Neimann auf. Dir neuesten Operetten wie „Meine Schwester und ich", „Majestät läßt bittench „Peppina" von Stolz, „Birwria und ihr Husarch „Drei Musketiere" u. a. sind erworben worden. Am 2-i. Mai wird einen Höhepunkt die Aufführung des „wocißen Rößl" nach Eharellfcher Ins-enierung und unter tänzerischer Leitung von Tatjana vvawinkaja mit neuer Ausstattung bilden. Verlag: Eentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin V/15, Emfer Sir. 42. Trl.» Ad:.: „Centralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 50172. Hauptschriftleiter: Dr. Ludwig Ho l l ä n ) e r. — Verantwortlich: Dr. Margarete Edelheim. Beide Berlin W15. — Unverlangte Manu'kriptL werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenueil: Helmut Lohn, Bln. - Schlachkensee. - Druck: Rudolf M o s f e, Berlin. UmSkZ und mmn \fersldieriffiss“ Ui -32© f* q w o» rrs Bo , A' IPi i f« ip 5 Bilanz für den Schluss des 58.Geschafisjahres1930. A. Aktiva. I. Forderungen an die Aktionäre für noch nicht einberufenes Grundkapital. 3 300000,— 2. Grundbesitz. 2 000 000,— 3. Kapitalanlagen. 1 349 545,05 4. Kassenbestand, Banken- und Postscheck-Guthaben .. 1 522 579,75 5. Verschiedene Forderungen .. 874 758,04 6. Inventar... 1,— 7. Glaslager aus Bruchstücken.. i rrl "Di 1Xn£) ff ATi&lOim S (BIKnUTS GEMEINNÜTZIGER VEREIN bietet seinen Mitgliedern ausserordentliche Vergünstigungen bei der Sicherst eil ung der Familie für einen Monatsbeitrag von RM. 2,—. Gemeinden, Logen, Chewras, Synagogenvereine und sonstige jüdische Organisationen erhalten durch den Erwerb der Mitgliedschaft besondere Vergünstigungen. Haupt- und nebenberufliehe Vertrauensleute an allen Orten gesucht. I? A TT TT TVJ C PI-FI T HT 7 Gemeinnütziger Verein für Ilinterbliebenen- ILILi 1 u II U X Lj^ farsorge der Mitglieder jüd. Gemeinden c.V. Friedrich-Ebert-Strasse 2 3. BERLIN W9. Telephon: B i, Kurfürst 8464. Gesamtbetrag 9 046 884,84 &. Passiva. ' 1. Grundkapital... 4400000,— 2. Kapitalrücklage. 440 000,— 3. Prämien Überträge. 2072 000,— 4. Schädenrücklagen. 997 233,— 5. Sonstige Rücklagen und Passiven. 868343,07 6. Gewinn und dessen Verwendung: ,, Dividende an die Aktionäre (10°/0 der £~ Einzahlung auf das Grundkapital) 110 000,— Statutarische und vertragliche Gewinnanteile an Vorstand und Aufsichtsrat.. 35 588,23 Zuweisung an die Pensions-u.Unterstützungskasse der Angestellten 25 000,— Vortrag auf neue Rechnung. 98 720,54 269 308,77 ' Gesamtbetrag 9 046 884,84 Die Dividende von 10°/0 der Einzahlung ist ab sofort zahlbar bei der Dresdner Bank, Berlin, Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin, und deren Filialen und Depositenkassen, sowie bei der Gesellschaftskasse, Berlin SW 11, Stresemannstr. 48 50 52. Wochenendhäuser— Dauerwohnhäuser sind ideale Eigenheime. Bitte fordern Sie (gegen 3 Mark) unsere reich Illustrierten Druckschriften! Chrlstofslt & UsaEsaaek. Ä«-G* |Sr!l NIESKY (Kieöex?schSesien) Aeltestes und grösstesWerk für Holzbauten. Alleinige Inseraten-Annah me: Annoncen-Expedition Rudolf Mosse Berll.i SVJ 100, Bielefeld, Breslau, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurta. 31., Halle,a. d. S., Hamburg. Hannover, Karlsruhe L B., K0?a a. Rh., Leipzig, Magdeburg- Marnheim, München Nürnberg, Stuttgart; Amsterdam, Barcelona, Basel, Belgrad. Bern, Brünn, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Bukarest, Cluj, Kittowitz, Krakau, London, Madrid, Mailand, Xc-’v York, Paris, Praf:, Sydney, Tokio, Warschau, Wien. Zagreb, Zürich.