Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 11 (13.3.1931)
- Date
- 1931-03-13
- Page
- Seite 125 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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125 hmveitbcn Zeitfragen Entscheidendes beipv.ncTi, bringt das 3chlusthcs! des laufenden V^ar-jec' des JiOi:q:n" einen Auf sah van ^rid)" 3 t c r n über „stüstigiöse Entwur zlung;md stieurow", der in Lwc!?t interessanter ^ei*e ,-stnool eine iudioidual-rmcb elegische als auch ^..-e vstucho an a ln tische A'ast'lärung des grundnreu7eu .Vrnnnlitres zwiünen den ^tatsächlichen Eege7 enden en des meusthlimen Seelenlebens der Aufgabe des Mensmentmns darsteüt. „Tie wirlsdiaftliche Lage der südifchon >:;•{]:iten in 3üdosieurop?C schildert ein erster go.ssan von Gerhard 3 re. a d] e r, der sich besonders mit der Lage der Fuden in Rumänien und in der Tschechoslowakei beschäftigt. Endlich ist in dem si>est ein Aussatz von Leus 3 a m u ej über ..Tie Bedeutung der Trgel in der 3nnagoge" enthalten, und wie gewöhnlich ein Literaturanhaug, in dem Mar jiciunuinn „Bon allerlei Büchern" über Huden und Fndentmn beridstet, ferner Karl Weinseldt eine „Aus der neueren stonchsische Literatur" beiträgt. Dr. K. Zuckmüpers „hauptmarm von Nopemck" Innrer mehr cnliuiefeft sich Earl Z u ck - man er zum Gestalter des deutschen Lustspiels imd der deutsd)eu Voltmypon. 3chon in das bunte Bnd seines „Fröhlichen Weinberg" Hane er als eine Figur des dene'chen Bcltsganzen den W-einreistmden Loebche Baer cingestigk. Tiefe liebenswürdige Gestalt des gutmütigen und dabei stets 'chlogstrtigenjüdischen Wcinreiseuden im stontraft ya der Förmlichkeit des ehemaligen Korpsstudenten Knutzius hatte das freundliche stch unnutze ln des Publikums erregt. In der glanzvollen Ausführung des neuen Zackmayerichen „Teutschen Dlärchens" im Teut- 'chen Theater, in dem die Geschichte dos „vauptmanns ron Köpenick", über den im Jahre 1900 bist gange Welt eimstchkiestlich Wilhelms II. lachte, dramatisiert wurde, finden sich ebenfalls wieder verschiedene jüdische Gestalten: Ta ist chunal der Potsdamer Unnormschneider Wormser und dessen 3ohu, der immer nur die Zeitungen „unterm Ttrich" liest, da ist seine Tochter Auguste Biktorie, da ist der Büroangestellte Eirschberg in der 3chuhsabrik „Arolotl" und da ist endlich der Kleiderhändler Krakauer aus der sianonnerstraste, in dopen dunklem Kellergewölbe üch das Tchickial des ehemaligen Zuchthäuslers Wstoelm Bogt und dst Unnorm des ehemaligen chuuetittanus von Tcrietww vermählen, woraus der Eenicstreicp des Conest-nanus von Köpenick ornoückst. Tonn in diesem deutschen Märchen geh: es darum, dast Wilhelm Bogt keine Arbeit sinder, weil man ibm den Bast verweigert, und da st er keinen Bast bekommt, weil er keine T.rrrir findet. Tie'ei CreoduZ vitiosus eutingeidet über das Tästckial dreier Kreatur, die in der Berterperung durch Werner Kraust eine den erschütterndst:.! Leistungen der deutschen Bünne überhaupt wird. Und da lieben lau st das Tclnaml einer Uiinm.m her, die Verkörperung des übertriebenen Bdstrarisruus, der, übortrielcucn Kadarerdi'stolin. Tie Komödie beginnin der Uuiwrmdchueiderei des arrivierten Bsonw'-er -Lenmanu Talent im in Potsdam, und die Uniform, die dorr geschneidert wirb, gebürt dem Kaupnnann voll Tdltetrow, der ne aber nicht ab nimmt, da er aus Gründen der Ehre deal Tieust quittieren must. Und so erhält ne mit veränderten Borten und Ach'elstücken der Äeserveleutnaut Übe ran älter, seinem Berus nach Bürgermeister von Köpenick, und als er beim Kaisermanöver in eine höhere Eharge aussteiah landet sie dank der Gestdäftstüchtigkeit seiner Frau beim „Kleiderjnden" in der Ko nonierstraste, wo sie, wie bereits erwähnt, Wilhelm Boiat sstr einen Tpottprcis ersteht. Die es Zuckmaver vermieden hat, etwa nur einstitig die Unmöglichkeiten des Borkriegsspstems n: charakterisieren, wie er ihm seine guten Beiten lästt und nur die Uebertrcibungeu herausarbeitet. so und auch die jüdischen Gestalten in seiner Komödie durchaus mit Freimut gezeichnet und mit Liebe gesthem Er hat die stattkiche Aeihe jüdischer Tram.ensigureu im deutschen Tchamoiel um einige Typen bereichert, die antts neue bestätigen, dast das jüdische Element auch aus dem deutschen Theater nicht mehr wegzudenkcn ist. Hans Oppenheimer. Dank für Jreuöe fln Charlie Chaplin Ter Auflauf galt diesmal keinem siegreichen Borer. Es war auch keine politische oder weltanschauliche Kundgebung. Es war bei manchen vielleicht ^ensationsbedürfnis, bei den meisten aber Tank an einen großen Künstler, der wunderte. Tausende zusammensührte, als Chaplin in -Berlin deutschen Boden betrat. Inhaltsverzeichnis. der „0. V.~Zes£usig" Wir beabsichtigen, falls genügend Vorbestellungen ein gehen, ein In- \ haltsverzeichnis des Jahrgangs 1930 der „C.V.-Zeitung“ herzustellen. Mitglieder und Leser unserer Zeitung, die ein solches zum Preise von I Mark zu beziehen wünschen, bitten wir um umgehende Bestellung an das Büro des Centralvereins, Berlin W 15, Emser Sir. 42- Aber in die'ein Tank ist etwas Bekenntnismastiges enthalten: er bedeutet die freudige Zustimmung zur ^Persönlichkeit nnd Leistung eines Menschen, denen Lebensarbeit Freude und Fröhlichkeit anderer null. In einer Zeit lärmcnden. rauhen, oft rohen Amüsements .der Btane, die häufig sogar Politik als Zirkus an* sehen, ist düstr Jubel um Charlie Chaplin ein Turchbruch innerer Menschlichkeit der Menge. Um den Mann aus der „ärmlichsten" Borstadt Londons stehen die geistigen Führer der Nationen. die führenden Politiker, die Tpitzen der Gesellschaft und der Bäum von der 3traste — die vollendete T emo trat io der Tantbarkest. Jedem gibt Charlie Ghavlin heiteren Anschanungsumerrieht, daß die Tinge nichts anderes sind, als was der Mensch aus ihnen macht, aber auch, dast die Art, wie der Mensch zürn Unbelebten sich verhält, das Wesen des Menschen entschleiert: Eine Lebonsphitosophie in heiterem Gewände. Charlie Chaplin ist jüdischer Abstammung. Er besitzt die Erfahrung einer Gemeinschaft, die unter seelenloser Bekämpfung unzählige Male gelitten und doch) immer wieder zur Bejahung des Taseius gekommen ist: einer Bkenschengruppe, die der Brutalität ihrer Umwelt unerschütterliche Menschlichkeit entgegensetzte und die Lehre der menschlichen Ueberlegonheit über seelenlose Unvernunft verkündet. A. II. xy Ms r Ln i ^- ,J Dßb filTHEIQS ChefantP,'3!.Cr.ErnSÜ!eiSSer(i::1rrSteit;n) Klinisch gefaltete Kuranstalt Herzand Gefässleiden, Blutkrankheitss, Basedow, Zuckerkrankheit usw. Eigene Spradelbäder in Hanse Diitk u reu Fernsprecher 2:3 ASTCxmfocafK sind geptegle Menschen Lujtmangel und Atembeschwerden machen nervös. Oer Arzt sagt den Äslhmaiikern; „Gebrauchen Sie ASTdlOL-Asthma- RSucherpulver oder ASTT-IOL« j Bronchial-Cigaretten, denn diese^j bringen schnelle Linderung'* || Zu haben in den Apotheken Schachtel M.2.% GALENUS Chemische Industrie, Frankfurf-M. Keue Preise: Grosse L^&Uö ll / Nisins Lae 50 PL' "31 Prospekte kostenlos f... Verein jüdischer Hotelbesitzer und Restaurateure E,V. Wo wohne ich? Wo esse ich? Restaurant Kornhäuser. Di cMlUl S.hv.-..i,h.'nz^r 9.1Tr. Obig-r Petri :'n dor Aufs Icht des Veri zar Föriemng . i ritueller s / Speisehl-iscr . J in Hamburg. st -i Lb o ULr ü geschlitzter Name für Pinobad Mark9 „TEMMLER“ fiofliRcnzentriertes RcmMnierles, arooiniisciiss Etfetf annsn-Lntscü^n- :i Ms-MiWSM-tÄi M K > 1) tür Heivösß u. Rhisirmaleitlentfs. Aeusserst ergiebig im Gebrauch. In allen Apotheken und besseren Drogerien vorrätig. jTEHiiLER-WERRE, BERLm-JOilSHfilSTBäL f] f"6VMF —h der Oar^e w e r h l r» d ert Zahns’e'.njnsa 7/ t;JZZs / .; rf /, .1 Locke.-* e.-d’a c*e.'Zühne, spritz! nicht iJ U hoch^cnxenlriert, daher so sparca —.—.U-0Ut—U- ,t U BiOX- ULI F*A f«5rde»*t gesunde Speichi --:U.—sckrctiöA a«4 e^hZkt Zihne ««d Mund gesut