Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 10 (6.3.1931)
- Date
- 1931-03-06
- Page
- Seite 112 (sequence 8)
- Language
- German
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m über ihrer jüngstem Warschauer Tagung. D?e deutschen Misrachisten, roeizmannfreundlich, kreuzen die Klingen mit dein Welk-Msrachn Irr den einzelnen Ländern Spannungen und Femdschasteu wegen der Führung der jeweitlgen Landespolitit. Die fügend geht eigene Wege. In Palästina ziehen die Nevistonrslln demonstrativ aus der nationaljüdischen AbaeordnelenLagung. Und dann das Entscheidende: Entweder wird die zionistische Leitung mit den Arabern zu einem Frieden kornmen oder überhaupt zu keinem für Palästina. Darüber kann kein noch so schön bedrucktes Papier hinwegküuschen. Alle politischen Erfolge schmelzen dahin wie Schnee unter der Märzfonne, werm es nicht bald, wahrlich bald gelingt, mit den Arakxwn eine Verständigung anzubahnen. Aus Bafonettrn kann niemand schlasen. Auch auf englischen nicht. Die Araber toben über den MacDonald- Drief. Sie erktären: Jetzt ist jede Verhand- LuugsmcHlichkeit Zwischen'Juden und Arabern in die Brücke gegangen. Wäre eZ so. dann wäre der MacTonald-Brief bester nicht geschrieben worden. Ausfällig, sehr auffällig allerdings, daß die Frage palästinischer Selbst^ Verwaltung, die Frage des Parlaments in ihm nicht berührt ist. dleunmaltluge wähnen hierin den Preis, um den der Brief geschrieben sei. den Weg zu den Arabern. Der Weg zu den Arabern. Nur dieser Weg. mag er durch Dornen und Disteln führen, ist der Weg des Heils, der Dereeh hamelech. Michrel Asses schreibt im Tel Avirer ^vawsr* (nach ^Füd. Rundschau", Nr. 14 vom 2ll. Februar mi): ..Ter Zionismus ist völlig blind geblieben acornübe-r dem D^bar. ben'ci n der Araber. Er hat nick:, einmal im minimalsten^ Ausmaße für eine Kenntnis de: arabisch.« Soracke unter d:n Juden geferst. Er bat neben die armseligen und nnftvstienisckien arabistj^n Sück-luugm moderne stäalu'che und länbiicbe ustechlunzen ßebau:, die die Arivillr vor sich scheu, fo daz ste schmerzlich den E-gerckatz spüren . . . Alles, was die Araber über den Z i s n i s m u s wisse;;, m u fe sienotwendig mit einem Gefühl panischer F u r ch t erfülle n. Sie sehen die Erpanstrn der Juden, und es ist für dst Gruppe arobird>cx FLärer. die die po'üüsck>e Herrschaft ansrieben, nickt schwer, die ganze Jugend, die besitzenden Tckichi-n und sogar Fellachen und Arbiter hinter üch zu dringen. Dem» die Hauptfurcht. der Araber bezieht sich nicht auf die heutige Lage, sondern am das, was morgen sein wird. Man sagt ihnen, die Firnissen wellten den Beden Palästinas an sich reisten und die gegenwärtigen Bewohner wectreiben. Wohin sollen sie sich wenden? In die Wüste ouf der einen Seite oder ins Meer am der andren Seite?") Jeder e-atz trifft d<n Nagel auf den stopf. So denkt der Follach von Dan bis Berfeba. Nur die Annäherung zwi'chen Juden und Arabern, kein MacDvnald-Brtes, schafft die Annospbäre des Friedens, die Pistolen, Gewehre und 5teulen zerfallen läßt. Das sollte guter Wille auf beiden Seiten erreichen können. Das wünschen wir aufrichtig Palästina in seiner Zerrissenheit, wenn wir auch nach wie vor nur an einen Erfolg kolonisatorischer P a l ä st i n a a t b e i t, me at*x solcher mit nationalem Ziel, unerschütterlich glauben. *) 0a~.l auch Lea Malchia--. ,lüften und Wanderungen in ,.D!r Neu- Aund:'L-u , November 19Z'.u E. bö?. WWKS SssSWLAr Ern Blatt der Erinnerung von Justrzrat Tr. Henry Silbcrstein An dem Denker und Dichter, der allzu früh im Aller von 57 Jahren infolge eines vor mehreren Monaten erlittenen Unfalls seiner lmstenschastliären Forschertätigkeit und seinem Anmaltsberuf jäh enteisten worden ist, können auch diese Blätter nicht vorübergehcn. Hielt er sich auch den Parteitämpfen geflissentlich fern, so war doch sein ganzes Fühlen, Denken und Dichten von feinem Judentum stark beeinflußt. Es muß als ein wahrer Verlust für die Wissenschaft, besonders für die Wissenschaft vom Judentum, angesehen werden, daß sein geplantes, weit angelegtes Werk „'Kultur-Biologie" nicht zur Vollendung gelangt ist. bllrr der erste Band „Die V l u t m i s ch u n g als Grundgesetz des Lebens" ist erschienen'). Von den beiden anderen Bänden: „Der Einfluß der Juden auf die Kultur der Welt" und „Men scheuzucht und Zukunft" ist es nur zur Vorbereitung des zweiten Bandes gekommen. der, wenn möglich, noch aus dem Nachlaß herausgegeben werden soll, ebenso wie das fertiggestellte Buch „Das Verbrechen als biologische Erscheinung". Die berufenen Vertreter der Wissenschaft werden weit über dieses anspruchslose Errnnerungsblatt hinaus Stellung Zu den tiefen, dort entwickelten Problemen. nehmen. Bon ihnen rühmt ein Forscher wie Proi) Jetzt sämtlich im „Verlag der Neuen Generation" Berlin-Nikolassee. [ E bSWWM zu Frankfurt 2. M., Hebtlsirasse 15-19 »?nr Fraüen-SeliaB&ssim. 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Gründung des Jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe L'Iünchen, bildet aus »u und fija": die Gnmbfagc surrt ^roip.^lusl, EchÄleitung Hrolfrc^f»:u[ci und ^mr.elbung: K;cha Ekark, München. str.12.il. §ZM:3 MMZH,KEUL. scheu Earm 6e Familien in ne Hang, lln Jahr! Eigene gr.'Lpociplatzanlagenr Prost).m>besten Referenzen und Auskunft durch die Drre^ ' die Direktion. llrillii ll- Ssuuis&üIeflOüi Ü03? Man wende y.Z) in allen Fällen cm das Knabenpcnstonat und Ew-iehungsinstitut Dreviger fjlt Uh, Coburg. Hohe Straße 9. Lelephsn 625. l"!nnch-n Rn’i-rinn Laus I-Nangrs. Gründl.Ans b Udung i.H2uswlrt'chaft, <Zprackr..L-andele^ch.>,Musik n\vx Iegl. Evort. Ctaatl. geprcklehTkräste. Aufn.jederz. Profp.qeg.Donpelporto. Kmder-LandZsim in 6aputh bei poiLdom in schönster Lage an Wald und Wasser. Äufgenornmcn werden Kinder zur Erziebung, Pstege, Erholung, ferner schulentlassene junge Älädchen zu hauswirtschafrlicher und krnder» pflegerischer Ausbildung. Pädagsglsch-e Leirung. 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