Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 4 (23.1.1931)
- Date
- 1931-01-23
- Page
- Seite 42 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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lunrI durchaus zuwider. Juden, die so etwas begangen hätten, müßten unbedingt aus der religiösen Gemeinsä)ast des Judentums ausgeschloffen werden. Die. welche solche Märchen glauben oder nachsprechen, sollten wißen, daß solche Borwürfe von heimlichen Menschenopfern, ritueller Verordnung von Mensä)enblut und anderer Scheußlichkeit im Orient von alterZher wiederholt ganz verschiedenen Religionsparteien geworden sind; religiöser Haß und falsche Auslegung mysteriöser Bräuche haben dies bewirkt. Auch über andere christliche, Sekten ist dergleichen von anderen Christen behauptet worden, und an den heiligen Schriften der Maudäer lJohannes-Christen) ließe sich eine säendervolle Darstellung der Tinge geben, welche die Christen überhaupt zur Feier des heiligen Abenomahles gebrauchten. Wer behauptet, die Juden verwendeten zu irgendeiner Feierlichkeit Menschenblut, der steht auf dem Standpunkt des rohesten orientalischen Religionshaffes und Aberglaubens. Herrenalb im Schwarzwald, den 10. August 1882. Dr. Th. Nöldecke, ord. Professor an der Kaiser- Wichelm-Üniversität Straßburg." kleine Chronik Am 15. Januar beging der langjährige Vorsitzende unserer Ortsgruppe Osterode, Prediger David Mannheim, sein 40jähriges Dienstiubitäum und gleichzeitig seinen 60. Geburtstag. Drei Jahrzehnte war Prediger Mannheim inOraudenz in Deftvreuße.r wirksam tätig. Anläßlich seines 2öjährigen Jubiläums wurden ihm dort große Ehrungen zuteil. Zwei Jahrzehnte war er Vorsitzender des Vereins jüdischer Religionslehrer und Kantoren Westpreußens und gehörte dem Vorstände des jüdischen uehrerverbandes an, wo er insbesondere als Lehrer der Kulnrsbeamtenkommifsion wirkte. Infolge der Umwälzung gab er seine Tätigkeit in Graudenz auf und ist seitdem in Osterode als Prediger und Neligionslehrer tätig. Wir wünschen dem treuen Vorkämpfer für Deutschtum und Judentum noch viele Jahre segensreichen Wirkens. — Der Vorsitzende unserer Ortsgruppe Halle, Rechtsonwalt Kurt V a u ch w i tz, feiert am 27. Januar seinen 50. Geburtstag. Wir gratulieren unserem Freunde herzlich. — Unser langjähriges Mitglied Hermann Hirschfeld, Kälber g. feiert am 81. Januar das 50jährige Jubiläum feinet Tätigkeit frei der Firma A. Ascher, Kolberg. de er als Gefä'ästsfünrer und Prokurist leitet. — Kürzlich,verstarb Vankdirektor Abraham G u in b c t, Heitbronn a N., im Alter von 78 Jahren. Wir verlieren in ihm einen treuen Anhänger unserer Bewegung. — In E o r - dach, Waldeck, starb der Mitbegründer unserer Ortsgruppe und ' eifrige Förderer unserer Bestrebungen Wolf K a tz. Wir werden das Andenken u. sercr beiden Freunde stets in Ehren halten. — Vezirksrabd-iner Dr. Hermann P i n k u s, Heidelberg, unser langjähriger Mitarbeiter, hat aus Gesund, beirsrücksichten einen längeren Urlaub antreten müssen. Zu seinem Vertreter wurde sein Reffe, Dr. Fritz Pink u s, bestellt. Geschäftliche Notizen Kommerz'enrat Hubert Underberg, der Träger eines weltbekannten Namens, blickte am 20. Januar auf das siebente Jahrzehnt seines Lebens zurück. Er ist seit vierzig Jahren Alleininhaber der Firma H. Undcrberg» Atdrecht in Rheinberg (Rhld.), deren einziges Produkt seinen Familiennamen führt. Der Wahlspruch „Semper idem" (Immer derselbe) hat sich seit 85 Jahren be» wahrt. Mit dem Stein der Weisen und dem Arcanum der Erfinder des Porzellans hat der „Undcrberg" ge. meinfam. daß feine Zusammensetzung noch heute streng gewahrtes Fabrikationsgeheimnis der Firma H. linder. berg-Albrecht ist. Man weiß nur, daß er sich aus edelsten Heilkräutern zusammensetzt, deren wirksame Bestandteile in einem Fabrikationsprozeß, der fast ein Jahr dauert, an feinstem Weinsprit gebunden werden. Die innere Fortentwicklung und die äußere Organisation des Unternehmens ist das ureigenste Werk des Jubilars. Trotz der Arbeit hatte er stets noch Zeit, neben einer vielseitigen Förderung caritativer Bestre. bangen dem öffentlichen Intcrene als Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und durch feine Tätig, keir in den verschiedensten Verwaltungskörpers6>asren. seiner engeren und weiteren Heimat erfolgreich dienlich zu sein. Trinkt Fachinger. Eine Trinkkur mit „Staat!. Fa. chingen" frischt das Blut auf und gibt Kraft und neuen Lebensmut. Allen Nervösen und lleberanstceng. len sei das Fachinger Gesundheitswaffer wärmsiens em.v'ohlen. Der Daucrkatarrh erfreut sich vieler Anhänger. Kein Win, verehrter Leser! Die meisten Menschen handeln tai'ächlich so. als könnten sie sich von ihrem Katarrh nimt trennen. Sie schüUcln ungläubig den Kopf. Doch die Sache ist gm:z einfach: Die Selbstinsekt.on wird dvrch wiederholt gebrauchte Taschentücher. die von B-trerien wimmeln, hervorgerufcn. Wie leicht könnte dies vermieden werden, nämlich durch Verwendung der hygienischen Taschentücher „Tempo"! Setbstanstek. kung dzw. Verlängerung des Katarrhs sind ausgesckionen. Dabei sind die hngienischen Taschentücher „Tempo" im Gebrauch sehr billig, jedenfalls billiger als das Waschen der Stoff-Taschentücher. Wir machen unsere Leser auf die in der nächsten Nummer erscheinenden Inserate des Erzged. Kräuter. Versandhauses, Augustusburg (Erzgeb.) 10,11, aufmerksam. Das Sestrebcn der Firma ist es, erstklassige Kräuiermittel herzustcllen, deren Fabrikation _ auf Grund jahrhundertealter Erfahrungen und überlieferter Rezepte beruht. Sie sind weniger ein Arzneimirtel gegen Krankheit als ein vorzügliches Vor» deugungsmittel. Von der Schweizerischen Lebensversicherung-, und Rrnteuanstalt io Zürich werden folgende Zahlen über di: vorläufig feftgestellun Ergebnisse des Jahres 1930 gemeldet: Neuzugang an Kapitalversicherungen 201 Mil. Urnen Fr. (Vorj. 164,8); Kapitaleinlagen für neue Rentenversicherungen 11,9 Millionen Fr. (Vorj. 9,8); Vmsicherungsbessand am Ende des Jahre an Kapital. Versicherungen 1350 Millionen Fr. (Borj. 1228), an versicherten Iahresrenten 20 Millionen Fr (Vorj. 18,1); Prämien- und Zinsen-Einnahme 103,5 Millionen Fr. (Tors. 93,3); für Versicherungsleistungen wurden im L>gelQufenen Jahre ausbezahlt 29,5 Millionen Fr. (Torf. 27.8); an Ueberfchußanteilen zur Verbilligung des Versicherungsschutzes im Einzelgeschäft und an Rückvergütungen für tzruppenversicherungen zahlte die Anstrlt aus 11,1 Millionen Fr. (Vorj. 9,6). Vor» rn.genswerte 453,3 Millionen Fr. (Vorj. 436,4). Verlag: Eentraloerein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15, Emscr Straße 42. Tel.» Adr.: „Ecntratglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30172. Hruptschristleitcr Dr. Ludwig Holländer. V:rantwort!ich: Dr. Margarete Edelheim, B rlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag briliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Hellmut Cohn, Bln.-Schlachtensee. — Druck Rudolf Masse, Berlin SW 100. teeaäsn aueä Sie si f öle ösusscIib Sltlüliariei dasProduktdeutscherTechnik. Sie finden keinen Mitarbeiter, 1 der Ihnen besser dient S I C n T @ ¥ M E IC SS0,fzüU°LmeÄn Fragen Sie nach: ii fiiSEl: ertika! Uesisterstreifen. Firmen, veldie der »C.V.-Zeitung* ihre i y SICHTOTSM G.n.b.i!., BEP1I'3 S1748 Wilhelmstrass© 37/38. Drahtwort: Sichtothek. beilegen liessen, haben uns wiederholt dcnErfolg dieserPropaganda bestätigt. Ueber die Beilagebedingungen gibt die Anzeigcnverwaltung der „C.V.- Zeitung*, Berlin SW 100, oder Jedes Büro d er Annonccn- Expedition Rudolf Mosso unverbindliche und kostenfreie Auskunft m\ijfam; ^ksfr CSzXijQTXigrajTP l rt WalsenhLUIsiraße2. tz°u» filt relf~jß$ ('urf^R vormals LahnhofS'Holel Besitzer: Gebrüder Schumann. 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