Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 9 (1930)
- Issue
- 51 (19.12.1930)
- Date
- 1930-12-19
- Page
- Seite 666 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Minister Severing bei -er M-ifchen Mtershilfe Die Jüdische Altersbilse, Groß-Berlin, veranstaltete Sonnabend, 13. Dezember, zur Feier ibres Gründungstages einen Festabend, der in seinem Würdigen Verlaus vorbildlich für derartige öffentliche Veranstaltungen in dieser Zeit schwerer Wirtschaftskrise fein sollte. Zunächst fand unter musikalischer Leitung von Kapellmeister Fritz Zweig eine Aufführung von „Fidelio" in der Oper am Platz der Republik statt. Dann versammelte sich ein großer 5!reis der Freunde der Jüdischen Altersbilfe zunr Tee in dem Festsaal von Kroll. Die „Tombola der taufend Bücher", zu der die bekanntesten Dichter, Schriftsteller, Politiker und Gelehrten vieler Nationen Werke mit handschriftlichen Widmungen beigesteuert hatten, fand reichen Beifall, und ihr Ertrag wird sicherlich dem guten Werke wichtige Mittel eingebracht haben. Nach einer Begrüßungsansprache von Dr. Fritz Kahn hielt der preußische Innenm i n i st e r D r. Carl Severing eine Ansprache, die, der Zeit entsprechend, ernst und fern von jeder Festesfreude war. Er gab einen Ueberblick über die letzten zwölf Jahre deutscher politischer und wirtschaftlicher Entwicklung und kennzeichnete Nuhrbesetzung und Währungsverfall als die Ursachen der Verarmung auch großer jüdischer Schichten.. In dieser Zeit schwerster Weltwirtschaftskrise, wo jeder einzelne schwer zu kämpfen hat, der Armen und Abgekämpften zu gedenken, sei wichtig und unterstützungswert. Private Hilfe, so führte er aus, ist heute notwendiger denn je, da die Finanzen von Reich und Ländern von der Krise stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Die selbst von den Gegnern gerühmte „jüdische Solidarität" möge das wichtige Werk der Altershilfe fördern und gleichzeitig beispielgebend für unser ganzes deutsches Volk, das in den nächsten Monaten einer schweren Belastungsprobe ausgesetzt sein wird, sein! „Wenn wir diese Belastungsprobe bestehen,". so schloß er, „dann wird das deutsche Volk einer besseren Zukunft entgegengehen. Ms dahin helfen Sie den Schwächeren und Aelteren." Vr. M, E. Kleine Chronik Am 22. Dezember feiert Heymann Schiller, Berlin- Schöneberg, seinen 90. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. — Unser langjähriges Mitglied Hugo Seelig, Schwedt a. O., wird am 19. Dezember 70 Jahre alt. Wir gratulieren unseren Freunden herzlich. — Kürzlich verstarb ln O t t b e r g e n, Kreis Höxter, Abraham Schönb a ch im Alter von 77 Jahren. Die gesamte christliche und jüdische Einwohnerschaft gab dem Verstorbenen die letzte Ehre. — Der Verein zurFörderung ritueller Speisehäuser e. V., Hamburg, gibt einem übersichtlichen Kalender einen Fragebogen bei, den auch Nichtmitgl.oder des Vereins beantworten sollen. — Im November 1930 ist das erste Heft des 1. Jahrgangs der Zeitschrift „Nach Lath Zwi" im Verlag von David Droller. Frankfurt a. M., erschienen. Das Heft enthält neben einem Geleitwort eine Reihe wichtiger Aufsätze über lebenswichtige Fragen des Judentums. Niederlassrntgsmöglichkeiten Nr. 288. Für Dentisten in kleinem Orte Württembergs mit gutem Hinterland. — Nr. 289. In Kleinstadt der Grenzmark für praktischen Arzt. — Nr. 290. In nordbayerischer Kleinstadt für Arzt, möglichst Chirurgen. — Auskunft durch die Geschäftsstelle des Centralvereins, Berlin W 15, Emfer Straße 42. Bäder Nachr ichten Bad Flinsberg, ein besuchter Winterspovtplatz, der wohl 2000 Wintergäste im Kurhause, den Hotels und Fremdenheimen aüfnehmcn kann, verzeichnet für Geth» nachten/Neujahr schon jetzt lebhaftere Wohnungsbestellungen .als im Vorjahre, Tas Kurhaus hat seine Piorten bereits gcö.fnet unter Leitung des Herrn Franz Müller (Frankfurt a. Main), der zuletzt Gefchäftsführ?r auf der Schneekoppe, vorher als Direktor in großen Hotels des In- und Auslandes tätig war. Neben hervorragender Verpflegung ist für Unterhaltung der Gäste durch die Willy Gastfche Tanz-Sportkapelle und ein reichhaltiges Wintersportprogramm Sorge getragen. Bad Weißer Hirsch bei Dresden bietet angenehmsten Winterausenthalt, der jedem Geldbeutel angepaßt werden kann. Für jeden Geschmack ist gesorgt: Die bequem erreichbare ^-ächyja-e Schweiz lockt den WintersporUer, für den Kunstfreund ist das nahe Dresden eine wahre Fundgrube, und für gesellschaftliche Veranstaltungen und sonstige Unterhaltung der Gäste hat die Kurverwaltung Weißer Hirsch bestens vorgeforgt. Ein Weihnachtsaufenthalt in Bad Eilsen ist besonders empfehlenswert, da das schöne, behagliche Badehotel alle Vorbereitungen getroffen hat, durch Konzert und Tanz die Gäste zu unterhalten. Beliebte Ausflugsorte, wie z. B Schloß Arensburg, si d von Eilsen aus bequem erreichbar, und wenn erst richtiges Winterwetter einfetzt. ist Eilsen ein Dorado für Ski- und Rodelsport. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15, Emser Straße 42. Tel.- Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 80472. Hauptschriftleiter: Dr. Ludwig Holländer. Verantwortlich: Dr. 'Margarete Edel heim. Beide Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Paul Burghardt, Charlotteuburg. Druck: Rudolf Masse, Berlin SW 100. Elsbeth Rosenberg Hans Kahlenberg Verlobte. Essen, Cäsarstr. 13 Bocholt I.W« Zu Hause So intag, den 21. Dezember1930. . - Statt Kartenl Karl Weinmann Gretl Weinmann ge'"'. Eberhardt Vermählte. Gunzenhausen hftassbach den 17. Dezember 1930. Nach kurzem, schwerem Leiden wurde uns heute meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter,Grossmutter,Schwester, Schwägerin und Tante Frau Julie Haymann geb. Rosenbusch im 54, Lebensjahr entrissen. In tiefer Trauer: Samuel Haymann Paul und Herta Kaizenstein geh Haymann Hugo und Lüy Lösser geb. Haymann Gretel Haymann und 1 Enkelkind. Düsseldorf Essen, den 10.Dezember 1930. Statt Karten S Jlse Warum Dr. med. Kurt Holzer Verlobte. Wiesbaden, Augustastr, 13 Sobernheim. Dezember 1930. Berlin Worms. Max Joseph Berlin kl»55. Metzer Str. 33. Humbolot 4003. Mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater. Grossster und Bruder Herr Alexander Bein Schuldirektor a. D. ist am 12.Dezember, am Vorabend seines 8R Geburtstages, nach schwerem Leiden entschlafen. Im Namen der Hinterbliebenen: Ida Bein geb. Dettelbach« Würzburg, London. München, Nürnberg, Frankfurt a. M.. Zürich. Wegen Auflösung meines Geschäfts. Wollwaren und KonfektionFsche fürmeine! 9jäHrige Tochter per l.Ia- Stellung in Gesä)äft oder Haushalt in rituell.Hattfe. wo Zweitmädch. vorh -nden. Off. an MasKendziorek. So!dln (H.M.). Mndas das Elternhaus entbehren muß findet liebevolle '1 flege u. Erziehung in gutem Haufe. Angebote unte N. M. 475 beförd. Nudorf Moffe. Mannheim. Das Unterzeichnete Heim für Damen der gebildetenStände sucht zum baldigen Antritt eine Leiterin < m ö g l i ch ft Jüdin) mit beruflicher Barbildung und praktischer Erfahrung. Alter etwa 35 bis 45 Jahre. 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Rat Dr. Stern; Reg.° Dr. E. Rosenberg. ßan-gekniWe Mölken. Sandgewebte Elosfe. Handweberei.Lankwltz Sedaustraße 6a. Nächster Anzeigent Sonnabend, den.20.Deze.mber,für die Nummer 52 vom 26. Dezember. la Weisswein M.0,70 laRotwein.. M.0,70 pro Liter ab hier gegen Rachn. in m. Leihfaß von 30 bis 300 Liter empfiehlt L Bayeisdörfer, WeinkeUerei Bellbeim 16 «Pfalz). yCtJRp©d seit 3bJahren anerkannt beste I iiiuiuwmiiimniiuniaiiM» 1 färbt echt und natürlich in allen Nuancen vom bellsten Blond > bis zum tleisten Schwarz Frohekarton zu 1 Portion.M. 1,85 Probeka.ton zu 2 Portionen .. M. 3 30 Crininal-Karton zu 4 Portionen M. 5,5 J M—- J.F.SCHWARZLOSE SOHNE BERLIN, Markgraferistn 26. Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Landrabb. Dr. Lewinsky. A D. Meier» Wurstfabrik \/ \ / BälI,I>r.SS JEOI, Annenstrasse 1. iTll^DX Sämtliche Wurstsorten jULajUk n erstklassiger Qua Li tat, garan- 'Kf tiert farbliaitend und im Anschnitt «»irUt grrais werdend* Spezsal.tät: la« GänsestrtJchwurst.