Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 9 (1930)
- Issue
- 46 (14.11.1930)
- Date
- 1930-11-14
- Page
- Seite 597 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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«7 Kunstreise (16. Dezbr. bis 14. Januar) nach AEGYPTE UND PALÄSTINA mit Dr. Ernst Cohn-Wiener. Palestme& Orient Lloyd, Berlin N24, Priedriclistr. 121 (Tel. I) l, No i d. 2455). straff organisierten Antisemitismus nicht mit entgegengesetzten Waffen gegenübertreten. Eine Gemeinde mit zionistischer Mehrheit würde diesen Abwehrkampf anders führen als eine liberal oder orthodox zusammengesetzte Gemeinde. Die Situation det Juden in diesem Kampf würde eine noch schlimmere werden müssen. Gegenüber diesen sicherlich nüchtern aufgezählien Bedenken wiegt das eine Plus, dass die Gemeinde die öffentlichrechtliche Körperschaft der Juden sei, doch sehr leicht. Und wer soll denn in den kleinen Gemeinden den Abwehrkampf führen? Vielleicht die drei jüdischen Geschäftsleute auf dem Lande, die auch von allen Bevölkerungsschichten abhängig sind? Nein, so man die Abwehr, wie es unbedingt auch allen C. V.-Anhängern erforderlich erscheint, nicht verstärken und erneuern. » Max Re in he im er. Zerschlagt die Gemeinde nichtl Berlin, den //. November 1930. An die Schriftleitung der „C. V.-Zeitun g\ Seit einiger Zeit habe ich hier in jüdischen Kreisen öfter die Frage aufwerfen gehört, ob es nicht zweckmässiger sei, dass an Stelle des Centralverems die Gemeinde oder der Landesverband die Abwehr übernehme. Ich schlage dann jedesmal kräftig los, weil es mir einfach unverständlich ist, wie vernünftige Menschen einem so offenkundigen Irrtum das Wort reden können. Aber das genügt nicht. Ich bin der Ansicht — und das ist der Hauptpunkt meines Briefes —, dass Sie noch deutlicher ah bisher in der ,,C. V.-Zeitung* zu diesen Versuchen, den Existenzkampf des deutschen Judentums zu untergraben, Stellung nehmen müssten. Ich weiss, dass Sie unnötigen innerjüdischen Kampf scheuen. Aber hier handelt es sich nicht um Kampf, sondern darum, dass Sie aussprechen, was ist; nämlich, dass die Versuche, den Abwehrkampf den Gemeinden aufzubürden, nicht nur den Abwehrkampf, sondern auch die Gemeinden zu zerschlagen drohen! Verstehen denn die Menschen, die diese Ideen propagieren, nicht, worum es geht? Können sie im Ernst daran denken, dass Behörden, wie es Gemeinden und Landesverbände darstellen, sich jemals in den politischen Tageskampf mischen? Warum denken sie nicht einmal an den naheliegenden Vergleich zu den christlichen Kirchenbehörden? Auch dort stehen neben dem Episkopat und neben der evangelischen Synode selbstverständlich private Organisationen, der Volksverein für das katholische Deutschland und der Evangelische Bund, die die notwendige politische und sonstige Arbeit leisten. Wem zuliebe will man diese glückliche und natürliche Arbeitsteilung auf heben? Es ist leicht zu sagen, die (?. V.-Ar beit habe nicht ausgereicht, die Gemeinden würden es besser machen. Wie denkt mm sich dieses Bessermachen? Selbst wenn man das gewichtige grundsätzliche Bedenken einmal ausser acht lässt (praktisch wird man das freilich nicht können!), so möchte ich nur wissen, wie die Gemeinden mit üll ihren bisherigen Obliegenheiten auch noch die Abwehrarbeii mitbewältigen sollen! Es ist doch einfach undenkbar, dass man ohne den eingespielten Apparat und die umfangreichen Vorarbeiten des C. V. auskommt. Wenn die Lage nicht so ernst wäre, würde ich manchmal beinahe schadenfroh werden und denken: Sie sollen s nur versuchen; die Freude am Nörgeln wird ihnen schon vergehen. Aber zu solchen Experimenten ist die Zeit wahrkajtig zu schwer. Sie dürfte nur das eine lehren: Mittun und wenn möglich: besser machen. Eva Blau. „Kult und Zorm/ Die Ausstellrrrrg im Berliner Kirnstgewerbemnsenm. Der Kunst-Dienst Dresden veranstaltet im Lichthof des früheren Kunstgewerbemuseums in der Prinz-Albrecht-Straße, Berlin, eine umfangreiche Schau moderner evangelischer, katholischer und jüdischer Gebrauchskunst. Neuzeitliches Kultgerät der Juden repräsentiert sich in Spitzenleistungen wie den Arbeiten von Emmy Roth, der Berliner Silberschmiedin, und den eindrucksvollen Schöpfungen des jetzt in Antwerpen beheimateten Künstlers Bernhard Fried Länder. Von ihm stellt die Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde Kidduschbecher, Psomimbüchsen und eine Esrogdose aus. dvCSdidtvskKjliwdfcv di© Ihnen durch plötzlicher Auftreten von Kopfschmerz, Migräne, Neuralgien oder rheumatischen Zahnschmerz ver* loren gehen, Und da müssen Sie CifrovaniHe nehmen, denn es hilft Ihnen überraschend schneit und wirkt mild und unschädlich. Tragen Sie es deshalb immer in der Tasche, das bewährte Mittel, Ihr Citrovanille. 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