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Central-Verein-Zeitung · 1930-11-07 · 45 (7.11.1930) · p. Seite 585

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
45 (7.11.1930)
Date
1930-11-07
Page
Seite 585 (sequence 9)
Language
German
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5$5 Jüdische Wahlen aa38.Nivemher! Jeder Stimmberechtigte st r eben s, an die oberste spitze in der Führung dieser Organisation gestellt. Daß ein Mann von solch umfassendem Wissen und Wirken und so klarer Umsicht auch für die B e st r e b u n g e n des Centr a l - Vereins deutscher Staatsbürger j ü d i s ch e n G l a n b e n s offenes Auge und offene Sinne hat, braucht nicht erst betont zu werden. Erst im vorigen Jahre nahm Nosenheim in einer Versammlung des C. V. in Frankfurt Einlaß, seine Stellung zum Centralverein in prägnantester Form darzulegen. Die Ausführungen waren von programmatischer Bedeutung für die Stellung der gesamten Orthodoxie zum C. V. und ihre Mitarbeit an dessen Bestrebungen. hat noch vieles von ihm zu erwarten. Zu Ehren von I a c o b R o s e n h e i m veranstalten die „Agudas-Iisroew-Gruppen Berlin am Mittwoch, 32. November, im großen Saale des Hackeschcn Hofes, Rosenthaler Straße 40, eine Feier, bei der Dr. M a x i m 111 a n L a it bau ein Charakterbild des Gefeierten entwerfen wird und ansgewählte Stücke ans den Schriften Rosenheims vorgelesen werden fallen. Die Feier wird von gesanglichen und musikalischen Darbietungen umrahmt sein. Zutritt ist frei. Der LaiulesYerband RheisiJand- Westfalen des Centralvereins hält seine ordentliche Delegicrtciitagmig' wie alljährlich am Buss- und Bettag, also Mittwoch, den 19. November d. J., in Wuppertal-Elberfeld ab. Den Ortsgruppen und Vertrauensmännern, die schon hierdurch auf den Termin hingewiesen werden, geht Sondercinladung mit Bekanntgabe der Tagesordnung zu. Scholem fifth zum 6V. Geburtstags Schalom Asch konnte sich selbst zum o0. Geburtstag nicht schöner ehren als durch eine große Leistung: der Verlag Paul Zsolnav, Berlin, bringt seinen Roman „Moskau" heraus, den Schlußband einer weitg e s p a n n t e n Trilogie, deren e r st e T e i l e „P e t e r s b u r g" u n d „Warfcha u" wir in Nr. 31 gewürdigt haben. Auf die Schilderung des rltssischen unb polnischen Judentums der Vorkriegszeit folgt nun ein großes Freskobild der russischen Revolution, voll von Gesichtern und Gesichten. Die alte Macht geht grotesk und traurig zu Ende, ihre Vertreter finden sich in Paris oder Biarritz wieder, als Chauffeure oder Lebensmittelhändler. Unsagbare Greuel der „weißen" Kosaken setzen sich in Massenerschießlmgen der Tscheka um, deren nervöser Leiter „nur dem Hohepriester eines Götzen in Babylon" vergleichbar ist . . . Die Revolution frißt ihre besten Kinder: jener Genosse Anatol, der Warschaus jüdische Textilarbeiter aufwiegelte, findet in ben Auswüchsen des neuen Systems wieder zur Idee der Gerechtigkeit Zurück, und der Held selbst, der die neue Zeit mit Vkafchinengewehren schaffen half, kehrt krank und ernüchtert in das kleine Warschauer Lehrhaus zurück, wo die Kleinarbeit des Tages. und eine müdgewordene Braut wartet. Denn im Grunde ist nur dieses Lehrhaus bestehen geblieben . . . —oll. Aus der Arbeit des CenkralVerems Unsere Pflicht zur Bereitschaft Eine Liber füllte C. V.-Versamrrrlimg irr Königsberg Am Montag, den 27. Oktober, sprach in einer von der Ortsgruppe Königsberg veranstalteten Gemeindeversammlung in der überfüllten Aula des Löbenichtschen Realgymnasiums der stellvertretende Syndikus des C. V., Dr. Alfred H i r s ch b e r g (Berlin), über das Thema: „Unsere Pflicht zur Bereitschaft". Nach einleitenden Worten des Ortsgruppenvorsitzenden und Hauptvorstandsmitgliedes, Geheimer Medizinalrat Professor Dr. F a l k e n h e i nt, nahm Dr. Hirschberg das Wort, um in einstündigen Ausführungen zur Lage der Inden Stellung zu nehmen. Der Redner untersuchte eingehend die psychologischen und soziologischen Ursachen des Anwachsens des Nationalsozialistnus und entwickelte die Gesichtspunkte, die in B e r ü cksi ch t i gi r n g dieser U n ters u ch 1111 gs c r ge bnisse für die Arbeit des C. V. maßgebend sein sollten. In unserer künftigen Arbeit müsse positiv dargestellt werden, was das Judentum sei, was es für die Allgemeinheit bedeute und wie der jüdische Mettfch in Deutschland 31t denjenigen Fragen stehe, die das deutsche Volk als Fragen seiner nächsten Zukunft beschäs tigten. Die „Königsberger Hartnngsche Zeitung" würdigte die Ausführungen Dr. Hirschdergs in einem sehr eingehenden Bericht. K.S. Sandesverbandskagung des E. V. in Oberschlesien Sonntag, den 2. November, fanden Gleiwitz unter Leitung von JnstizratDr. ^kalter die Hauptversammlung des Landesverbandes Oberschlesien statt, die außerordentlich stark besucht war. Selbst kleine und entfernt gelegene Gemeinden hatten ihre Vertreter entsandt. Namens des Vorstandes und der Repräsentanten der Gle'iwitzer Synagogengemeinde begrüßte Justizrat K 0 ch m a n n die Versammlung. Nach enteilt von der Versammlung stehend angehörten Nachruf für die im Laufe des letzten Jahres verstorbenen Mitarbeiter und Mitglieder, referierte Herr Rechtsanwalt L e n t s ch ü tz aus H i n d e n - bürg über die bevorstehenden Wahlen zum Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. Der Redner wurde nach einer längeren Aussprache beauftragt, bei den am gleichen Tage noch stattfindenden Verhandlungen eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Einigung zwischen den verschiedenen Parteien herbeizuführen. In einem längeren Vortrag: „Was steht aus dem Spiel?" analysierte dann der stellvertretende Syndikus Schweriner (Berlin) die gegenwärtige politische Lage. Er zeigte die aus ihr erwachsenden Aufgaben für die nächste Zeit aus und berichtete über die von der Zentrale getroffenen Maßnahmen. Nach ihm sprach der Geschäftsführer Statt Bettruhe - Beweaimaslreilieit Nach diesem bewährten Grundsatz behandeln wir seit 6 Jahrzehnten mit bestem Eifolg: Wirbel- und Gelenkentzündungen, Deformationen, angeborene Hüftgelenkluxation, besonders nach erfolgloser Einrenkung, Kontrakturen aller Art, Folgen der Kinderlähmung, Rückgratverkrümmung. Die schöne ruhige Lage unseres Sanatoriums inmitten ausgedehnter Parkanlagen und vorzügliche Verpflegung sorgen gleichzeitig für Hebung des Allgemeinbefindens unserer Patienten- Ausführlicher Prospekt E. Hofrat Friedrich vua Hessingsie Orthopädische Heilanstalt Leitung: üeorg Hessing, Generaldirektor, Dr.med. G. Hessing, Facharzt für Chirurgie lugsM-GiiMiMi Fernsprecher Nr. 36 und 3903. — Drahtanschrift: Hessing Göggingenbayern HKUwLk-Ichh. geschmackvolle Muster, mit vu ohne Moauszur-Spiel. , rotzverfarw Roauszur für Klavier und Gesang .. 60 Pf. u.1 RM. Trenderchen 50,75.1,-3,50. Chanukathealer Seelig, Feste des Jahres, 9 Kinder, 1,25 RM. / Billchen u.Tillchen, 3 Kinder, 1,— RM. 1 Chanuka im Puppenladen, 5 Erwachsene, 16 Kinder, 1,25 RM. Böhm, Schmul d. Schnorrer, 1 Dame, 3 Herren, 1,25 RM. I Jüdische Kinderspielsachen, Lotto usw. Liste gratis. Buchhandlung Grünebaum. Kassel. Ia Weisswein M. 0,75 IaRotwein.. M.0,75 pro Liter ab hier gegen Nach«, in m. Leihfaß von 30 bis 300 Liter empfiehlt ]. Bayersdörfer, Wemketlerei BellheiwISlBfalz). iimiiiiiiiiimiiiiiiiniiiimiHiiitmimi TEMPINO geschützter Name für Pinobad Marke „TEMMLER“ Hochkonzentriertes, kombiniertes, nromntiscHes Edeltannen-Lntsttien- Kleter-FUhtennadel-Bad für Nervöse u. Riieumaleiriemie. 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