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Central-Verein-Zeitung · 1930-10-03 · 40 (3.10.1930) · p. Seite 533

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
40 (3.10.1930)
Date
1930-10-03
Page
Seite 533 (sequence 9)
Language
German
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533 Ursprung". Bis ins höchste Wer war Geheimrat Pasch.mit seinen Forschungen beschäftigt. Die Erinnerung an diesen großen Menschen und an den schöpferischen Forscher wird nicht vergehen. Dr. 8. Weinberg. Eine stattliche Trauergemeinde versammelte sich am 24. September in der jüdischen Abteilung des neuen Friedhofs, um von dem verstorbenen Freunde und Kollegen Abschied zu nehmen. Nach formvollendeter, gedankenreicher Rede des Provinzialrabbiners Dr. Sander trat der Rektor der Landesuniversität, der mit einer ganzen Reihe von Professoren und Dozenten erschienen war, Professor Dr. E g e r, in Amtstracht an den Sarg und gab in ergreifenden Worten der Trauer der hessischen Landesuniversität um diesen bedeutenden Gelehrten Ausdruck. Mehr als 41 Jahre sei Moritz Pasch mit der Universität eng verbunden gewesen, und nicht zum wenigsten habe seine Tätigkeit als Gelehrter und Forscher dazu beigetragen, das Ansehen der Alma Ludoviciana in der Welt zu erhöhen. Die Universität werde Moritz Pasch nie vergessen. Danach pries der Dekan der philosophischen Fakultät, Professor Dr. Vansel v w, die Bedeutung des Entschlafenen als Mann der Wissenschaft. Nach ihm sprach noch der Dekan der natrrrwissenschastlichen Fakultät zu Frankfurt a. M. Er erinnerte daran, daß die beiden Universitäten Frankfurt und F r e i b u r g Moritz Pasch au seinem achtzigsten Geburtstage durch die Ernennung zum Dr. h. c. geehrt hätten, und hob dervor, welch ein inniges Verhältnis zwischen der Fakultät und Moritz Pasch bis in die letzten Pensionspreis von füt 8,50 an. Aerztliche Behandlung auf Wunsch. NeuevFernrufRr.7342. Prospekte. Monate hinein bestanden habe. Zum Schlüsse seiner ergreifenden Ansprache legte er einen Kranz am Sarg enieder, dessen schwarzrotgoldene Schleife die Inschrift trug: „Dem Freunde! Dem Vorbild!" Marx (Giessen). Kleine Chronik Unser eifriger Mitarbeiter, Direktor Alex B l u m e n a u (Elberfeld), feierte kürzlich seinen 60. Geburtstag. — Am 4. Oktober feiert in voller geistiger und körperlicher Frische unser treues Mitglied Siegfried L i n d h e i m (Rennertehausen) seinen 70. Geburtstag. — Kürzlich beging unser seit Gründung dein Verein angehörendes Mitglied Sanitätsrat Dr. Bruno B o e h m (Schöneberg) seinen 70. Geburtstag. — Seinen 50. Geburtstag feierte kürzlich der verdienstvolle Kaffenrevisor des Landesverbandes Ostpreußen und der Ortsgruppe Königsberg, Max L i t t w a ck. Wir gratulieren unseren Freunden herzlichst. — In Halle verschied Frau Julie Beer, die sich in Königsberg als Führerin der Vaterländischen Frauenbewegung großes Ansehen erworben hatte. Wir werden ihr Andenken stets in Ehren halten. — Zum Gedächtnis von Karla Nassauer aus Frankfurt a. M., die am 27. August 1929 im Alter von 24 Jahren verstorben ist und sich trotz ihres jagend-; lichen Alters als Sinologin in hervorragender Weise betätigt hatte, ist von ihren Eltern am 27. August 1930 eine. S t i f tung zur Förderung o st » asi a 1 i s ch e r K u n st errichtet worden. Junge .jüdische Studierende der ostasiatischen Kunst sollen alljährlich ein Stipendium aus dieser Stiftung erhalten. Bewerber oder Bewerberinnen für dieses Jahr'werden gebeten, sich bis zum 1. November 1930 an die Gesellschaft für ostasiatische Kunst, zu Händen von Dr. William Cohn, Berlin SW 11, Prinz Albrechtstraße 7, zu wenden. — Der Bezirk der Synagogengemeinde Oranienburg ist durch Verfügung des Regierungspräsidenten in Potsdam mit Wirkung vom 1. Juli 1930 mit der Synagogengemeinde Oranienburg vereinigt worden. Die Üebergab-e fand am Sonntag, 21. September, statt. — Die „Pirmafenfer Zeitung" vom 25. September bringt zum 83. Geburtstag unseres Mitgliedes Isidor L e v y in Thaleischweiler einem Artikel, in dem es heißt: Der letzte Veteran 1870/71 von Thaleischweiler, Isidor Levy, begeht morgen in geistiger Frische und verhältnismäßig körperlicher Rüstigkeit seinen 83. Geburtstag.' L. ist am 26. September 1847 zu Wallhalben geboren. ..Er erlernte bei feinem Vater das Blechschmiedehandwerk, das in dieser Familie traditionell ist, denn vier Generationen waren Blechschmiede. Vor dem 70er Kriege war Levy einige Jahre in Amerika zur handwerklichen Weitcrausbildung, ebenso aus gleichem Grunde längere Zeit in Frankreich. Den Feldzug 1870/71 machte er beim 5. Bayerischen Jägerbataillon mit. Bon seiner Teilnahme der Schlacht bei Sedan, dem Gefecht bei Bagneux (13. Oktober 1870) und dem Ausfallgefechte von Paris erzählt er heute noch Einzelheiten. Im Jahre 1874 machte er sich in Thaleischweiler selbständig und betrieb sein Handwerk noch bis vor wenigen Jahren." — Das Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe Hamburg Martin Enge l, Direktor der Danatbank, feierte am 1. Oktober fein fünfundzwanzigjähriges Geschäftsjubiläum. Wir gratulieren dem verehrten Freunde. — Die Firmt Raff & Söhne G. m. b. H., Augsburg, gab anläßlich des 100jährigen Neu! Ne«! Preuß.öüdd. 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