Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 9 (1930)
- Issue
- 39 (26.9.1930)
- Date
- 1930-09-26
- Page
- Seite 522 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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habima spielt Gutzkow Nachdem Gutzkow schon selbst bei der Umwandlung seiner Novelle „Der Saduzäer von Asterdern" zum Schauspiel „Uriel Acosta" wesentliche Motive der Handlung — vor allem den Schluß — verändert! batte, spielte Habima in Fortsetzung ihres Berliner Gastspiels eine dritte von M. L i s ch - w i tz bearbeitete Fassung, die das Drama zu einer recht simplen Eifersuchtstragödie abbog. Als dieses erste deutsche Drama, das ein nichtbiblisches jüdisches Problem behandelt, Weihnachten 1846 in Dresden bei der Uraufführung demonstrativ gefeiert wurde, ließ Friedrich August von Sachsen die Wiederholungen verbieten. Erst nach Fürsprache des gelehrten Kronprinzen Johann wurde eine etwas veränderte Fassung wieder zugelassen. Gestern abend stierte man von neuem die Schauspielkunst der Habima, die sich jenseits aller Schwächen des Gutzkowschen Stückes bewährt hat. Die innerlich glühende Gestalt von L. W a r s ch a w e r s Acosta, die stillverhaltene Judith der A. Rowina, Zwi Friedlands phantastischer Shlva werden noch lange vor unseren Augen stehen. Vor allem aber jene Szenen, in denen sich die Handlung zum Tänzerischen weitete, in denen, unterstützt von Karl R a t h >a u s Musik, die Regiekunst G r a n o ws k i s wiederum stärkste Momente schuf. — Durch diese Aufführung der Habima, die sich wiederum mehr dem Quell ihrer eigentlichen Kraft näherte, wurde aber auch mit erstaunlicher Deutlichkeit sichtbar, wie vertraut Gutzkow mit jüdischen Gebräuchen war. Dieser „Uriel Acosta" ist interessant als historische Reminiszenz, als Ausdruck einer Zeit, in der auch das Judentum Ketzergerichte kannte, als lebendiger Geist der Habima wird er jedoch nicht zeugen, da ihm der Atem der Größe fehlt. Hans Oppenheimer. Meine Chronik Das Mitglied unserer Ortsgruppe Werne a. d. Lippe Metzgermeister Hermann Heima n n beging am 21. September seinen fünfundfiebzigjährigen Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar, der seit 45 Jahren dem Vorstande der jüdischen Gemeinde in Werne anaehört, einen gesegneten Lebensabend. — Unser langjähriges Mitglied Albert Kalb (Sorau) begeht am 3. Oktober seinen 80. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. — Unser treuer Mitarbeiter Justizrat Rudolf Hahn (Berlin) feierte vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren herzlichst. — Lehrer ©ublo.it (Dülmen) kann auf sein 40jähriges Jubiläum als Leiter des dortigen Gesangvereins zurückblicken. Wir beglückwünschen unseren Freund herzlichst. Geschäftliche Notizen und Gäöernachrichten Wildbad im Schwarzlvald. Die nach dem 31. August eintreffenden Fremden zahlen ermäßigte Kurtaxe. Vom 16. September ab gelten wieder wie in den letzten Jahren die beträchtlich billigeren Herbstpreise für Thermalbäder. Auch die Zimmer- und Pensionspreise sind billiger als während der Hauptfrequenzzeit. Verbesserte Verbindungen nach Bad Elster. 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Drei Monate nach dem Heimgange seiner treuen Lebensgefährtin verschied in seinem 82. Lebensjahre unser lieber, treusorgender Yater, Schwiegervater und Gross vater Salomon Stein Mitkämpfer im Kriege 1870/71 Ehrenmitglied des R. J. F., Ortsgruppe Alsfeld Hessen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Leopold Stein. Alsfeld, Bleicherode, Dresden, Meiningen, 15. September 1930. Jfl der 36./2 62. Preuss.-Sudd. StaaMofferie werden in den 5 Klassen jetjl' aii.gejpie!» 348000 Gewinn» und 2 Prämien mil nahezu .Millionei I Reichsmark davon 2 Hö<hs!qewinne ll § 1 de» Plane» von 2000 000. 1000000 Am!!. Plan grali» und franko, wo* .aus jedermann sich von der veN «nehrlen und verbesserten Gewinnchance überzeugen kann. Ziehung 1.Klasse:24.«2S0kl Original-Lose bisrzu achtel,| viertei l halbe,jgawzgjlbppellas« i>:Mk i tö.'MK I Ztt'MJtmJrMfa S0.'w empfiehlt und versende! die Slaal!.-Lotterie- Einnahme Friedrich Müller, BERLIN S. W. 19 Jerusulemerstr.18 «SitVliMS'Siisa für 2 Knaben oder Mädchen ab 1. 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