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Central-Verein-Zeitung · 1930-09-12 · 37 (12.9.1930) · p. Seite 490

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
37 (12.9.1930)
Date
1930-09-12
Page
Seite 490 (sequence 10)
Language
German
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490 Städten, in denen sich die Juden damals schon genau so als Blutsauger niedergelassen hätten, wie das heute in allen Ländern der Fall sei. Es sei deshalb ein Wahnsinn zu glauben, der Arier Jesus habe sich mit seinen Lehren an die Juden seiner Zeit gewandt, wie das bedauerlicherweise heute noch in den Evangelien zu lesen sei. In Wirklichkeit sei Jesus stets der augesprochenste Gegner des Judentums gewesen. In Palästina sei er nur ausgetreten, um die dort besonders gefährdeten reinen Seelen der in die jüdische Gesetzesreligion verstrickten A r i e r zu retten. So seien die ersten, die ihm folgten, seine Jünger, alle, mit Ausnahme des jüdischen Kassierers Judas, Arier gewesen. Der Nrbericht 'sei aber von jüdischen Schriftstellern so überarbeitet worden, dah die kräftigen Stellen, in denen der Gegensatz klar hervorgetreten war, heute stark abgeschwächt erscheinen. Aufgabe einer ernstgemeinten Wiederherstellung des Urberichts müsse es darmm sein, alles in den Evangelien zu streichen, was auf jüdisches Schrifttum Bezug nimmt oder eine Anerkennung der jüdischen Lehre bedeutet. Rücksichtnahme auf den überlieferten Text wäre nur Schwäche. MuH der kritische Verfasser schon einmal Zugeben, daß das Alte Testament doch manches Gesetz enthält, das von den Evangelien übernommen wurde, so fügt er sofort hinzu, Mose habe diese hochwertigen Anschauungen von den — Arieren gestohlen! Dagegen ist er selbst nie verlegen, wenn es gilt, Meinungen, die Jesus nach arischen Grundsätzen hätte sagen müssen, im heutigen Text aber leider nicht stehen, schamvoll zu ergänzen. So wiederholen sich z. B. Wendungen wie: „Angriff und Kamps muH sein", in diesem Reuen Testament sehr oft. Es soll damit der Meinung begegnet werden, als ob Jesus die Allmenschenliebe gelehrt habe. Unter dem „Nächsten", den das Bibelwort zu Xtebeu gebietet, sei nur d e r Mensch zu verstehen, der ins Reich Gottes zu kommen strebe, nicht also der Jude, der ja ein Kind der Bosheit und ein Geschöpf Beelzebubs ist. „Mit den: Gegengöttlichen gibt es nicht Versöhnung, sondern das Schwert. Wir sagen: „Kampf bis aufs Messer." Hilfsbereitschaft darf es nur unter Brüdern - Gotteskindern geben, dem Juden, als dem Erzfeind des Lichtes, aber muß man „die Faust unter die Nase halten". Das ist wohl ziemlich deutlich! Es kommt aber noch besser. Falsch wäre es auch, so wird weiter erklärt, das Liebeswort, das Jesus von den Kindern gesagt hat, etwa auch auf jüdische Kinder auszudehnen. So wenig es ein Allmenschentum geben darf, so wenig ein Allkindertum; man müsse endlich Schluß machen mit der K i n d h e i t s d n s e - lei ohne Unterscheidung. ‘ Mit der jüdischen Brut dürfe man kein Mitleid haben, denn „aus einem jungen Ferkel wird später immer und regelmäßig eine alte Sau". _ Sind solche Anschauungen und Sahprägungen auch „nordisch", religiös und geschmackvoll sind sie gewiß nicht. Wir müssen es uns versagen, in diesem Zusammenhang auf die Beleidig u n g e n einzugehen, die in diesem Buch iik gehäuftem Maße gegen die ch r i st - l i ch e n Lehrmeinungen und Jnstitlltionen geschleudert werden, Damit mögen sich die Kirchen der verschiedenen Bekenntnisse auseinandersetzen. Nur eine ungeheure Beschuldigung und eine unglaubliche Beschimpfung, die uns Juden besonders hart treffen sollen, seien zum Schluß noch ausdrücklich fest geh altem. Pilatus, der als Arie r dem Arier Jeftls weitgehendes Verständnis entgegengebracht haben soll, sei am Tode Jesu völlig unschuldig. In Wirklichkeit habe der römische Statthalter den Angeklagten freigelassen, die Juden seien dann über ihn, ohne einen rechtlichen Grund zu Haben, hergefallen, und hätten ihn zur Richtstätte geschleppt, und „dann schlugen sie (d i e Jude n) ihn ans Kreuz" (so im „Urbericht"). In der Anmerkung wird zwar zugegeben, daß die Kreuzigung die bei den Römern übliche Verurteilung von Schwerverbrechern war, diesmal sei sie aber von den Juden benutzt worden, um die Verhöhnung des Verurteilten um so grausamer gestalten zu können. Die Wsicht dieser ungeheuerlichen Geschichtsverdrehung ist klar — den Juden soll ein „glatter Mord" unterschoben werden. Die gemeinen Schmähungen, die in diesem Buch dann gegen den Gott des Alten Testaments, den „Teufel Jahn", vorgebracht werden, wären ausreichend, um den Verfasser in ein Verfahren wegen Gotteslästerung zu verwickeln. Schrittlicbe Bestellungen werden prompt erledigt Bei Aufträgen nacti auswärts vergüten wir für je 20 M. 80 Pf., die nur fürPorto bzw. 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