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Central-Verein-Zeitung · 1930-07-11 · 28 (11.7.1930) · p. Seite 377

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
28 (11.7.1930)
Date
1930-07-11
Page
Seite 377 (sequence 13)
Language
German
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377 wen. Saalheimer prüft sie, klärt sie und kommt insbesondere zu dem Ergebnis, daß ein solcher Verband nur durch Verleihung öffentlichrechtlichen Charakters gewinnen kann. Vielfach herrscht bekanntlich die Auffassung, daß er schon durch seine Begründung öffentlich-rechtlichen Charakter annimmt. Generalsuperintendent a. D. Professor D. Klingemann (Bonn): „R a s s e und Volkstum in i h r e m Verhältnis zu Religion und Glauben". Druck und Ausgabestelle: Schrepper u. Co., Essen. 1929. Im Selbstverlag der Rheinischen Missionskonserenz. Verfasser hat jetzt nach dem Erscheinen von Günthers „Rassenkunde des jüdischen Volkes" hoffentlich eingesehen, daß die Worte, die er in feinen hier veröffentlichten Vorlesungen ausgesprochen hat: „Nicht übergangen werden darf das Judentum als Rassenproblem. Ich muß es Günther Zur Ehre anrechnen, daß er diese Frage, die er nunmehr unter Ausscheidung aus seiner deutschen Rassenkunde gesondert behandeln will, frei von aller Gehässigkeit erörtert. Er findet sogar Worte besonderer Anerkennung für das Blut- und Rassebewußtsein des jüdischen Volkes. Nur daß wir auch hier uns hüten sollten, von einer jüdischen oder semitischen Nasse zu reden", sehr zu Unrecht von ihm ausgesprochen worden sind. Die Bedeutung der Vortrüge liegt darin, daß sie einen Versuch darstellen, die völkischen Lehren mit den Missionsgedanken in Einklang zu bringen. Ob die hier gegebene Lösung in allem dem Geiste des Christentums entspricht, mögen andere entscheiden. . Harry Torczyner: „Die Bund es lade u 11 b d i e Anfänge der R e l i g i o n Israels". Zweite Auflage. 1930. Philo- Verlag. 80 Selten. Broschiert 1,60 Mark. Die Bundeslade im Heiligtum Israels ist der Ausgangspunkt der Abhandlung; an diesen Ausgangspunkt schließen sich Untersuchungen an über Probleine der Frühzeit israelitischer Religion. Es liegt im Wesen solcher religionsgeschichtlichen Untersuchungen, daß sie nicht mit der Sicherheit. mathematischer Beweisführung gchandhabt werden können, daß daher manches hypothetisch bleiben muß. So bleibt denn auch manches, was der Verfasser als Ergebnis dieser Untersuchung herausstellt, fraglich, vor allein sein Versuch, die Grundbedeutung des Namens JHWH anzusetzen, daß dieser nämlich, ehe er zum Eigennamen wurde, den Donner selbst, das Getöse des Donners bedeutet habe. Und gleich hypothetisch bleiben die Ausführungen über die. Identifizierung der Wolken- und Feuersäule mit vulkanischen Erscheinungen, denen das Israel der Wüste suchend nachgegangen sei, weil es in ifjncn seinen Gott verborgen glaubte. Die Grundthese Torczyners ist, daß die Bundeslade mit dem ihr aufgesetzten Deckel, der Kapporet, nicht ein einheitliches Gerät bildete, sondern daß dieser Deckel mit dem Cherubim eine symbolische Darstellung des in der Gewitterwolke sich vollziehenden Einherfahrens der Gottheit gewesen sei; in der Gewitterwolke glaubte man den Gott »kll 5" wissen, der Israel aus Aegypten geführt hatte. Die Erklärung der Kapporet kann inan im Grundsätzlichen als geglückt und aufschlußreich bezeichnen; allerdings bedarf cs noch der Aufhellung, ob dieses naturhafte und als solche des sittlichen Gehalts ^entbehrende Sein Gottes auch für die früheste ^-tnfe israelitischer Religiosität ausreiche. Auch ^wenn inan in dem Gottesgedanken Israels Stufen der Entwicklung anerkennt, wird rnan ihm kaum gerecht, wenn man ihn nicht von Anfang an ans der Sphäre des Naturhaften herauswachsen läßt. — Als geglückt wird inaii ferner die Sinngebung und Textgestaltung der Ladesprüche in 4. Mose, Kapitel 10, 35—36, empfinden, jener zwei Verse, die heute das Ausnnd Einheben der Thora einleiten. Torczyner zeigt auf, daß sie als Einheit zu denken sind, beide gesprochen, um beim Aufbruch des die Fahrt Gottes symbolisierenden Gerätes Gott gleichsam zur Fahrt aufsordern. Sie lauten nach ihm: „Aus, JHWH, daß sich zerstreuen deine Feinde und deine Hasser vor dir fliehen! Sitz auf, JHWH der Heerscharen, der Tausende Israels." Besonders wertvoll sind in dem interessanten Büchlein die Untersuchungen über die Bedeutung mancher dunklen Worte; sie bringen eine erwünschte Bereicherung des lexikalischen Verständnisses allen hebräischen Sprachgutes. r Ratschläge iftr die Schönheitspflege auf der Reise 1. 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