Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 9 (1930)
- Issue
- 26 (27.6.1930)
- Date
- 1930-06-27
- Page
- Seite 349 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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m Führung der russischen Pogrome im Spiele gewesen ist. Bergsträsser: „DasFrankfurterParl am ent". 1929. Frankfurter Societätsdruckerei G. m. b. H., Abteilung Buchverlag, Frankfurt a. M. Nur für den von besonderer Bedeutung, der Zeit und Mühe gerade auf das Studium der Frage der Einzelheiten des Frankfurter Parlaments verwendet. Der Feststellung Gustav Hallbauers sei gedacht, die er unter dem 21. März 1849 niederlegte: „Riesfer: Die großartigste Rede unter allen. Die Aufmerksamkeit steigert sich, zuletzt allgemeiner Enthusiasmus, selbst auf den Galerien, Riesfer wird umarmt." Hermann Stegemann: „Erinnerungen aus meinem Leben und aus meiner Z e i t". Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Berlin und Leipzig. 1930. Dieses Werk, das in seinem ersten Teil die Lebensgeschichte des bedeutenden Schilderers des Weltkrieges und berühmten Tagesschriftstellers enthält, schildert uns den Lebensgang eines Mannes, der im besten Sinne des Wortes liberal ist, liberal gedacht hat und in einer Gesellschaft lebte, der in besonderem Maße jenes Fluidum fehlte, das heute sich als blutgebunden, völkisch bestimmt, Rassenzusammenhünge ausstöbernd aufweist. Man ist beglückt, wenn man sieht, daß es vor kurzer Zeit eine Zeit gegeben hat, in der die Menschen nach der menschlichen Seite gewertet wurden und der alles dasjenige fehlte, was heute unser Leben in zunehmendem Maße vergiftet. Dr. Sigmund Neumann: „Die Stufen des preußischen Konservatismus". Berlin. Verlag von Emil Ebering. 1930. Auf diese außerordentlich wertvolle Studie, deren eingehende Würdigung in diesen Blättern Vorbehalten wird, sei hier nur kurz hingewiesen, weil sie dem, der sich in der Sommerruhe mit den Ideen unseres heutigen Parteiwesens vertraut machen will, schon jetzt angezeigt werden muß. Sie verdient, in Ruhe gelesen zu werden. 3. Philosophische und soziologische Werke. Rabbiner Dr. Chone: „ N a ch m a n i d e s Verlag: I. Bulka, Nürnberg. 1930. Rabbiner Dr. Chone schildert den verehrungswürdigen Nachmanides in einer Form, die auch dem weniger Gebildeten die starke Persönlichkeit und die umfangreiche Denkarbeit über alle Lebensgebiete nahebringt, die der große jüdische Gelehrte des frühen Mittelalters gehabt hat. Für Jugend und Alter ein lehrreiches Buch. Bedeutsam die Darlegung über das strenge Verbot der jüdischen Religion über den Genuß des Blutes in jeglicher Gestalt. Karl Joel: „Wandlungen der Weltanschauung". Verlag von I. C. B. Mohr (Paul Siebeck). Tübingen 1928. In gewaltigem Ausmaße bietet Professor Karl Joel, der Sohn des verewigten Hirschberger Rabbiners, einen Ueberblick über die Wandlungen einer Weltanschauung. Kurz, eine Kulturgeschichte der europäischen Gedankenwelt. Die glänzende Darstellung, die in allen Teilen ein überreiches Maß an Anregungen gibt, ist besonders vertieft in denjenigen Abschnitten, die sich mit dem Organismusprinzip und der spekulativen Geistesprüsung des 19. Jahrhunderts befassen. Sobald der Zweite Band beendet ist, nmß eine eingehende Würdigung dieses weltbedeutenden Werkes, gerade vom Standpunkt des Eentralvereins aus, einsetzen. Dr. Albert Lewkowitz: „Das Judentum und die gei sti gen Strömungen der Neuzeit". Bd. I. Renaissance. Verlag M. & H. Marcus, Breslau. 1929. Bd. II. Aufklärung. Verlag W. Jacobsohn, Breslau. 1929. Dr. Lewkowitz hat einen neuen Weg beschritten, indem er die nichtjüdische mittelalterliche und neuzeitliche Philosophie in Beziehungen zum Judentum setzte und insbesondere das Spinoza-Problem, das immer noch Gegenstand besonderer Forschungen sein muß, von der wissenschaftlichen Erkenntnis der Gegenwart aus beleuchtet. Lewkowitz führt aus, daß Religion nicht ein Versuch sein kann, die Welt zu erklären, „das muß ich der Wissenschaft überlassen. Im religiösen Bewußtsein enthüllt sich der unvergängliche Zusammenhang des sittlichen Wesens des Menschen mit dem überwältigenden Gotte der Liebe und Gerechtigkeit". Gerade für einen großen Teil der wissensdurstigen jüdischen DER ANKER. Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft Direktion für das Deutsche Reich, Berlin W8 Mohrenstrasse 6. / Gegründet 1858. Alleinige Vertragsgesellscliaft mehrerer Organisationen und Wohlfahrtsinstitute. Weitestgehende Begünstigungen für die Versicherungsnehmer und die Organisationen. 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