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Central-Verein-Zeitung · 1930-06-20 · 25 (20.6.1930) · p. Seite 336

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
25 (20.6.1930)
Date
1930-06-20
Page
Seite 336 (sequence 12)
Language
German
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S3b ständigen. Die Vorgänger der eleganten, rokokofrohen Porzellanschöpfungen waren in Deutschland jene reizvollen Fayencen, in denen man zuallererst das chinesische Porzellan — vergeblich — nachzuahmen suchte. Zeitlich an erster Stelle stehen die Fayencefabriken von Frankfurt und Hanau, die den gesamten deutschen Markt mit Fayencen versahen. Es gibt aus der Hanauer Fabrik einen blaubemalten Teller, der sich hellte in der bekannten Keramiksammlung von Negierungsrat Clo o s in Nidda a. Main befindet, und der um die Mitte des 18. Jahrhunderts für den jüdischen Haushalt bestellt war. Die Fayence, die im Fond die behördliche Inschrift „Für süße Milch" trägt, und die Dr. E. Zeh in seiner Publikation über Hanauer Fayence unter Abbildung 112 wiedergibt, unterscheidet sich in nichts von den übrigen Erzeugnissen der Manufaktur, die von 1740 bis 1786 unter der Leitung des Hieronymus von Alpyen, einem geborenen Hanauer, stand. Im großen Regierungsarchiv zu Hanau gibt es einen besonderen Band, der den Titel trägt „Judenschaftliche Sachen", der aber, wie die Akten der Berliner Porzellanmanufaktur, keinerlei Rezepte und Vorschriften enthält, die sich aus die Herstellung jüdischer Keramik beziehen könnten. Derartige Fayencen, für den jüdischen Hallshalt in Bestellung gegeben, befinden sich auch noch im Museum Cluny in Paris, doch ist es bisher bei diesen Keramiken noch nicht gelungen, sie einer bestimmten Manufaktur Zuzuschreiben und festzustellen, ob sie sich von anderen Erzeugnissen der betreffenden Manufaktilr llnterscheiden. Auf einer Tagung des Landesverbandes Grosz-Berlin am letzten Montag, die trotz der großen Hitze gut besucht war, nahmen säst sämtliche Vorsitzendell der 19 Berliner Ortsgruppen Stellung zu dem Derhandlungsthema: „Aufrüttelung der Ortsgruppen." Sämtliche Redner waren mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes, Dr. Glaserfeld, darüber einig, daß die Ortsgruppen planmäßige Kleinarbeit leisten müßten, um die so notwendige Aufklärung und Abwehr in der Reichshauptstadt tatkrätsig unterstützen zu können. Der Syndikus des Landesverbandes Groß-Berlin, Artur Schweriner, hielt einen Vortrag über die politische Lage. — Dr. Glaserfeld teilte im Anschluß an dieses mit großem Interesse aufgenommene Referat mit, daß an Stelle von Schweriner infolge ileberlastung in seinem Hauptaufgabenkreise, dessen besondere Wichtigkeit den Einsatz der vollen Arbeitskraft erfordere, der stellvertretende Syndikus Tr. Hans Reichmann die Führung der Geschäfte des Landesverbandes Groß-Berlin übernehmen werde. Mit einer kurzen Rede des Herrn Dr. Reichmann über den Wahlkampf in Sachsen schloß dix Veranstaltung. JOD BAD DAS BAD GEGEN ARTERIENVERKALKUNG TfiLZ KUR-u. BADHO fEL ■ DER JODQUELLEN. Inh. G.KissKalt. Bayer* A^pen Das Haus für alle Kreise. Verlangen Sie Prospaktl Rercksbund jüdischer Frontsoldaten, Bezirke Nord, Ost, Charlottenburg, Moabit, Süd, Zoo, veranstalten gemeinsam am Sonntag, 22. Juni d. I., in den Gesamträumen des Landesausstellungsparkes ein großes Sommerfest. Eintritt 0,50 Mark. Meine Chronik. Am 10. Juni feierte Herr Kommerzienrat Max Loose (Straubing), ein treues Mitglied des C. V., seinen 60. Geburtstag. — Der Vorsitzende unserer Ortsgruppe Oberhansen, Herr Max Bein, beging am 16. Juni seinen 60. Geburtstag. — Wir gratulieren unseren Freunden auf diesem Wege auf das herzlichste. — Jacob L 'ö rv e n st e r n II, Mitbegründer unserer Ortsgruppe Corbach, ist im 76. Lebensjahr kürzlich verstorben. — In Gumbinnen verstarb plötzlich der stellvertretende Vorsitzende unserer dortigen Ortsgruppe, Herr Horst Kosminfky. — Durch einen Autounfall verunglückten tödlich Richard T e u t fch und dessen Gattin in Venningen bei Edenkoben. Wir werden das Andenken unserer verstorbenen Freunde stets in Ehren halten—Die M o r i tz - M a il h e i m e r - S t i f t u n g der G r o ß! o g e f ü r D e u t s ch l a n d U. O. B. V. schreibt drei Preise von 500, 300 und 200 Mark für Aussätze aus, welche innerhalb des testamentarisch vorgeschriebenen Themas „Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit als Grundpfeiler der menschlichen Gesellschaft" frei zu wählende Einzelthemen zum Gegenstand haben. Die Aufsätze sotten sechs Seiten Großoktav nicht Überschreiten und sind bis spätestens 1. Oktober 1939 in eSWoburel vormals Äohnhofs-Hoiel Besitzer: Gebrüder Schumann. Erstes Haus am Platze / Das Haus für Kaufleule. Modernster Komfort — behaglich. Zimmer von M. 3,— an. Konferenz- und Ausstellungszimmec. Kotei SBfäljcrbof, Amberg I. Hotel am Platze, vollständig renoviert. Zimmer mit Bad, fließendem Wasser, Zentralheizung. Bekannt gute Küche. Autogaragen. Telephon 79. Tank. Besitzer: Johann Stangl. AububelSMSchwmiters direkt am Bahnhof. 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