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Central-Verein-Zeitung · 1930-05-23 · 21 (23.5.1930) · p. Seite 281

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
21 (23.5.1930)
Date
1930-05-23
Page
Seite 281 (sequence 14)
Language
German
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2S1 Zwei Zünfzigjährige. Der Vorsitzende unserer Ortsgruppe Mannheim, Rechtsanwalt Dr. Vachert, Mitglied des Hauptvorstandes des C. V., feierte vor kurzem in aller Stille seinen 50. Geburtstag. Wir wünschen unserem treuen und wertgeschätzten Freunde, daß ihm noch lange Jahre seines Lebens, gesegnet mit den Erfolgen seiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigseit, beschieden seien. Der verdiente Syndikus unseres Landesverbandes Thüringen, Leo Kamnitzer, Erfurt, Herausgeber des „Erfurter Wochenblattes", wird am 28. Mai 50 Jahre alt. Wir hoffen und wünschen, daß uns noch viele Jahre gesegneter Arbeit mit Leo Kamnitzer verbinden werden. Kantor I. Barrm, Bonn, gestorben. Kantor I. Baum (Bonn), über dessen 60. Geburtstag wir kürzlich an dieser Stelle berichten konnten, wurde aus einem arbeits- und segensreichen Leben durch einen zu frühen Tod gerissen. Wir betrauern in dem Verstorbenen, der über 30 Jahre lang als Lehrer und Kantor an der Bonner Israelitischen Gemeinde wirkte, ein außerordentlich tätiges Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe Bonn, das stets mit seiner ganzen Persönlichkeit für unsere Ziele eingetreten ist. Die ungeheuer große Beteiligung bei seiner Beerdigung gab Zeugnis für die allgemeine Beliebtheit dieses aufrechten Menschen. Möge die Erinnerung an ihn Lebendig bleiben und mögen Baums Ideale Verwirklichung finden. Uleine Chronik. Direktor Georg L i ch t h e i m, ein tätiges Vorstandsmitglied unserer Orsgruppe Hamburg, wurde kürzlich von der Stadt Hamburg anläßlich seiner 20jährigen Dienste in den Ältonaer Gas- und Wasserwerken auf ehrende Weise gefeiert. — Die Gründerin des Vereins „Israelitisches Lehrerinnenheim, Lichterfelde", Fräulein Pauline Münchhausen, Berlin, wird am 25. Mai 75 Jahre alt. Wir gratulieren unseren Freunden herzlichst. — Rabbiner Dr. Eugen Meyer, Pirmasens, der 30 Jahre lang der P^rmasenser Gemeinde als Seelsorger Vorstand und sich in jüdischen und christlichen Kreisen gleicher Beliebtheit erfreute, ist kürzlich gestorben. Wir werden das Andenken dieses auch im Dienste des Centralvereins tätigen Mannes in Ehren halten. — Unser Freund, Sanitätsrat Dr. Rosenberg, Bielefeld, der sich um die sanitäre Ausbildung der Mannschaften des Roten Kreuzes und um die Förderung des Sanitätskolonnenwesens große Verdienste erworben hat, erhielt vom Deutschen Roten Kreuz das Ehrenzeichen 2. Klaffe. — Die Stadt Lohr verwirklichte den Gedanken der Toleranz, indem sie drei Bürger der verschiedenen Konfessionen zu ihren Ehrenbürgern ernannte. Geheimer Kommerzienrat Josef Schloßm a n n, ein führender Mann der deutschen Industrie, der sich um seine Heimatstadt Lohr besonders verdient gemacht hat, wurde zum Ehrenbürger gewählt. Wir freuen uns über diese unserem Mitgliede zu teil gewordene Ehrung. — Der nach Potsdam berufene Regierungspräsident I a e n i ck e führte bei seiner Abschiedsrede an die Stadt Breslau u. a. aus: „Es wird mir nie eingehen, warum Menschen sich befehden, weil sie verschiedener Konfession sind. Der Mensch ist mir nicht verächtlich, der nicht in meiner Muttersprache und in meiner Art betet. Alle Raffenkämpfe und alle Kämpfe, die den Erdball durchtoben, sind mir einfach unverständlich." — Ein Vortrag unseres Mitgliedes Prediger I u n g m a n n in Sern» bürg über den „Antisemitismus" fand im dortigen paritätischen Lehrerverein reges Interesse. Die sehr interessante Diskussion bot Gelegenheit, manches Vorurteil zu beseitigen und Irrtümer richtiqzustcllen, und der Vorsitzende beschloß, einem allgemeinen Wunsch nachgebend, die Aussprache an einem anderen Abend noch weiterzuführen. — Die Synagogengemeinde Brilon bittet ihre Freunde für den Neubau einer Synagoge, da die alte dem Verfall nahe ist, Unterstützungen auf Postscheckkonto Dortmund 10761 der Städtischen Sparkasse Brilon zu überweisen. Neue Sücher. Georges Sorel: Ueber die Gewalt. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck. 1928. — Franz Koch: Urdas historische Bad mit neuzeitlichsten Einrichtungen fprung und Verbreitung des Menschengeschlechts. Gustav Fischer, Jena. 1929. — Dr. Salomon Breyer: Belehrung und Mahnung. I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1930. — Fragen des jüdischen Ehcgesetzes. Stenographischer Bericht der Verhandlungen der liberalen Rabbiner Deutschlands zu Berlin 1929. I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1929. — Robert Koppe!: Palästina. Die Landschaft in Karten und Bildern. I. C. B. Mohr, Tübingen. 1930. — Eugen Diesel: Die deutsche Wandlung. I. Cottasche Buchhandlung, Stuttgart. 1929. — Dr. M. Beilinson: Zum jüdischavabischen Problem. Dawar, Tel - Aviv. 1930. — Armin T. Wegner: Fünf Finger über Dir. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. 1930. — Godehard Josef Ebers: Katholische Staatslehre und Volksdeutsche Politik. Herder u. Eo., Freiburg. 1929. — Leo Hirsch: Vorbestraft. Merlirr-Verlag, Baden-Baden. 1929. — Reichsgeschäftsstelle der Deutschen Volkspartei: An der Bahre von Gustav Stresemann. Staatspolitischer Verlag, Berlin. 1930. — Albrecht Graf Stolberg zu Wernigerode: Bismarck und die Verständigungspolitik. Staatspolitischer Verlag, Berlin. 1930. Herbert Sidebotham: British Policy and the Palestine Mandate. Ernest Benn Ltd., London. 1930. — Dr. Hans Burkhardt: Der raffenhygienische Gedanke und seine Grundlagen. Ernst Reinhard, München. 1930. — Prozeß der Diktatur. Herausgegeben von Otto Forst-Battaglia. Amalthca-Derlag, Zürich 1930. — Karl Adam: Die sakramentale Weihe der Ehe. Herder u. Eo., Freiburg (Br.), 1930. — Central Conference of American Rabbis. Rabbi Isaac E. Marcuson. 1930. — Die Friedhöfe Heidelbergs. Franz Mathes-Verlag, Frankfurt a. M. 1930. EMier COfolltO vormals Äahnhofs-Hotel Besitzer: Gebrüder Schumann. Erstes Haus am Platze / Das HüUS für Kaufleute. Modernster Komfort — behaglich. Zimmer von M. 3,— an. Konferenz- und Ausstellungszimmer. Kobl6IlZ „ Continental Am Hauptbahnhof Ernst J. Meyer Fliessendes Wasser In allen Zimmern Hotel Fürstenhof, Köln Ad. Strittmatter G. m. b. H. " Beste Lage im Mittelpunkt der tiHWUlllUI/« Stadt, am Dom und Hauptbahnhof. Zimmer mit Frühstück von 6 M. an, AM HAUPT- BAHNHOF. MÜNCHEN Excelsior-Hotel Modernes Haus, bürgerliche Preise. Josephsohn & Klopfer. Telephon 51501-5. geschützter Name für Pinobad Marke „TEMMLER1 Hochkonzentriertes, kombiniertes, aromatisches Edeltannen-Lntschenklefer-Fichtennndel-Bnd für Nervöse u. Rheumaleitienile. 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