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Central-Verein-Zeitung · 1930-05-09 · 19 (9.5.1930) · p. Seite 251

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
19 (9.5.1930)
Date
1930-05-09
Page
Seite 251 (sequence 7)
Language
German
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251 des Centralvereins für Schleswig- Holstein eine Zusammenkunft von Ortsgruppenvorsitzenden und Vertrauensleuten aus ganz Schleswig-Holstein am Sonntag, den 4. Mai, in K i e l. Aus den Ortsgruppen Harriburg, Bremen, Lübeck, Cuxhaven, Harburg, Wesermünde, Stade und Elinshorn rrnd vor allem aus Kiel selbst war eine Anzahl von Freunden des Vereins erschienen. Den Landesverband in Hamburg vertraten Paul Mark, der Schatzrneister des Landesverbandes, Kurt Nathan und Anni Bauer. Aus Bremen war das Mitglied des Hauptvorstandes, Julius Bamberger, erschienen. In der Tagung, die mit einer Begrüßungsansprache des Kieler Ortsgruppenvorsitzenden R o s e n st e i n eröffnet und von Paul Mark (Hamburg) geleitet wurde, erstattete zuerst der Syndikus des Centralvereins, Dr. Alfred Wiener (Berlin), einen „Bericht über die politische Lage und über die Arbeit des Vereins". Sodann gaben die Vertreter der einzelnen Ortsgruppen ein Bild von der Lage in ihrer Heimat und von der Aufklärungstätigkeit des Vereins am Orte. In langen und ernsten Beratungen wurden Maßnahmen erwogen, die dazu dienen könnten, dem Angriff des Nationalsozialismus ein wirksames Paroli zu bieten. Leider waren, insbesondere aus Nordschleswig, mehrere Vertrauensleute und Freunde des Vereins am Erscheinen verhindert, so daß gerade über diese politisch so umkämpften Teile der Provinz nähere Berichte nicht erstattet werden konnten. Am Abend fand in Kiel eine Gemeindeversammlung statt, in der Dr. Wiener über den Nationalsozialismus, Kurt Nathan über Wirtschaftsfragen berichteten. Rabbiner Dr. Noröen spricht über Jesus von Nazareth. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich der Vortragsabend, der am 29. April im überfüllten Berliner Logenhaus stattsand. Mit Recht wies der Vorsitzende Dr. Bruno Glaserseld darauf hin, daß seit Jahren keine Veranstaltung des Landesverbandes solchen Besuch auszuweisen gehabt hätte. Dr. Norden aus Elberfeld sprach über das Thema: „Jesus von Nazareth in der Beurteilung der Juden einst und jetzt". Er zeigte, wie es bis in unsere Tage hinein fast unmöglich gewesen sei, in jüdischen Kreisen über das Jesusproblem zu sprechen. Hinweisend auf die Stellungnahme von Heinrich Graetz, Fritz Kahn, Constantin Brunner, Julius Klausner und Emil Ludwig gab er eine eingehende Darstellung vom Leben und Wirken des großen Nazareners, der nach Meinung des Referenten wirklich gelebt hat. Im Mittelpunkt des . Vortrags stand die Frage, v b Jesus Stifter einer neuen Religion gewesen sei und ob seine Lehre aus dein Judentum herausführe. Beide Fragen wurden vom Referenten verneint. Unter Anführung zahlreicher Belege wies Dr. Norden nach, wie die Lehre Christr weitgehend übereinstimme mit den ethischen Lehren und Forderungen des jüdischen Prophetismus; Jesus war ein echter, würdiger Nachfolger unserer großen Propehten, in deren Geist er wirkte. Erst Paulus bedeutet den Bruch mit der Ideenwelt des Judentums. Wir dürfen — so erklärte der Referent — stolz darauf sein, daß Jesus unserem Kreise entsprossen ist. In der Diskussion, die auf hohem Niveau geführt wurde, sprach Georg G o e tz über Brunners Bedeutung für die Jesusfrage; Dr. H. Cohn lehnte Jesus als jüdischen Propheten ab. Rechtsanwalt Dr. Fritz Blankenfeld forderte Unbefangenheit gegenüber dem Jesusproblem. Rabbiner Dr. Karl R o s e n t h a l, der Jesus in höherem Sinne für eine geschicht- Die Gnindungsversammlung des rheinischen Landes-Jugend- Ausschusses des Centralvereins deutscher* Staatsbürger jüdischen Glaubens findet statt: Sonntag, den 11. Mai 1930, vormittags 10V-s Uhr, im Vortragssaal des Jugendheims der Kölner Synagogengemeindc in Köln. Mauritiussteinweg 11. Vortrag: Mr. ined. Friedrich Brodnitz (Berlin) ,,Aeussero und innere Aufgaben der jungen C. V. - Generation. Grundlagen unserer Arbeit!“ Anschliessend Aussprache. Nachmittags 3 Uhr: Gründung und Aufbau der Organisation. Wahlen. Wir laden die deutsch-jüdische Jugend, die das 17. Lebensjahr erreicht hat, zu dieser Tagung von aussergewöhnlicher Bedeutung herzlichst und dringlichst ein. lidje. Erscheinung hält, zeigte, wie stark das Paulinische Christentum sich vom Geist des Judentums entferne, daß aber anderseits Jesus und sein prophetisches Wirken eingereiht werden müsse in die Linie unserer großen Propheten. Dr. Siegfried Marck ordentlicher Professor. Prosessor Dr. S i e g s r i e d M a r ck, Vorstandsmitglied der Breslauer Ortsgruppe des C. V., um den er sich durch seine Mitarbeit große Verdienste erworben hat, ist zum ordentlichen Prosessor der Philosophie an der Universität Breslau ernannt worden. Geboren 1889, promovierte er mit einer Abhandlung über „Die platonische Jdeenlehre in ihren Motiven" 1912; diese Abhandlung, aus einer von der philosophischen Fakultät der Universität Breslau preisgekrönten Arbeit entstanden, zeigt ihn bereits als scharfsinnigen und umsichtigen Interpreten großer philosophischer Systeme. Entscheidend vis Lichterfelder Ersatzkasse zählt zu den besten und grössten Ersatzkassen im Krankenversicherungsgewerbe. Geniessen auch Sie die von ihr für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gebotenen unübertroffenen Vorteile, indem Sie für sich und Ihre Familie eine freiwillige Krankenversicherung eingehen und Ihren Arbeitnehmern die gesetzliche Krankenversicherung bei dieser Kasse empfehlen. Die Mitgliedschaft bei dieser Ersatzkasse befreit von der Mitgliedschaft bei einer Pflicht-Krankenkasse. Kranken-und Sterbekasse liir das Deutsche Reich („Lichterfelder Ersatzkasse“) Ersatzkasse für sämtliche Berufszweige, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Gegründet 1884 BERLIN N 24 Oranienburger Strasse 67 Fernsprecher; D2f Weidendamm5901. Allerfeinste Süssrahm Tafelbutter mehrfach prämiiert, liefert in Postkolli von 9 Pfd. zu 931.1,55 ab Molkerei unter Nachnahme Molkerei-Genossenschaft Werlte (Bez.Oldenburg). Firmen, welche der „C. V,- Zeitung“ ihre Prospekte beilegen Hessen, haben uns wiederholt denErfoIg dieserPropaganda bestätigt. Ueber die Beilagebedingungen gibt die Anzeigenverwaltung der „C.V.- Zeitung“, Berlin SW 100, oder jedes Büro der Annoncen- Expedition Rudolf Mosse unverbindliche und kostenfreie Auskunft. j,5® nienallee 56. Riesige Aus« roaHl.ZaHl,-Erleichterung, Wie spielen Sie Karten? O? rAod er So Wenn 274 Millionen Kartenspieler logisch handeln, weil sie die Karten SO halten, daß jede Karte einen deutlichen Sichtrand hat, daß sie alle Karten mit einem Blick übersehen können, daß sie zielsicher disponieren können, dann handeln auch wir logisch, wenn wir unsere Karten SO anordnen. Warum übertrifft „KARDEX" jedes andere System? Auf diese Frage geben Ihnen unsere verschiedenen Broschüren Antwort. Wir senden Ihnen diese gern kostenfrei u. unverbindlich zu. Machen Sie Gebrauch von dem Kupon! Es gibt Sichtkarteien ...... Aber nur EIN Kardex-System! KARDEX BERLIN-FRIEDENAU, BENNI6SENSTR.?5S Ständige Ausstellung: Berlin W8, Friedrichstraße 65 BezirksbOros in allen großen Städten. -.-. Hier abtrennen 1 —.. 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