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Central-Verein-Zeitung · 1930-05-02 · 18 (2.5.1930) · p. Seite 240

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
18 (2.5.1930)
Date
1930-05-02
Page
Seite 240 (sequence 8)
Language
German
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240 Professor Julius Guttmann SS Jahre alt. Professor Julius Guttmann, Religionsphilosoph der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und wissenschaftlicher Letter des Forschungsinstituts der Akademie für die Wissenschaft des Judentums, feierte am 15. April seinen 50. Geburtstag. Dieser Tag gibt Anlaß, daran Zu denken, in welchem Sinne der Dozent jüdische Philosophie lehrt und der Forscher die Mitarbeiter der Akademie anleitet und berat — und dafür zu danken. Tie Strenge der Methode und die Zuverlässigkeit der 'Arbeit im kleinen und großen — zugleich beobachtet und gefordert — verstehen sich von selbst. Die wissenschaftliche Arbeit, wie sie Guttmann getrieben und gelehrt hat, hat sich in Unabhängigkeit und stolzer Selbständigkeit ihre Probleme und ihren Weg immer selbst bestimmt. Sie ist nie geschäftig hinter der Praxis, der Politik oder der Mode hergelaufen, um sich ihren Bedürfnissen oder ihren Liebhabereien diensteifrig zur Verfügung zu stellen. Sie ist dabei nicht weltfrenld geworden, sondern bat so die fruchtbarste Stellung zur Wirklichkeit gewinnen und bewahren können. Im Sinne einer idealistischen Wissenschaftsauffasfung, wie sie auch die Begründer der Wissenschaft des Judentums hatten, als sie diese Wissenschaft zur Rettung des Judentums forderten, werden so die Maßstäbe und die Einsichten gewonnen, an denen sich eine unsichere und in Auflösung begriffene Wirklichkeit des sozialen, politischen, geistigen und religiösen Lebens orientieren kann. Professor Guttmann hält sich gerade jetzt als Gastdozent in Amerika auf. Wenn er Zurückgekehrt ist, werden wir bald aus seiner Feder ein Werk erwarten dürfen, das nur er heute schreiben konnte und das die Entstehung und Entwicklung solcher Matzstäbe und Einsichten in der Geschichte der jüdischen Philosophie darstellt. F. B. Meine Chronik. Unsere Ortsgruppe Dresden hat durch den Tod von Rechtsanwalt Dr. Walter Schleich ein außerordentlich interessiertes Mitglied verloren. Er war lange Jahre Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Dresden und hat in dieser Eigenschaft stets mit außerordentlichem Verständnis und Anteil unsere Sache gefördert. — Unser hochgeschätzter Mitarbeiter Hermann L e y e n s, Wesel, wurde uns durch den Tod entrissen. Sein Andenken wird in unseren Reihen fortleben. — Adolf Baum, M e r z r g a. d. Saar, ein jahrelanges treues Mitglied unseres Vereins, wurde zum Ehrenvorsitzenden der Synagogengemeinve Erfurt gewählt. — Unser Freund M. Rosen» ft i e l in Mutter st adt feiert am 3. Mai sein dvjähriges Jubiläum als Vorbeter der Mutterstadter Jüdischen Gemeinde. Baden-Baden. Der Besuch ist ausgezeichnet 15145 Besucher, davon 1858 Ausländer, sind bereits eingetroffen. Der Frühling ist eingezogen, ein Blütenmeer von phantastischer Pracht schmückt Anlagen, Gärten, Parke und die weiten Wiesen. Pension und Fremdenheim „WaldschlStzchen", Bad Harzbrrrg. Die von dem portugiesischen Sänger d'Andrade erbaute Villa ist in ein komfortables Penstons- und Fremdenheim umgewandelt worden und den Harzbesuchern zu empfehlen. Die Verpflegung ist gut bürgerlich, die Preise sind solide. Beachten Sie das Inserat in dieser Nummer. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. B., Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.» Adr.: „Eentralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30472. Hauptschriftleiter: i. V. Dr. Alfred W r e n e r. Verantwortlich: Dr. Margarete Edel heim. Beide Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Paul B u r g h a r d t, Eharlottenburg. Druck: R u d o l f M o s s e, Berlin SW 100. wem» wach Potsdam, dann mir „Klosterkeller das führende Weinrestaurant. Küche und Keller Weltruf! Tel. 2043. H. MEYE fE. J Statt Karten 1 Lise-Lotte Stein Hugo Hirsch Verlobte. *\ Meiningen Bielstein 4 Stuttgart-Cannstatt Seelbergstrasse 16. f El sbeth Rosen bäum Meinhard Stern Verlobte. Ohsrhausen (Rhld.) Schulstrasse 71 Elberfeld Berliner Strasse 77*79 April 1930. Adele Siegler Alfred Friedberg Verlobte. Kaisersesch (Eifel) Bogel-St. Goarshausen. Hilde Landsberg R.-A. Dr. Erich Appelbaum Verlobte, Stettin, Augustastrasse 14. Ostern 1930. § / § Die glückliche Geburt eines kräftigen Mädels zeigen hocherfreut an Professor Kassewitz ti. Frau Edith geb. Rosenbaum. Pforzheim, den 24. April 1930 Bertholdstrasse 24, zurzeit Krankenhaus St. Trudgert. FestdichtuttgenR»E^ea. »erlitt sw61, Planufer 63. / F6 Bärwald 7580. MAX KISSINGER BAD KISSINGEN Herren - Schneiderei Damen-Schneiderei Vorbildliche Massarbeit Pariser Modelle Südliche Gemeinde Bevttn. Unsere verehrlichen Gemeindemitglieder weisen wir auf die Bekanntmachung betr. m U dtmeiMiMmon hin. Diese Bekanntmachung ist im „Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin" abgedruckt und in den Gemeindesynagogen ausgehängt. Berlin, im Mai 1930. vorstanä der Iüäischen Gemeinde. Nachruf! Der erste Vorsitzende des Vorstandes unserer Gemeinde v' Herr Hermann Leyens ist in die Ewigkeit abberufen worden. Mit dem Reichtum seiner Ideen, mit seiner nie erlahmenden Schaffenskraft, mit seiner alles umfassenden Menschenliebe ist er'uns viele Jahre Führer gewesen. Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten. Sein Werk ist sein Denkmal. Hgr Vorstand und die Repräsentanten der Synagogengemeinda Wesel. Zurück Dr. med- Bertram Fisher ehemalig er Assistent an der chirurg. Abteilung des Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde Berlin Wllmersdorfer Straße 112, Me Kantttraße. " " ' *'■ rrck 7792. 4 bis 6 nachmittags. Bismar, AngMenn Wlmlmmm in süddeutscher Großstadt sucht Oevtretuusen. Nur größere Unternehmungen werden um Antwort gebeten nnt. 8. k'.454 an Rudolf Moste, $erlm SW100. 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