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Central-Verein-Zeitung · 1930-04-18 · 16 (18.4.1930) · p. Seite 216

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
16 (18.4.1930)
Date
1930-04-18
Page
Seite 216 (sequence 12)
Language
German
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21* Der zweite Jahrgang der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland beginnt in diesen Tagen. LUDWIG FEUCHTWANGER schreibt in der letzten „C. V. - Zeitung". „Die neue Zeitschrift bedeutet eine Wiederaufnahme des alten Programms auf breiter Grundlage, unter Teilnahme aller Richtungen im deutschen Judentum, auf der gemeinsamen Basis voraussetzungsloser, moderner Geisteswissenschaft. Es ist eine Ehrenpflicht des deutschen Judentums, diese ausgezeichnete Vierteljahrssehrift, die auch dem Nichtgelehrten eine Fülle des Fesselnden bietet, durch Bezug zu unterstützen." Jahresabonnement bei Lieferung von 4 Heften 10 RM PHILO VERLAG G. m. b. H.. 5ERLIN 5W68 geschichlchen ausgefüllt, wie wir es bei Reisebüchern leider gewohnt sind. Für Liebhaber der Landesgeschichte im Kleinen sei auf „Bismarck und die Karmelitermönche" (S. 155), auf „Scheich Asad" (S. 173), auf die „Missionskonferenz" (S. 179) und auf dies und das noch hingewiesen. Daß das Buch eines Missionars, der ja Bekehrungsarbeit verrichten will, im christlichen Sinn geschrieben ist, ist nicht anders Zu erwarten. Das Kapitel „Die Zionisten" enthalt zwar manches Unrichtige und Schiefe, versucht doch aber ernstlich, dem Zionismus und der in Palästina geleisteten Arbeit gerecht zu werden, ohne die Fehler und Gefahren zu übersehen. Dr. Alfred Wiener. Rabbiner Dr. Rosenchal (Köln) 60 Jahre alt. Am 19. April begeht Rabbiner Dr. Rosenthal in Köln seinen 60. Geburtstag. Auch der Central Verein hat allen Anlaß, diesen Ehrentag mitzufeiern, gehört doch Rabbiner Dr. Rosenthal zu seinen treuen Freunden. Wie vst und wie ersolgreich hat er in unseren Versammlungen gesprochen! Wie häufig durften wir seinen abgeklärten Rat in Anspruch nehmen! Mancher Aussatz in der „C. V.-Zeitung" zeugt von der Geschicklichkeit und Beharrlichkeit unseres Freundes im Kampfe für Recht und Gerechtigkeit. Mögen Rabbiner Dr. Rosenthal noch lange Lebensjahre in Gesundheit und Freude beschieden sein, damit er in seinem hohen Berufe, in seinen mannigfachen Ehrenämtern, aber auch in unserem Eentralverein zum Segen für Vaterland und Judentum Weiterarbeiten kann. Neue Sucher. H. R. Berndorff: Spionage. Dieck u. Co., Stuttgart, 1929. — K. Rothschild: Hebräische Quadratschrift. Heiutze u. Blankertz, Berlin, 1929. — Margarete Sußmann: Frauen der Romantik. Eugen Diederrchs, Jena, 1929. — Lina Wagner- Tauber: Jüdische Märchen und Sagen., M. W. Kaufmann, Leipzig, 1939. — Theodor Däubler: Heilige Stätten der Bibel. Orell Füßli, Zürich, 1929. — Eugen Marx: Luftige Politik. Selbstverlag, Köln, 1929. — Dr. Max Kreuzberger: Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. Schriften der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin, 1929. — K. Bayer: Lösung des Rätsels der jesuitischen Sphinx. Verlag für Volkseinheit, Berlin, 1929. — Josef Roth: Panoptikum. Knorr u. Hirth G. m. b. H., München, 1930. — Professor Dr. Norbert Peters: Unsere Bibel. Bonifazius-Druckevei, Paderborn, 1929. — Viscount d'Abernoon: Ruhrbefehung. Paul List-Verlag, Leipzig, 1929. — Ren6 Fnlöp Miller: Macht und Geheimnis der Jesuiten. Grethlein u. Co., Leipzig. — Max Weinberg: Ewige Weisheit aus dem Spruchborn der Weisen. Otto Hendel, Berlin. — Ludwig Freund: Am Ende der Philosophie. Ernst Reinhardt, München, 1930. — Carl Gebhard: Leone Cbreo. Curis Soeietatis Spinozanae, eidelberg, llniversitätslmchhandlung, 1930. — r. theol. Georg Aicher: Der Prozeß Jesu. Kurt Echroeder-Berlag, Bonn, 1929. —- Dr. L. Wulff- Darchim: Dekalog und Vaterunser. Selbstverlag, Parchim, 1929. — Dr. L. Wulff-Parchim: Für die Echtheit von Dialog und Vaterunser. Selbstverlag, Parchim. — Dr. Albert Maichle: Das Kanon der biblischen Bücher und das Konzil von Trient. Herder u. Co., Freiburg, 1929. — Die Lehren-des Judentums nach den Quellen. Hernusgegeben von dem Verband der deutschen Juden. Gustav Engel, Leipzig, 1929. — Dr. Heinrich Schnee und Dr. Hans Draeger: Zehn Jahre Versailles. Brückenverlag, Berlin, 1929. — Rach Frankfurt a. M. Der Inhaber der Konditorei und Kafseestube Rudolf Berg Horn, Bergerstraße 58, hat bei Verhandlungen über den Verkauf seines Geschäftes einem Makler, der einen jüdischen Interessenten namhaft machte, erklärt, sein Lokal sei judenrein, er verkaufe sein Geschäft nicht an Juden. Mitglied M. M. in B. Als Mitglied der Reichsversicherung können Sie, da Sie auf rituelle Verpflegung Wert legen, in dem Haus Dr. R e u b u r g (Inhaber Hugo Moses) in P o l z i n Aufnahme finden. Das schön gelegene Kurhaus bietet bei sachgemäßer Behandlung beste Erholungsmöglichketten. Rleine Chronik. Unser lieber Freund Emil P i n c u ß in Berlin feiert seinen 75. Geburtstag. In ihm verkörpert sich die alte Generation aus der Gründungszeit des Centralvereins, dem der Kampf um die Gleichberechtigung und die Treue zu unseren Ideen Lebensnotwendigkeiten waren. Wir wünschen dem frischen 75er, der am jüdischen Leben der Reichshauptstadt so regen Anteil nimmt und besonders in den Kreisen des jüdisch-religiösen Liberalismus hochgeachtet wird, recht lange Lebensjahre in bester Gesundheit, umgeben von der Liebe und Achtung aller derer, die Emil Pincuß kennen. — Rabbiner Dr. Neumar k, Duisburg, der verdiente frühere Vorsitzende unserer dortigen Ortsgruppe, konnte kürzlich auf ein 25jähriges Amtsjubiläunt zurückblicken. — Am 6. April feierte Rabbiner Dr. Hermann P i n k u ß, Heidelberg, die 30. Wiederkehr seines Amtsantritts als Seelsorger der Heidelberger jüdischen Gemeinde. — Am 1. April trat unser geschätztes Mitglied Lehrer D. Würzburger in Linz (Rhein), nach 46jähriger Lehrtätigkeit in den Ruhestand. Während seiner 40jährigen Tätigkeit in Linz hat sich Würzburger die Hochachtung aller Bürgerkreise erworben, und echt kollegialer Geist herrschte zwischen ihm und seinen nichtjüdischen Amtsgenossen. Bei der Schlußseier in der Fortbildungsschule wurden dem bewährten Lehrer von den Vertretern der Stadt und der Kollegenschaft warme Dankes- und Abschiedsworte gewidmet. —- Am 1. April beging unser langjähriger Freund, Lehrer Stern, H i l d e s h e i m, fein 25jähriges Ortsjubiläum. Anläßlich dieses Tages DRESDNER BANK Bilanz per 31,Dezember 1929 AKTIVA Kasse, fremde Geldsorten und fällige Zins- und Dividendenscheine, Guthaben bei Noten- und Abrechnungs- (f1]pflTri'ng-) "Rauken ..... EM. 60299303,22 562911965,03 299811775,45 57335548,82 397421349,02 Schecks,Wechsel u. unverzinsliche Schatzanweisungen Hostroguthaben hei Banken undBankürmen mit Fälligkeit bis zu drei Monaten. Reports u. Lombards gegen börsengängigeWertpapiere Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren Eigene Wertpapiere... 1377 779941,04 40458655,96 22245955,55 35066929,70 1,003489642,83 30700000,— 286000,— 1 — 2597625,15 Konsortialbeteiligungen.. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfi rm p.ti ...... Schuldner in laufender Rechnung..... Rankgebände...... Sonstiger Grundbesitz...... Mobilien.... Pensionsfonds-Effekten... 2512624751,23 PASSIVA Aktienkapital. BM. 100000000,— 34000000,- 2 275 836 698,46 88 714 895,19 2 600000 — 56 477,28 11418680.30 Rücklagen .. Gläubiger ... Akzepte... Pensionsfonds.... Dividenden-Konto ....... ... Beingewinn. 2 512 624 751,23 Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 1929 VERLUST Handlungsunkosten-Konto.... Steuern. Reingewinn. BM. 59 826522,11 7174212,45 11416680,30 78 417 414,86 GEWINN Vortrag von 1928. Wechsel-, Zinsen-, Sorten-, und Zinsschein-Konto. Provisions-Konto. Erträgnisse aus dauernden Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfinnen.. Sonstige Einnahmen.. BM. 627 086,— 37306737,16 37716729,42 2423373,27 343489.01 78 417 414,86 preußische Pfandbrief-Dank Gegründet 1862 Staatsaufsicht Berlin V 4 ZcichnungSeinladung auf GM 10 000 000.— 8°/„iger Gold- Kommunal-Obligationen Emission 20 unkündbar bis April lstZZ — staatsmündelsicher zum Zeichnungskurse von 95°/a —, Börsenkurs 95 Ya0/« Stücke zu GM 3000, *000, 500 und }00 mit April / Oktober- Zinsscheinen, reichsbanklombardfähig in Gruppe A Zekchnuugsfrkft vom 10. bis 30. April 1930 — früherer Schluß und beschränkte Zuteilung Vorbehalten — Zeichnungsstellen: alle deutschen Banken und Bankhäuser, Kreditgenossenschaften, Spar- und Girokassen und die Emissionsbank selbst, bei denen auch Prospekte mit anhängenden Zeichnungsscheinen erhältlich sind. Berlin, den jo. April 1950. Der Vorstand.

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