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Central-Verein-Zeitung · 1930-03-21 · 12 (21.3.1930) · p. Seite 151

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
12 (21.3.1930)
Date
1930-03-21
Page
Seite 151 (sequence 11)
Language
German
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151 | Werden von Erich Stern behandelt. LÄer au? R Menschen einwirken will, sei eS als Arzt, als 8 Lehrer, als Richter oder als Seelsorger, der mutz 8 Menschenkenntnis besitzen. Hat man sich früher nur auf die „natürliche" Menschenkenntnis verlassen, die jeder ohne weiteres in höherem oder geringerem Matze besitzt, so sind heute durch die neuere Psychologie wertvollste und praktisch bedeutsame Hilfsmittel entstanden, die nicht übersehen werden dürfen. Stern beleuchtet die geisteswissenschaftliche Psychologie von Dilthey- Spranger, die Psychoanalyse Freuds und die Jndividualpsychologie von Alfred Adler. Seine Ausführungen geben nicht nur eine präzise Darstellung dieser Lehren, sie stecken auch die Grenzen der psychologischen Methoden ab und beseitigen die wichtigsten Jrrtümer, die besonders über die Psychoanalyse verbreitet sind. Die Kenntnis der neueren Psychologie ist auch für alle Eltern von Bedeutung; der Aufsatz von Stern ist besonders geeignet, hier Interesse und Verständnis zu erwecken. Die beiden hier besprochenen Hefte des „Mor-! gen" wecken die Erinnerung an Franz Rosenzweig: Heft 5 enthält noch einen Beitrag aus seiner Feder, er bespricht in seiner feinen und einz dringlichen Art Band IV und V der „Encyclopädia Judaica" und verweilt besonders bei dem Artikel „Bibel", der ihm in hohem Matze am Herzen lag. Heft 6 bringt zwei Aufsätze über den großen Toten: z Margarete Susmann würdigt den Menschen und das Werk, sie gibt eine liebvolle Analyse des z Hauptwerks, des „Sterns der Erlösung". Richard Koch behandelt „Franz Rosenzwerg und seine Krankheit", ein Tatsachenbericht von dokumentarischem Wert, aber zugleich ein Beitrag zu der geistigen und seelischen Gestatt des toten Führers. Tie Hefte bieten weiterhin reiche Anregungen i durch Hinweise auf wesentliche Literatur, so von dem verstorbenen Begründer der Zeitschrift, Julius G o l d st e i n, von dem verdienten Julius B a b und vielen anderen. — Heft 5 enthält ferner die große und grundlegende Arbeit von Alfred Wiener „Juden und Araber in Palästina", die auch als Sonderdruck erschienen ist. Diese objektive und gründliche Untersuchung ist bereits an dieser Stelle gewürdigt worden; ein erneuter Hinweis auf diese Veröffentlichung ist um so mehr zu entbehren, weil sie sich bereits die Anerkennung der maßgebenden Kreise erworben hat. Wer sich mit diesem Problem ernstlich besaßt, wird an der Arbeit von Wiener nicht vorübergehen können. Doris Mttner 50 Jahre alt. Am 25. März feiert die erfolgreiche Berliner Journalistin und Schriftstellerin Doris W i t t n e r, die auch unseren Lesern als Mitarbeiterin der „C. D.-Zeitung" bekannt ist, ihren 50. Geburtstag. Doris Wittner, die Tochter des im vorigen Jahre verstorbenen freisinnigen Politikers und Chefredakteurs der „Vossischen Zeitung", Dr. jur. I. Levy, hat von Jugend an, getreu den Traditionen der väterlichen wie der mütterlichen Familie — sie ist eine Nichte des bekannten Politikers M. A. Klausner — für die Freiheit des politischen Gedankens, der religiösen Ueberzeugung und die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft. Von ihren zahlreichen Romanen und Novellen sei besonders an die Novelle „Ebräische Hände" aus ihrem ersten Novellenband „Aus sterbenden Zeiten" erinnert. In dem Heine-Roman „Die kleine Fliege" spielen das jüdische Milieu Salomon Heines in Hamburg sowie Heinrich Heines in der Matratzengrust geschriebene, zum Judentum zurückbegehrende „Geständnisse" eine große Rolle. In der Jüdisch- Liberalen Zeitung" erschien im Vorabdruck der. Roman „Der tote Jude", so benannt nach einer Straße an der Peripherie Kölns, der die kriegerischen und konfessionellen Streitigkeiten des noch nicht geeinten Deutschlands zur Zeit vor der Emanzipation der Juden behandelt. Auch im Mittelpunkt ihres demnächst als Buch erscheinenden Romans „Das Auge Afrikas" steht eine Jüdin, die als Emigrantin nach Afrika flüchtete. Me wir hören, ist Doris Wittner zurzeit mit einer Sammlung „Jüdische Köpfe" beschäftigt. Wir wünschen der feinsinnigen, geistreichen Frau noch ungezählte Jahre glücklichen Schaffens. DER ANKER Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft Direktion ffir das Deutsche Reich, Berlin WS Mohrenstrasse 6. / Gegründet 1858. Alleinige VertragsgeseUßchaft mehrerer Organisationen und Wohlfahrtsinstitute. Weitestgehende Begünstigungen für die Versicherungsnehmer und die Organisationen. Lebensversicherungen und Versicherungen jeder Art. Vertreter gegen Fixum und Provisionen werden gesucht. Firmen, welche der C.V.-ZEITUNG ihre Prospekte beilegen Hessen, haben wiederholt den Erfolg dieser Propaganda bestätigt* lieber die Beilagebedingungen gibt die Anzeigenverwaltirng der C.V.-Zeitimg, Berlin SW 100, od. jedes Büro der Anno n een- Expedition Rudolf Messe unverbindliche u. kostenfreie Auskunft. : Zuckepk£»auke Wie Sie Ihren Zucker los und wieder arbeitsfähig werden, teile ich jedem Kranken unentgeltlich mit. Fr.Löw, Waliflorf B56 (Hes&J. Ohne Diät || 20 Pffd. leichter geworden durch ein eins. Mittel, welches ich jedem gern kostenlanitteile. Frau »arla Mast, Bremen b.10. 20 Biisciirosen in 10 Sorten MM 6,—. Verpack, u. Katalog frei. F.W.Schneider,Rosenkuituren Tornesch 18 (Holst). Nächster Anzeigenschluss am Montag, dem 24* März, für die Nummer 13 vom 28. März. das naturreine Cocos der Helfer f •mm feÄt-' fiyrechlmitdemSafflemzMij

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