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Central-Verein-Zeitung · 1930-02-14 · 7 (14.2.1930) · p. Seite 83

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
7 (14.2.1930)
Date
1930-02-14
Page
Seite 83 (sequence 16)
Language
German
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S3 ff 0^ der Regelung in Galizien unter Joseph II., die zum Teil bis heute fortleben, finden sich bei den hier verzeichneten Namen nicht, wie sie ja auch im eigentlichen Polen niemals vertreten waren. Auch in den beiden Mecklenburg, auf die sich der Verfasser nach den einleitenden Bemerkungen beschränkt, finden sich schon im 18. Jahrhundert viele noch heute übliche Familiennamen: Cohn, Levi, Levin, Hirsch (Hersch), Katz, Behrend, Marcus, Philipp, Aron, Goldschmidt, daneben auch Familiennamen, die Beruf und Herkunft zeigen. Im Anschluß an die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hauptsächlich zu Rekrutierungs- und Steuerzwecken in fast allen europäischen Ländern ergangenen Gesetze zur Festlegung der Familiennamen entschloß sich auch die Negierung in Mecklenburg-Schwerin im Jahre 1813 den Juden die Annahme fester und nicht mehr beliebig zu ändernder Familiennamen vorzuschreiben. Die Entstehung des Zdik.ts, das vielfache Aenderungen der Familiennamen zur Folge hatte (Liebmann: Leon, Simon: Franck, Levin: Lichenheim u. dgl. m.), wird dargelegt. In der Wahl der Namen wird den Juden möglichste Freiheit gelassen; nur einzelne werden beanstandet, so z. B. wenn sich ein Liepmann Jonas den Namen „von Tettenborn" Zulegen will. Er nennt sich dann: Polack. Ein Abdruck der noch vorhandenen Namens¬ Hotel-Pension Dreiner / Abbazia direkt am Meer. Grotze Terrasse u. Naturpark. 200 Betreu. Appartements m.Privatbad,fließendes warmes u. kaltes Wasser i.d.Zimmern.Warm.Seebä der, kohlensaur.Badcr. Diätküche laut ärztlicher Vorschrift. Pensionspreise nach Größe und Lage des Zimmers von Lire 40,— (9 RM.) an. Jüdische Institutionen Sonderpreise. Eigener Betsaal. listen mit den Aenderungen aus den verschiedenen Orten ermöglicht ein Urteil über die Tragweite des Gesetzes. Die Zahl der Juden in Mecklenburg-Schwerin war nach der offiziellen Zählung von 1811/12 verhältnismäßig hoch: 1488 Erwachsene und 731 Kinder von 5 bis 15 Jahren. Aehnlich erfolgte die Regelung in Mecklenburg-Strelitz im Jahre 1814. Die Anzeige der Aenderung des Namens erfolgte indes hier an die „Judenältesten", nicht direkt an die Staatsbehörden. Schwedischen Einfluß verrät vielleicht der neu angenommene Name: Levinhaupt (vgl. schwedisch Ljeonethufvud). Eine Liste der Judenzunamen wird zum Schluß abgedruckt. Ein Register von sämtlichen besprochenen Namen mit Angabe der noch jetzt lebenden Nachkommen erleichtert den Ueberblick. Die wertvolle Arbeit verdient als Musterbeispiel einer sorgfältigen Behandlung der Materie weite Verbreitung. 8. Feist Max Osborn 60 Jahre alt. Am 10. Februar vollendete der bekannte Berliner Kunstkritiker Dr. Max Osborn, den auch die „C. V.-Zeitung" zu ihren Mitarbeitern zählen darf, sein 60. Lebensjahr. Wer das jugendliche Temperament, die geistige und körperliche Elastizität Max Osborns kennt, kann es kaum fassen, daß er bereits an der Schwelle des siebenten Lebensjahrzehnts steht. Max Osborn wird von allen Seiten nachgerühmt, daß er sich nicht in hemmende Kritik verliert, sondern seine stets gerechte Kritik mit Wege weisenden Richtlinien verknüpft. Er ist ein Förderer deutscher Kunst, deutscher Architektur ui'd deutschen Bissens, und er hat stets auf die tiefe Verwurzelung jüdischer Künstler im deutschen Kulturkreise hingewiesen. Die deutsche Judenheit dankt Max Osborn für die stete Bereitschaft, mit der er sich der Förderung auch der jüdischen Kunst gewidmet hat, und wünscht dem im tiefsten Wesen rheinischen, d. h. deutschen Menschen weitere Jahrzehnte frohen Schaffens. Dr. M. E. Neue Sücher. Die Besprechung einzelner Werke behäli sich die Schriftleitung vor. Paul Hamburg: Allerlei Reichtum. Aussaat- Verlag, Barmen-U., 1929. — Max Harteck: Damaschke und die Bodenreform. Deutsche Buchgemeinschaft, -- A BERNHARD BAUCH PELZMODEN MÜNCHEN KAUFINGERSTR. 25 SCHÄFFLERSTR. 3 BRIENNERSTR. 3 TELEPHON 91540; 41 Die Verbundenheit mit der Gegenwart gibt das gute Buch OLDEN, Strcsemann.M. 7,50 PINS. Mich hundert ....... M. 7,50 PICARD, Bas Menschengesicht.... M.15,— COUBENHOVE-KALERBI, Antisemitismus. M. 8.— SCHAY, Von Kar* bis Rathenau . . . M 7.— FLEG, Warum ich Jnde bin.M. 1,50 JACOB, AuRe mn Anfia.M. 4.— WIENER, Joden und Araber in Palästina M. 1,40 portofrei durch Philo Verlag und Buchhandlung Dönhoff 3595 * Berlin SW 68 » Lindenstr. 13. 20 Busctirosen in 10 Sorten JZJt 6,—. Verpack. 11. Ka, alog frei. F.W.$chneider,Rosenku turen Tornesch 16 (Holst.). Detektiv Adam Schubert, ft üh.Vol.- Beamt., Nürnberg, Theresienftr.18, erforscht all., ert. Auskünfte allerorts inGeschäfts-undHeiratssachen. Firmen, weldie der ,„C.V.-Zeitung“ ihre Prospekte beilegen Hessen, haben uns wiederholt denErfolg dieser Propaganda bestätigt. 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