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Central-Verein-Zeitung · 1930-01-10 · 2 (10.1.1930) · p. Seite 21

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
2 (10.1.1930)
Date
1930-01-10
Page
Seite 21 (sequence 9)
Language
German
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n verkörpert historisch bedingte und lebendige Prinzipien in Leben und Lehre. Hier wird nach Kräften das Bestehende gefördert, aber auch NeueS geschahen. Stille Kleinarbeit wird auch in Palästina geleistet. Das größte Problem aber ist nächst der Beschaffung der erforderlichen, aber nur in geringem Maße vorhandenen Mittel die Schaffung eines einheitlichen formalen Erziehungszieles. Hier prallen West und .Oft aufeinander und in weiser Selbstbefchränkung hat die Kereii-Ratorah- Zentrale die Autonomie der einzelnen Kulturkreise stets geachtet. Referendar James Rosenthal. Dr. Simon Bernfeld 70 Jahre alt. In diesen Tagen wurde der bekannte jüdische Gelehrte Dr. Simon Bernfeld 70 Jahre alt. Dr. Vernfeld hat sich, insbesondere auf dem Gebiete der hebräischen Geschichtsforschung, große Verdienste erworben. Er hat eine Reihe wichtiger Beiträge zur Kultur- und zur Gelehrtengeschichte veröffentlicht. Auch über die jüdische Religionsphilosophie hat er geschrieben. Seine Arbeiten sind teils in hebräischer, teils in deutscher Sprache erschienen. Er hat auch wiederholt in früheren Jahren in hebräischen und deutschjüdischen Zeitungen Aufsätze über Zeitfragen und über wissenschaftliche Probleme veröffentlicht. Durch seine Mitarbeit an dem bekannten Sammelwerke des (früheren) Verbandes der deutschen Juden, „Die Lehren des Judentums", ist er, besonders in den letzten Jahren, weiteren Kreisen bekanntgeworden. Wir wünschen dem verdienten Manne noch weitere Jahrzehnte wissenschaftlicher Tätigkeit in Gesundheit und Freuden! Leo Will sTUstt) gestorben. Einen besonders schweren Verlust hat der Centralverein erlitten. Rechtsanwalt Leo Wilk, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Ostpreußen und Vorsitzender der Ortsgruppe Tilsit, Stadtverordneter in Tilsit, ist allzu früh von uns geschieden. Wer diesen großen, kräftigen und stets heiter gestimmten Mann kannte, wird nicht daran glauben wollen, daß wir ihn schon jetzt verlieren mußten. Ein grausames Geschick hat ihn uns genommen. Tief beklagen wir seinen Verlust. Wilk war ein Mann der Tat. Und weil er ein Manu der Tat war, war er ein Mann des politischen Optimismus. Er hat bewiesen, daß man den judenseindlichen Umtrieben mit Nachdruck und mit heiligem Eifer entgegentreten kann. Er hat gezeigt, daß man dem deutsch-vaterländischen Gedanken dient, wenn man die Hetzer zum Bürgerkrieg zu Paaren treibt. Er hat die von ihm geleitete Ortsgruppe auch finanziell stets zu führen verstanden und die großen Mittel, die der politische Kamps erfordert, überzeugt von dem Werte unserer edlen Bestrebungen, stets auszubringen gewußt. Aber Wilk war auch ein Mann, der selbst hervorgetreten ist, wo es notwendig war und der stets mit dem Landesverbände und mit der Hauptstelle in allen Fragen in herzlicher Freundschaft zusammengearbeitet hat. Er kannte in unserer Bewegung keine Gegensätze. Er war ein Mann des Friedens und der Freundschaft, ein edler Deutscher, der für sein Vaterland Opfer brachte, und ein guter Jude, dem der jüdische Idealismus aus den Augen sprach. In Treue und Freundschaft gedenken wir unseres Leo Wilk, den wir nie vergessen werden. Stadirat Schneider (Schneidemühl) gestorben. Wiederum hat der Tod eine Lücke in die Reihe unserer langjährigen treuen Mitarbeiter gerissen. Stadtrat Schneider (Schneidemühl) ist nach einem arbeitsreichen Leben verschieden. Der Verstorbene gehörte zu unseren rührigsten Freunden und war in aufopferungsvoller Weise überall da tätig, wo es galt, für Deutschtum und Judentum einzuLreten. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Palast-Hotel C Palast-Hotel ■■■% 3NNENBICHL I Garmisch I Sonnigste Lage. I. Ranges. ■ Pension 12 bis 1:0 Mark, ■ ab 2. Januar 12 bis 18 Mark. Geschäftliche Notizen. Es wird unsere Leser interessieren, daß die Lebensverftcherungs-Gesellscha.it PHSnix, Vertrags, gefellschaft vieler jüdischer Organisationen, ihre Bureaus in ihr neu erworbenes Haus in Berlin, Friedrich-Ebert-Straße 2/3, verlegt hat. Man vergleiche das Inserat auf Seite 24. Die Preußische Landespsandbriesanstalt in Berlin (Grunokapital und offene Reserven über 30 Millionen Mark), die satzungsgemäß Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittelwohnungen gewährt, legt laut Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil in der Zeit vom 6. bis 25. Januar 1930 einen Betrag vott 3 Millionen Goldmark ihrer am 2. Januar zur Ausgabe gelangenden Zprozentigen Goldmark-Pfandbriefe, Reihe XVIII, zum Vorzugskurs von 96Prozent zur öffentlichen Zeichnung auf. Verlag: Eentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubetts e. V., Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 36472. Hauptschriftleiter: Dr. Ludwig Holländer. Verantwortlich: Dr. Margarete Edelheim. Beide Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Paul Burghardt, Charlottenburg. Druck: Rudolf Mosse, Berlin SW 100. Brückenberg-Wang (Riesengebirge) BaberHäuser-Wolfshau Bevorzugte Wintersportplätze ÄS Austragung der Deutschen Winterkampfspiele 1930 vom fl. bis f9. Januar Auskunft: Gemeindeamt Bruckenberg. Fernruf: Amt Krummhübel Nr. 67 rechts vom jp Vahnhof. Telephon: Domsheide 29425. Zn sämtlichen Zimmern fließendes Waffer. Zimmer mit Telephon. Zimmer von M. 3,50 an. Reisenden Kaufleuten bestens empfohlen. Sanatorium Dr. Amelung Innere Krankheiten. KSfiigafein i* Taunus Ganzjährig geBHnet* San,-Rat Dr* H. Azzielung. Dr. Walther Amelung. Nervenkrankheiten. Dr. Armin Brandt• San Rem. iUa euaettifl. Großer Garten. Aller Komfort. Pension von 10 M. an. Im Sommer: Hotel Bristol, Badgasteilt. Sannvver TN rechts gegenüber dem Hauptbahnhof. Mäßige Preise. 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