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Central-Verein-Zeitung · 1929-12-13 · 50 (13.12.1929) · p. Seite 664

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
50 (13.12.1929)
Date
1929-12-13
Page
Seite 664 (sequence 4)
Language
German
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Wahlergebnisse Städtenamen ÄSDAP. Deutschnat. Volkspartei Deutsche Volkspartei WirtfchastSpartei Landtags- Wahl 36. 1.27 AelchttagSwahl 20. 5. 28 Landtags- Wahl 8.12. 29 Landtags- WM 38.1.27 Reichstags- Wahl 26. 5.28 Landtagsw hl 8.12. 23 Landtags- Wahl 36.1.27 Reichstags- Wahl 26. 5. 23 Landtags- Wahl 8. 12. 29 Landtagswahl 36. 1.27 Reichstagswähl 26. 5. 28 Landtags* Wahl 8. 12. LS Gera ....... 958 938 4 563 15 267» 994 1516 * 11524 10 637 3 391 3 726 5 725 Jena. 788 715 2 559 8 573» 2 069 1610 * 6146 4 808 2 200 1802 2 587 Weimar. 1448 2 588 5 416 7 655* 2195 1595 » 4 372 3 329 1838 1505 1925 Gotha. 1359 1467 5193 9101* 3031 1503 » 4 546 3 220 1326 1765 1837 Eisenach...... 692 626 3 712 6 449» 2191 1 436 ch 4 020 2 507 1483 1356 1324 Altenbnrg .... 411 526 2 004 7 334» 1980 1327 ch 5 097 4 266 1959 1278 2152 Greiz.. 356 651 2 370 6 073* 2 357 2 444 ch 3 967 4 283 3114 2 026 2 764 Apolda. 303 639 3 026 4 411» 1134 831 ch 2 880 1340 1695 1645 1 518 Arnstadt. 397 328 1782 4118» 1304 852 ch 1784 1257 730 1130 14# gesta-Mchlis. . . 65 91 543 1184» 740 208 370 362 839 917 386 * Listenverbindung. Wahlergebnisse In Vayer» Städtenamen ÄSDAP. Deutschnat. Volkspartei Deutsche Volkspartei Wirtschaftspakte! Reichstage Wühl 20. 5. 28 Stadtverordneten« wähl 8. 12. 29 Reichstags. wähl 26. 5. 28 Stadtverordneten» wähl 8. 12. 29 Reichstagswähl 29. 5. 28 Stadtverordneten» wähl 8.12. 29 Reichstags» wähl 26. 5. 28 Stadtverordneten» wähl 8. 12. 29 München. 36 924 51 221 31 927 21 276 18 824 11699 Nürnberg. 23 834 . 35 657 26 060 9 283 6 335 5 272 14 259 20 242 Sürth. 2 725 4 622 4 817 1427 1523 2 716 Bamberg. 3 397 2 928 1919 961 394 1377 1403 Augsburg 5 926 5188 6108 6 216 2 358 3955 4 684 WürZburg .... 2 746 4 314 3 245 2068 2 004 627 Uschaffenburg. . 748 1038 1064 639 485 442 113! Negensburg . . . 1 505 1372 2 207 1375 830 444 596 Coburg ...... 3 492 6 348 3 782 1914 414 266 99 4M Hof. 3 560 3 679 3 481 541 1079 Bayreuth . . . . . 3 700 5 405 3 780 445 424 2 328 Kaiserslautern . 1060 2 747 495 4 042 3 093 3 489 4 619 Ludwigshafen. . 1455 3515 1083 466 5 482 3 612 2 217 3427 Neustadt . 1212 1606 435 1741 855 839 953 Landau . 834 971 180 ch 1611 3153* 681 * Evcyer . 414 955 333 1905 1913 905 904 Pirmasens .... 3099 6599 1334 3 792 2 441 512 1450* Zweibrttcken . . . 1324 1107 424 2 022 1366 874 * Kra»renthal. . . 327 604 171 1984 1621* 469 1 295* vppa« . 121 311 46 321* 787 610 54 ' * Cdenkobeu .... 75 522 94 744* 695 * SO * * Listenverbindung. der Polemik. Man weiß, daß sich in den Schülergruppen des V. D. A. die nationalgesinnte Schülerschaft der deutschen höheren Lehranstalten Zusammenzufinden pflegt/ um dessen von jedem Chauvinismus freien Zielen zu dienen. Und man wird sich mit Genugtuung die Entwicklung des V. D. A. vergegenwärtigen, die, nach kurzen Schwankungen, zum Gedankenkreis der deutschen Volksgemeinschaft ohne Einschränkung hinführte. Das war der Plauener Hitler-Jugend ein Dorn im Auge. Sie verbreitete ein Flugblatt, in dem es heißt: „Deutsche V. D. A.er, heraus aus dem V. D. A., kommt zu uns! Wir nehmen den Kampf fürs Deutschtum im In- und'Auslande immer und stets aus! Oder glaubt Ihr, daß die Juden auch Förderer des deutschen Volksv tums sind! Glaubt nicht, daß der Schüler Goldberg, Sohn des Vorstehers des C. V. in Plauen, des bekannten Dr. Goldberg, als Mitglied des V. D. A. für deutsche Sitten und Volkstum im Ernste eintreten kann; zumal sein Vater ein Hauptfeind der deutschen Freiheit ist, indem er gegen das erwachende Deutschland, gegen uns Nationalsozialisten eine.maßlose Hetze vor den Wahlen betrieb." Mit aller Deutlichkeit wird damit erkennbar, daß auch innerhalb einer nationalen Schülerorganisation die Nationalsozialisten ihre verhetzende und Zersetzende Arbeit durchführen wollen. Der V. D. A. wird sich wehren, und der C. V. hat sich bereits gewehrt. Es genügt aber nicht zu warten, bis die Oeffentlichkert durch Exzesse auf die Arbeit dieser Schülerbünde aufmerksam wird. Soweit Ministerialerlasse bestellen, muß ihnen Geltung verschafft, soweit sie noch nicht ergingen, müssen die Behörden unter Nachweis der verhängnisvollen Arbeit der Hitler-Jugend aus ihre Pflichten aufmerksam gemacht werden. Es ist schon genug, daß .an den H o ch s ch ulen der Geist der Unduldsamkeit, der Zurücksetzung und des Hasses in so beschämend weitem Maße sich eingenistet hat. Von den Schulkindern sollte^er möglichst lange serngehalten werden. In dieser Forderung werden sich, mit Ausnahme der Nutznießer seelischer Vergiftung, alle Gruppen im deutschen Volke einig sein. * Aus der Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbünde, die am 11. Dezember in Berlin stattfand, stand auch ein Antrag der Hitler-Jugend auf Ausnahme in den Reichsausschuß. Die Leitung der Hitler-Jugend, die nach ihrer Angabe rund 23000 Ntitglieder besitzt, bezeichnet als ihren Ztveck u. „lieber alte in Zweck- und Wehrverbanden oder auch überhaupt nicht organisierte Jugend erhebt sich die Hitler-Jugend durch Pflege und Vertiefung des deutschen Idealismus, deutscher Kulturwerte und arischen Rassenbewußtseins . . . durch der. Nationalsozialismus Adolf Hitlers." Der Vorstand des Reichsausschufses schlug vor das Ausnahmegesuch a bzu lehnew 8 4 Abs. 2 der Satzung des Reichsausschuffes lautet nämlich: „Die Mitgliedschaft eines Verbandes hat zur Voraussetzung, daß er sich bereit erklärt, mit den anderen Verbänden g e rn e i n s a m zu arbeiten, mit ihnen das R ech te zu m Besten der G e sa m t h eil zu finden und unbeschadet seiner gruru> sätzlichen Einstellung den bestehen d er Staat und sei ne Or gane zu achten/ Die Hitler-Jugend hatte eine Anfrage des .Reichsausschusses, ob sie diesen Paragraphen anerkenne, nicht bejahen können. Für sie ist deshalb im Reichsausschuß kern Platz Die Hauptversammlung gab diesem Empfinden! Ausdruck und schloß sich dem ablehnenden Votum des Vorstandes e i n st t m m i g an. '1 Die Hitler-Jugend gesteht also zu, ^däß ihr jede Zusammenarbeit mit anderer Jugend s e r n l i e g t, daß sie n r ch t g e w i I l t ist „das , Rechte zum besten der Gesamtheit zu finden" und daß' sie die Erziehung ihrer l füi»

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