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Central-Verein-Zeitung · 1929-12-06 · 49 (6.12.1929) · p. Seite 655

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
49 (6.12.1929)
Date
1929-12-06
Page
Seite 655 (sequence 11)
Language
German
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Herbert Culenbergs Palästina-Huch. ^Palästina. Eine Reise ins gelobte Sand." Von Herbert Culenberg. Mit 32 Abbildungen. Berlin 1929. Rembrandt-BerLag. Ach, wie wohl tut es, in dieser Zeit bedrückender Sorge um das Heilige Land in einem Buche 31t lesen, das ein Dichter geschrieben, damals, als 'Palästina „noch vom Friedensfücher eingewiegt war". Die Politik meldet sich nur leise und mild in den Seiten. Jerusalem im Morgenglanz oder im Abendsonnenschein malt uns das liebende Dichterherz. Mit Versen nimmt der Dichter Abschied von der ewigen Stadt. Die uralten Oelbäume des Garten Gethsemane werden besungen, die Höhle Machpelah von Hebron, all die Herrlichkeiten des Landes, deH ^ee Genezareth, das Tote Meer, der Weg nach Jericho, Nablus, Nazareth werden vor uns hingebaut. Wer trocken und antiquarisch ordnend nach „Neuigkeiten" herumspürt, wird den Wert dieses Dichterbuches nicht anerkennen. Aber wer offenen Auges und mit liebevoller Aufgeschlossenheit dutzende Male durch all die feinen Schönheiten gegangen ist, denr spricht der Dichtermund oft das aus, ums er im stillen gefühlt hat, ein Dichter, dem die großen Maler und Dichter der Weltgeschichte so vertraute Freunde sind, der so gern Luthers herbes, großartiges Bibeldeutsch in seine Beschreibt l n gen h i nei nsetzt. Eulenberg hat den Versuch gewagt, die große g i f d) i ch t l iche Vergangenheit P a lästi n a s uns in einem Reiseb u ch nahezubringen. Er hat sich dabei auf die Kreuzzüge und auf den Kinderkreuzzug beschränkt. Er sagt viel Kluges und Schönes zürn Problem der Kreuzzüge („Der Gedanke der Kreuzzüge ist also zum erstenmal ein alleuropäischer gewesen . : . Aber diese erste Vereinigung, der früheste, spärliche Ansang zu den Vereinigten Staaten von Europa, war nicht von langer Dauer." S. 75/76.) Der Dichter der „Schattenbilder" liebt es, keine unmittelbaren, nüchternen Geschichtsdarstellungen uns vorzusehen. Den ersten Kreuzzug schildert kräftig-bäuerlich Peter Arbogast, „ein armer Hintersasse des Grafen Gottfried von Bouillon". Selbst das grausige Judenschlachten am Rhein vergißt er nicht. Diese Erzählung ist besonders gut geraten. Ein „Tageserlaß" von Gottfried von Bouillon und die „Moritat auf eine verlaufene Nonne" nach den Berichten Albert von A a ch e n s, des Chronisten des ersten KreuzzugesH, sind köstliche Beigaben. Vom dritten Kreuzzug berichten Eulenbergs Verse. Den Kinderkrenzzug läßt unser i) Die Lektüre dieser Chronik, die in glänzender Ausstattung in Schrift und Bild bei Engen Dicderichs (Jena 1923), herausgegeben von Hermann Hefele, erschienen ist, kann rvärmstens empfohlen werden. Auch die grausigen Judenverfolgungen in Köln, Mainz (6 . 32/33), die er deutlich verurteilt (S. 37), schildert Albert als Zeitgenosse (lebte um 1150). S. GEev Spr^mltMm für feine tzerren-Mafche, Trikotagrn usm. BERLIN W FERNSPRECHER: CHARLOTTENSTRASSE 65 MERKUR 6330 „Schatteubilder"-Dichter in einem „Bericht der barmherzigen Schwester Gudula vom Spital des heiligen Bartholomeus iu Genua" vor unseren ausgeregten Blicken mit Meisterhand vorüberziehen. Ueber das Ergebnis der Kreuzzüge hören wir eine Anzahl richtiger und nicht richtiger Gedanken, die dieses weit umspannende Problem nicht.ansschöpfen können noch sollen. Es ist schade, daß Calenberg feine geschichtlichen Rückblicke nur den Kreuzzügen gewidmet hat. Die Eroberung des Landes durch die Araber unter dem Kalifen Omar, der arabische Widerstand gegen die Kreuzritter, Sultan Selims Zug nach Aegypten, Napoleons Einfall von Aegypten her, auch Ibrahim Paschas Feldzüge wären der Eulenbergscheu Feder wohl WederÄifilm aljolson/ Wenn AI Jolson singt, lebt die Leinwand. Seinen .Singing Fool* sollen bisher eine halbe Million Berliner gehört haben. Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, so müßten diesmal mindestens doppelt so viel Berliner die Kassen stürmen. DER So schreibt Heinz Poi in „Vosslsche Zeitung** JAZZSKNGiR Regie: Alan Crosland Ein Warner Bros und Vitaphone Fitm der National Täglich 630 915 Sonnabend u. Sonntag auch 4« Sonnabend 113» Nachtvorstellung GLORIA-PALAST Vorverkauf von 12—2 im Theater <$> (8ism. 8555,8575) u. b. A.Wortäei» Nächster JtaiseDSöiluss am Montag, dem Y. Dezbr., für die Nr. Z0 vom 13 -Dezbr. Der Versanö in Koffern unö ^loschen unserer unübertroffenen Ätmkbiere Doppel-Spaten Kraneiscus-Vier beginnt Mitte Dezember Ausschank m Vagern beginnt amiL.Marzi§>)0 Gabriel u. Kos. Seölmagr Hpattn-Kranziskaner-LeistbrauA.-G. München Lt.fsranciscus- -Vrer—:- MM ippppaspffTEra iGABRIED^-ä^JiUii^SEDLMAYR [BRRUEREIzumSPATEN ■BmCHENH

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