Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 44 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- Seite 593 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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5*5 Das Gesundheits- Wasser! Fachinger Versandstelle, Berlin SW 11, Schöneberger Strasse 16a. Telefon: Lützow 8260/61 sie häufiger, beim jüdischen Parvenü mittlerer Provenienz geradezu in grotesker Maske sichtbar; denn, durch seinen Machtwillen verdrängt, spritzen sie als Shylocktum, als Ressentiment des entfesselten Unfreien gleichsam aus allen Poren. Ter Deutsche, hier entscheidende Gegensätzlichkeit witternd, übersieht darüber die Energie, Intelligenz und Zähigkeit dieser Menschen; denn sein Unbewußtes, weil selbst bei ähnlicher Gemütslage aus anderen Zonen gespeist, sträubt sich gegen Züge, die in seiner Stammesgeschichte in dieser besonderen Form sich nie gettend machten*). Doch er übersieht, daß diese Typen meist Eingewanderte sind, vielleicht erst in zweiter Generation sich hier befinden und die „Eindeutschung", von der ich sprach, noch mit keinem Zuge ihres Wesens vollzogen haben. Schon ihre Kindeskinder dürsten, von individuellen Eigenschaften abgesehen, ein anderes Md geben, und dies selbst dann, wenn sie das Geschäft des Vaters sortgeführt und nur unter ihresgleichen geheiratet haben sollten. Denn der unaufhörlichen Wirkung deutschen Landes sich zu entziehen, ist nur dem möglich, der dies bewußt anstrebt. Allgemein gesprochen *) Womit nicht gesagt ist, daß die deutsche Stammesge-chichte viel angenehmere Züge aufweist. Treulosigkeit, Mordlust, Parteigeist untermalen im Laufe der Jahrhunderte hin die Vorzüge deutschen Wesens mit dunklen Farben. Man mache sich nichts vor: das durchschnittliche Bild eines Volkes, jedes Volkes zeigt die unterschiedlichsten Eigenschaften, und erst die besondere Pcrmutation seiner unerfreulichen und bedeutenden Züge ergibt den Generalnenner, von dem aus die großen Schicksale sich erhellen. gilt, daß deutsches-Schicksal unter allen Umständen auch jüdisches Schicksal i st. Der kluge Jude weiß dies und will es nicht anders. Daß es viele gibt, denen jedes Nationalbewutztsein mangelt, ist mir bekannt. Ihnen steht die große Zahl streng national, ja nationalistisch gesinnter Juden gegenüber." Neue Bücher Die Besprechung einzelner Werke behält sich die Schriftleitung vor. Dr. Albert Maichle: Das Kanon der biblischen Bücher und das Konzil von Trient. Herder u. Co., Freiburg, 1929. — Dr. Heinrich Schnee und Dr. Hans Draeger: Zehn Jahre Versailles. Brückenverlag, Berlin, 1929. — Moses Mendelssohn. Herausg. Encyclopaedia Iudaica. Lambert Schneider, Berlin, 1929. — D. Paul Fiebig: Der Talmud. Eduard Pfeiffer, Leipzig, 1929. — D. Dr. Joachim Jeremias: Jerusalem zur Zeit Jesu. Eduard Pfeifer, Leipzig, 1929. — Dr. Wilhelm Medinger: Die Krise des Parlamentarismus. Wilhelm Braumüller, Leipzig, 1929. — Ludwig Lewifohn: Das Erbe im Blut. Paul Lift, Leipzig, 1929. — Karl Joel: Wandlungen der Weltanschauung. I. C. B. Mohr, Tübingen, 1929. — Br. Jarob Levy: Die Schäaztsrage. Philo-Berlag, Berlin, 1929. — Erwin Volkmann: Der Koburger Silbertressenraub und sein Prozeß. Selbstverlag, Koburg, 1929. — Georg Schwarzenberger: Tübinger Abhandlung zum öffentlichen Recht. Ferdinand Enke, Stuttgart, 1929. — Hans Wöritzhofer: Das ABE des Lebens und Strebens. D. Firn, Berlin-Wilhelmshagen, 1929. — Hugo Flemming: Gottesvolk oder Satansvolk. Friedrich Bahn, Schwerin, 1929. — Hubert Grimme: Die Altsinaitischen Buchstaben-Inschriften. Reuter u. Reichard, Berlin, 1929. .' Drudsehlerberichtigung. In dem Aussatz „Wohin wandern die Juden aus" von Dr. Felix Goldmann auf Seite 579 „C. V.-Zeitung" Nr. 43 muß es heißen: „In unseren Tagen, da der Gedanke der nationalen Autonomie und der nationalen Minderheitsrechte für die Juden des Ostens bis weit hinein in unsere Reihen Sympathien genießt, ist es vielleicht gewagt, der Meinung Ausdruck zu geben, daß dieser Lösungsversuch in Wahrheit keiner ist. Er ist eben darum verfehlt, weil er den Drang zur Auswanderung verewigt (nicht: verneint)." Lan-esverbanöstagungen. Nieüerfchleflen. Sonntag, 3. November d. I., vormittags 10 Uhr, in den Räumen der Gesellschaft „Eintracht", Breslau, T a u e n tz i e n st r a ß e 12. Tagesordnung: Die nationalsozialistische Propaganda, ihre Entwicklung und ihre Erfolge in Schlesien. Maßnahmen für die Kommunalwahlen. Rechtsanwalt Färber (Breslau). — Vertrauliche Mitteilungen aus der Arbeit des Centralvereins. Stellvertr. Syndikus Dr. Alfred Hirschberg (Berlin) und Dr. Margarete Edelheim (Berlin). — Die Anstellung eines hauptamtlichen Syndikus für die Ortsgruppe Breslau und den Landesverband Niederschlesien. Rechtsanwalt Tarnowskj (Breslau). — Verschiedenes. Gberschlesien. Sonntag, 3. N o v e m b er, vormittags lOVa U h r, Delegierte ntagung in der M a m r e h l o g e i n B e u t h e n (O. - S.). Tagesordnung: Vertraulicher Bericht über die Arbeit der Centrale: Stellvertr. Syndikus Artur Schweriner (Berlin); Dr. Margarete Edelheim (Berlin); Geschäfts- und Kassenbericht des Landesverbandes. Geschäftsführer Dr. Jakobowitz (Veuthen); Berichte der Ortsgruppen; Aussprache; Neuwahl des Vorstandes; Anträge; Verschiedenes. Hessen-Nassau unö Hessen. Sonntag, 3. November, nachmittags 214 U h r, Volksbildungsheim, Seal 5, Am Eschenheimer Tor, Frankfurt a. M., ordentliche Landesverbandsversammlung 1 9 2 9. Tagesordnung: 1. Bor den Kommunalwahlen, a) Geist, Geld oder Gewalt? Referent: Dr. Martin Marx, Frankfurt a. M., Syndikus des Landesverbandes. d) Vertrauliche Mitteilungen aus der Arbeit der Centrale. Referent: Dr. Ludwig Holländer, Berlin, Direktor des E. V. 2. Aussprache. 3. Neuwahl des Landesverbandsvorstandes. 4. Verschiedenes. Pommern-Grenzmark. am 9. und 10. November. Tagesordnung: 9. Novemb-er, 26.30 Uhr: Stettin, Aula des Marienstiftsgymnasiums, Versammlung vor geladenen Gästen. Redner: Ernst Lemmer, M. d. R., Berlin, Syndikus Dr. Alfred Wiener, Berlin. 10. November, 10.30 Uhr: Alemania-Loge, Stettin, Landesverbandstagung. Redner: Ernst Lemmer, M. d. R., Berlin; Dr. Marcuse, Stettin; Dr. Alfred Wiener, Berlin; Max Eisenstein, Stettin. 10. November, 18 Uhr: Tee für die Delegierten im Preußenhof. Redner: Dr. Alfred Wiener. BERNHARD BAUCH PELZMODEN MÜNCHEN KAUFINGERSTR. 25 SCHÄFFLERSTR. 3 BRIENNERSTR 8 TELEPHON 91540/41 Versicherien-Dividende 1930 nach den Tarifen A, B und a: 36,2 % auf den Jahresbeiirag und 3,Z % auf das Deckung skapiial. Selen ArteiienverMkonl, cbroaische Verstopfung, Darmgifie empfehlen wir unsere fachmännisch hergestellten Reinkulturen von Japanischem Teepilz <3mh.>, Joghurt- und Kefirfermenten. Zu beziehen durch Apotheken, Drogerien, Reformgeschäfte; wo nicht vorrätig, auch direkt von Dr. E. Klebs Joghurtwerk, München. 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