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Central-Verein-Zeitung · 1929-05-10 · 19 (10.5.1929) · p. Seite 252

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
19 (10.5.1929)
Date
1929-05-10
Page
Seite 252 (sequence 8)
Language
German
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252 Andersdenkenden. Vorzüglich ist die Darstellung der unvergänglichen Bedeutung, die dem Alten Testament Lei der religiösen Erziehung zukommt, angesichts der Zur Zeit der innerhalb der protestantischen Kreise ausgetragenen Kämpfe besonders wichtig. Dieriemann (Offenbach a. M.). Leon Kornitzer: „Romemot el — Home möss El." Frankfurt a. SW*, 3* Kauffmann-Verlag. Es ist ein erfreuliches Zeichen unserer Zeit, daß sich allenthalben in den berufenen Kreisen das Interesse an Synagogalmusit regt. Unter den Zahlreichen, mehr oder weniger gelungenen Versuchen auf diesem Gebiete, verdient der vorliegende Band mit Auszeichnung genannt Zu werden. Leon Kornitzer, Oberkantor der Hamburger Gemeinde, vereinigt hier eine beträchtliche Anzahl seiner eigenen Kompositionen für den Gottesdienst, sowohl Soli für den Kantor, wie auch Chorgesänge mit Orgel, im ganzen Zweiundvierzig Stücke für den Sabbat, die verschiedenen Feiertage, aber auch für die Wochentage, für verschiedene feierliche Gelegenheiten, Trauungsgcsänge, Stücke für Trauerfeiern usw. Wer mit den Arbeiten auf dem Gebiet des Shnagogalgesanges viel zu tun hat, weiß, daß die Mehrzahl dieser Versuche von Amateuren in der Kompositionskunst herrührt, die wohl Begeisterung für die Sache mitbringen, aber zu wenig künstlerisches Können. Aus diesem Durchschnitt hebt sich Kornitzers Sammlung hoch empor. Ein wirklich durchgebildeter Musiker ist in jedem einzelnen Stück kenntlich, ein Künstler, der zu gestalten weiß, der den Vokalsalz beherrscht, für Solo wie Chor sachgemäß und wirkungsvoll schreibt, und auch anspruchsvollere Hörer zu fesseln weiß durch mancherlei Feinheiten der Melodik, der reichen und farbigen Harmonik. Für meinen persönlichen Geschmack ist im allgemeinen der Stil der K o r n i tz e r schen Musik Zu wenig ausgesprochen jüdisch, zu sehr der deutschen Musik um etwa I960 angenähert. Dieser Mangel jedoch hindert mich nicht, anzuerkennen, wie vorzüglich in jeder Hinsicht innerhalb der ihm natürlichen Schreibweise Kornitzer sich auszudrücken versteht. Seine Sammlung ist warm zu empfehlen. Alle einigermaßen leistungsfähigen Tempelchöre werden aus ihr bei dieser oder jener Gelegenheit ihr oft schon zu abgenutztes Repertoire auffrischen können mit neuen Stücken, die so würdig gehalten wie wirksam sind. Es seien vor allem die Gesänge mit deutschem Text genannt: die wertvollen Trauungslieder und Trauergefänge, das außerordentlich schöne „Waam 's Zillossi" für Altsolo, Violine und Orgel, das kräftige, glänzend gesteigerte „Mögen owoss"; das stimmungsvolle „Adoimj moloch", das noch am ehesten einen kenntlich jüdischen Eigenton aufweist; das festlich frohe „Wajhi bin’ ssoa". In der Tat, es ist nicht ein einziges unbedeutendes Stück in der ganzen Sammlung, und auch in ganz kleinem Rahmen weiß Kornitzer künstlerische Feinheit ungewöhnlicher Art zu entfalten, wie zum Beispiel in dem zarten, stimmungsvollen Orgelritornell während des stillen Gebets, samt dem darauffolgenden „Wajchullu". _ Dr. Hugo Leichteritritt. „Im Westen nichts Neues." Von völkischen Seiten ist in letzter Zeit das Buch von Remarque verschiedentlich angegriffen worden. Es wurde darauf hingewiesen, daß „sein zersetzender Geist" aus der jüdischen Abstammung seines Verfassers, der angeblich Kramer hieße, zu erklären sei. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, entstammt Remarque einer R6fugiö-Familie, die seit 130 Jahren in Deutschland ansässig ist. Sein Name Remarque ist authentisch. Er ist weder Jude noch jüdischer Abstammung. 18jährig kam er in den Krieg, Westfront, wurde verwundet. C Her bee Gouilnxt (U 3)xeMjäer- Frankfurter Allgemeine Versicherungs- Aktien- Gesellschaft Lebensversicherungs- Aktien- Gesellschaft Versicherungen aller Art Auskünfte erteilen die General direkt! on Frankfurt a. M., Taunus-Anlage 18, und deren Geschäftsstellen I Kmben-Penswnat Prediger Kirsch, Soburg I Hohe Straße 9. Fernsprecher 825. fl Erstklassiges Erziehungsinftitut in Coburgs schönster Höhenlage. 7000 qm ^^ack^^ymnasiE^^berrealschule^aw^Platz^EigeneVo^ DreMn-A. Zochtervensionat ' Mu Siiia iailrrlinü Margarete »aHerffrin Vltta Frohsinn, ilaatl. geprüfte Lehrerin. Gegründet 1884. Wissenschaften, Sprachen, Hauswirtschaft, gesellschaftl. Fortbildung. Fachausbildung auf Wunsch. ÄUtttv ™ r O lll^Auch Damen. 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