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Central-Verein-Zeitung · 1929-05-10 · 19 (10.5.1929) · p. Seite 251

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
19 (10.5.1929)
Date
1929-05-10
Page
Seite 251 (sequence 7)
Language
German
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251 borg) hatte einen Vortrag über W i r t s ch a f t s f r a g e n , Dr. Margarete E d e l h e i m (Berlin) über Rechtsfragen und Cläre Braunschweig (Heidelberg) über E r 3 i e h u n g s s r a g e n übernommen. Tie Abwechslung in der Person der Bortragenden inachte es unmöglich, daß die Referate einheitlich gestaltet waren; dies konnte als Mangel empfunden werden, wurde aber bei weitern ausgeglichen durch die Tatsache, daß für jeden Vortrag eine Referentin gewonnen war, die das ihr zunächst liegende und von ihr beherrschte Gebiet behandelte, so daß jeder Abend in feiner Art Interessantes und Wertvolles brachte und auch durch die Verschiedenheit in Temperament und Auffassung der Vortragenden Anregung bot. Einen Zusammenhang bildete der Grundgedanke, der durch alle drei Vorträge zu erkennen war: Tie jüdische Frau begegnet in ihrem täglichen Leben dauernd den behandelten Fragen, sei es in Form des Problems der grundsätzlichen Lebensführung, sei es in Form des Angriffs. Sie hat als Mutter ihren Kindern gegenüber die Verpflichtung, sich Klarheit über diese Fragen zu verschaffen, damit sie diese Klarheit über das Verhältnis von Deutschtum und Judentum in ihre Kinder einpflanzen kann; sie hat als jüdische Frau in ihrer ganzen Umgebung, sei es im Hause, bei Einkäufen, bei den Mitschülern und Lehrern der Kinder, Gelegenheit, klärend und berichtigend ZU wirken, aber die erste Vorbedingung ist, daß sie selbst im richtigen Augenblick Bescheid weiß. Damit war das Gebiet Umrissen, auf dem die Fraunicht nur a u ch Mitarbeiten sollte, sondern wo gerade sie und sie am besten wirken kann. Der Besuch der Vorträge hätte besser sein dürfen; unter den Hörerinnen fehlten bedauerlicherweise vielfach die Jungen, denen diese Veranstaltungen hätten Wegweiser sein sollen. Aber es kommt ja nicht auf die Menge an, sondern auf die Art, wie solche Vorträge gehört werden, und die Aussprache bewies nicht nur, daß die Teilnehmerinnen den Ausführungen mit lebhafter Aufmerksamkeit gefolgt waren, sondern brachte auch sehr deutlich .zum Ausdruck, was jüdische Frauen und Mütter bewegt: Nicht die Politik und nicht die Abwehrarbeit im großen — denen stehen sie noch fremd gegenüber —, aber die Berussnvt der jüdischen Jugend, die seelische Not des jüdischen Kindes und ihre Behebung, die Fragen der Lebeusgestaltung — das ist das ureigenste Gebiet der Frau. Die Stuttgarter Frauen werden es sicher begrüßen, wenn der C. V. im kommenden Winterhalbjahr auf dem eingeschlagenen Weg weitergeht. Stgt. PACT PUDER K natürlich ■BBlgaiMlIBllBlllBBil Firmen welche der Zeitung ihre Aufklärungsarbeit in der Provinz Sachsen. Die Steigerung der nationalsozialistrschen und sonstiger: judenfeindlicher: Agitation veranlaßt die Berliner Zentrale des Centralvereins wiederholt, durch Entsendung verschiedener Mitarbeiter in ein bestimmtes Gebiet einen genauen Uebcrblick über die derzeitige Lage zu gewinnen, um danach die Maßnahmen für ihre Arbeit treffen zu können. Gleichzeitig wird stets die Gelegenheit benutzt, unsere Mitglieder und Freunde eingehend über unserer: Abwehrkampf zu unterrichte::. Eine derartige Aktion fand in der: letzter: Wochen in Sachsen statt. Den Auftakt bildete eine Landesverbandsversarnmlung am 17. März in Halber st ad t, die aus der Provinz sehr stark beschickt war. Der stellvertretende Syndikus, Dr. R e i ch - m a n r: (Berlin), berichtete über die Lage im Reich, unser Magdeburger Vorstandsmitglied P e tz 0 1: über die Lage in der Provinz Sachsen. Die Aussprache brachte sehr wertvolle Anregungen. Am 27. März folgte in Magdeburg eine überaus stark besuchte Versammlung, in der die Herren Syndikus Dr. Wiener (Berlin) und stellvertretender Syrrdikus Dr. Reich mann (Berlin) referierten. Die Gemeinden B i t t e r f e l d, Burg, Gardelegen, Schönebeck, Stendal, W e i ß e n f e l s und Wittenberg wurden vor: Erwin B a e r besucht. Die dort abgehaltenen Versammlungen wiesen durchweg eine große Beteiligung auf. Uebecall fand eine Aussprache statt, überall ergab sich eine kräftige Belebung der Tätigkeit unserer Ortsgruppen. Die Zentrale hat aus allen Veranstaltungen und aus einer Reihe von Rücksprachen und Erkundigungen sehr wertvolles Material erhalten, dessen Auswertung in der laufender: praktischer: Arbeit vorgenommen wird. Neue Sucher. Dr. G. Nothstcm. „Leitfaden zum Unterricht rm Alten Testament." S 0 ch st e A u f l a g e, 19 2 9, H alle, B u ch h a n b I it n g des W aise n h ct u s c s. Wenn hier über ein Buch für den evangelischen Unterricht rühmend berichtet wird, so ist damit bereits gesagt, daß auch der jüdische Neligionslehrer für seine Arbeit und seine Methode mancherlei daraus lernen kam:, Anordnung des Stoffes und Durchführung des Theuras sind gut gelungen. Mit besonderer Befriedigung empfindet man die objektive Würdigung der Bedeutung, die den einzelnen Phasen der jüdischen Geschichte innerhalb der allgemeinen Religionsgeschichte Zukommt, die gerechte Darstellung der Pharisäer, die Herausarbeitung der Höhenlage der mosaischen Zeit. Religionsunterricht im Geiste dieses Büchleins kann viel, sehr viel beitragen zur Entgiftung der Atmosphäre, rmrß erziehen zur Anerkennung auch des 11^ 15 Pfund leichter, 10 Jahre jünger durch Dr. Ernst Richters Frühstücks-Kräutertee. So schreibt Sanitätsrat Dr. A. D. in. A.: Der Tee hat mir gute Dienste geleistet, bin 15 Pfund leichter geworden und frischer, wie 10 Jahre jünger. 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