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Central-Verein-Zeitung · 1929-05-03 · 18 (3.5.1929) · p. Seite 237

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
18 (3.5.1929)
Date
1929-05-03
Page
Seite 237 (sequence 9)
Language
German
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237 Das Heilbad fürs Herz. Der, Jungbronn für die Nerven, Das unübertroffene Frauenbad. y Prospekte durch olle Reisebüros u. die öadeverwol+g, Wesentlichste seines hohen Berufes gezeigt, auf das er stolz sein mutz, j Gerade darum ist die Wirkung der Lebensarbeit von Fuchs unbegrenzt, sowohl stofflich als auch zeitlich. Nnd die seht manchmal großzügige E moderne Rechtsprechung des Reichsgerichts in Zivilsachen ist mit sein Werk, man darf es ohne Uebertreibung wiederholen; sie hat sich jetzt tatsächlich Iso entwickelt, daß sie selten, wenn sie in den letzten Jahren ihren früheren Standpunkt zu einer Frage änderte, rückschrittlich-scholastisch war; vielmehr geht sie nun durchweg nach der soziologisch-for.schrittlichen Richtung des Freirechts. tz Nicht vergessen darf werden, daß und wie Fuchs das Richtertuin | mahnte, der deutschen Sprache eingedenk zu fein. Mit welch bitterer H Ironie ging er der oft grotesken, früher fast sprichwörtlichen ,,Juristen- J spräche" und der des Reichsgerichts zu Leibe, und Zwar mit eben solchem q Erfolg, so daß cs heute kaum mehr vorkouunen durste, daß, wie es früher % oft der Fall war, Stellen aus Reichsgerichtsentscheidungen in Witzblättern ij erscheinen können. Fuchs war ein jüdischer Anwalt, kämpfte aus ethischen % Motiven mit eine große Sache; er war ein bedeutender H Praktiker von phänomenaler Kenntnis der Wissenschaft und J Rechtsprechung, er war ein universaler Geist, ohne eitles Gehabe, wie man es bei manchen Spezialisten findet, und bestätigte damit die H Wahrheit des Satzes, daß überdurchschnittliche Menschen niemals ein- 1 geengt bleiben in den Nahmen ihres Alltagsberufes und eben damit I schöpferisch werden, weil sie die Tinge von allen Seiten Zu sehen * vermögen. % /lufklärung! lieber „Das Zusammenleben der Konfessionen" sprach am 16. März Universitätsprofesfor Dr. Kinkel (Gießen) in Hersfeld. An der Versammlung nahmen 150 Personen, darunter 40 Nichtjuden, Beamte, Geistliche, Kaufleute, Lehrer und Arbeiter teil. Tie Hörerschaft fetzte sich also aus allen Ständen und Berufen zusammen. Die „Hersfeld er Zeitung" schreibt über die Veranstaltung, daß Dr. Kinkel „von hoher Warte aus in geistreicher Rede das Hohelied der Humanität, der Liebe der Menschen untereinander, der Duldsamkeit, der Achtung vor allem, was Menschenantlitz trägt und was Menschen heilig ist, predigte. Es war weit mehr als das Vortragsthema erwarten ließ, es war eine erhebende Feierstunde". Unter den Persönlichkeiten, die den Problemen der deutschen Juden im Grunde nachspüren und ihnen wertvollste Erkenntnisse abgewonnen haben, steht in vorderster Reihe das Hauptvorstandsmitglied des Centralvereins Inlius Val». Eine Reihe von Ortsgruppen, die den Wunsch hatten, vor unseren Freunden und der Oeffentlichkeit über die Tagesfragen, die wir zu erörtern gewohnt sind, hinaus Geistesfragen, die uns in der Tiefe erfassen, erklingen zu lassen, hatten Julius Bab zu Vorträgeir eingeladen. Sv sprach er in K ö n i g s b erg, Nt ü n ch e n , W ü r z - bürg über: „Tie Juden und der deutsche Geist", in Nürnberg über: „Der Jude als Motiv in der europäischen Dichtung", in N e g e n § b u r g über: „Der Fall Maurizius" und „Der Fall Grischa". In allen Städten machten die Vorträge auf die überall zahlreich' erschienene Hörerschaft tiefsten und nachhaltigsten Eindruck und fanden stürmischen Beifall. Eine große Anzahl christlicher und jüdischer Persönlichkeiten, die sonst unserer Arbeit ferner stehen, nahmen an den Veranstaltungen teil und äußerten besonderes Interesse. Für die Ortsgruppen des Regierungsbezirks Westpreußen hatte der Landesverband Ostpreußen des Centralvereins eine Bezirkstagung nach Marien bürg einberufen. Nachdem namens der Marienburger Ortsgruppe der stellvertretende Vorsitzende, Kaufmann Stern, die Erschienenen begrüßt hatte, hielt der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes, Apvthekenbesitzer Wolfs (Braunsberg), ein einleitendes Referat über „D e u t s ch t u m und I u d e n t u m im O r d e n s l a n d". Der Redner gab einen Ueberblick über die geschichtliche Verwurzelung der Juden in der Ostmark und ging auf ihre Heimatliebe und ihre Vaters ländischen Leistungen in Krieg und Frieden ein. Tie starken Angriffe der \r BRUCKMANN Gegr: 1805 BRUCKMANN tcht *Hber mitMarke Adler Ve»»*ilb. zu haben in den Fa ch ge 3 ch cif len Kitockmafln u*öhne A&Heflbnmnft. Prospekte zu Diensten. 70% aller Erkrankungen entstehen im Magen und Darm! Nehmen Sie noch heute g i a Sie fühlen sich morgen schon wohler. 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