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Central-Verein-Zeitung · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · p. Seite 206

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
Seite 206 (sequence 10)
Language
German
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20ö Man ist aber auch — im Gegensatz zu deutschen Schiffahrtsliniert — in der Verwaltung der „Bibby" Linie vorurteilsfrei. Eine ganze Anzahl Juden finden sich in der Schisfahrtsleitung, und der jüdische Schiffsarzt ist keine seltene Erscheinung. Der jüdische Chefingenieur des Schiffes, das während des Krieges als Lazarettschiff Kriegsdienste tat, spricht mit großer Anerkennung von den Deutschen, die die „Oxfordshire" unbehelligt ließen. Zu den Passagieren gehört ein Neffe von Sir Jsaac Rufus (Lord Neading), des Bizekönigs von Indien. Fast alle englischen Juden verlassen die „Oxfordshire" in Port Said, um Palästina zu besuchen. Geheimrat Dr. Otto Wiefenthal 70 Jahre alt. Wider den Willen unseres Freundes Geheimrat Otto Wiesenthal haben die Tageszeitungen seinen 76. Geburtstag gemeldet. Deshalb wollen wir der großen Schar seiner Freunde und Verehrer auch an dieser Stelle die Nachricht bekanntgeben, obwohl Otto Wiesenthal jeder öffentlichen Feier entschieden widersprochen hat. Dem bescheidenen Charakter Wiesenthals entspräche ein langer Elückwunschartikel nicht. Es bedarf seiner auch nicht in einem Kreise, den er führend mitgeschafsen hat und der in ihm der besten einer verehrt. Wir grüßen unseren Otto Wiesenthal an seinem Jubeltage und wünschen ihm. seiner Familie und uns selbst, daß er noch viele Jahre für. unser gemeinsames Ideal in gewohnter Arbeitsfreude wirken kann. Landgerichtsrat Dr. Stern über feine Jndienreise. Als Abschluß der Winterarbeit der Groß-Berliner Frauengruppen des Centralvereins Das Hfeilbad förs Herz. DeritJüngbronn für die Nerven, Das unübertroffene Frauenbad. 1 Prospekte durch alle Reisebüros u. die ÖcdeverwaHg. hatte Frau Hanna Holländer zu einem Dortragsnachmittag eingeladen. Nach kurzer Ansprache des Direktors des Centralvereins, Dr. Ludwig Holländer, erzählte Landgerichtsrat Dr. Ster n, Hauptvorstandsmitglied des Centralvereins, von seiner kürzlich vollendeten dreimonatigen Jndienreise. Dr. Stern gab zunächst einen Ueberblick über die geistigen Strömungen dieses Wunderlandes mit seinen 325 Millionen Einwohnern. Von diesen sind etwa 236 Millionen Hindus, 70 Millionen Mohammedaner, vier MMonen Christen und nur 21 006 Juden. Von diesen 21 600 Juden in Indien behaupten die meisten, daß ihre Vorfahren schon zur Zeit der Zerstörung des Tempels in Indien eingewandert seien, und tatsächlich beweisen Urkunden aus alter Zeit, daß schon sehr früh Juden dort ansässig waren. Der Redner schilderte das Erwachen der Volksmassen Indiens, das jetzt m sprunghafter Entwicklung vor sich geht. Ungeheure Mengen Analphabeten gibt es besonders unter den 3hr Xerzensmansti! Tatsächlich ist dieser 12/60-PS-Simson-Supra das Leitbild des modernen Automobils. Formenschön und edel in seiner äusseren Gestalt, unter Vermeidung aller spielerischen Ueberflüssigkerten, reich m der Ausstattung, überwältigend die achtunggebietende Kraft seiner Maschine! 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