Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 13 (29.3.1929)
- Date
- 1929-03-29
- Page
- Seite 167 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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167 Von Dr. Max Osborn^ Es gibt Bücher, deren Themata so reizvoll und naheliegend klingen, daß man mit Bestimmtheit glaubt, man habe sie schon einmal gesehen oder in der Hand gehabt und wisse nur nicht mehr so recht, wer sie eigentlich geschrieben, die aber, wenn man der Sache aus den Grund geht, — noch gar nicht existieren. Als Dr. Karl S ch w a r z mir vor längerer Zeit von fernem Plan erzählte, die Beteiligung der Juden an der künstlerischen Entwicklung der Welt einmal in einem übersichtlichen kleinen Kompendium zu schildern, wollte ich ihm schon abraten, in der Annahme, das sei längst von anderer Seite geschehen. Aber Schwarz hatte recht und ich hatte unrecht: die kaum glaubliche Tatsache steht fest, daß bis vor kurzem noch niemand darangegangen war, dieser fruchtbaren, lohnenden, nach verschiedenen Serien hin dankbaren Aufgabe nachzugehen. Bis vor kurzem. Tenn jetzt haben wir das Buch zur Hand: „Die Juden in der Kunst" (Berlin, Welt-Verlag), mit 50Tiefdrucktafeln und einigen Textbilderu. Aber nun wird auch wieder klar, warum sich noch keiner an dies Amt herangetraut hatte: der Stoff ist so riefengroß, so umfassend und dann wieder so zerfließend, daß es keine Kleinigkeit ist, ihn in den Rahmen eines Bandes zu zwängen, überhaupt mit ihnr fertig zu werden. Nur ein Kunsthistoriker, der sich seit Jahr und Tag mit dieser Materie beschäftigt, mit allen Einzelheiten vertraut gemacht uud zugleich daran gewohnt hat, das gewaltige, über unendliche Täler und Höhen larlsende Gebiet als eine Einheit zu begreifen, konnte den Entschluß fassen, damit zu ringen. Schwarz war der rechte Mann dazu. Nicht nur, weil er jetzt mit Umsicht, Gelehrsamkeit und lebendiger Frische die Kunstsammlungen der Berliner Jüdischen Gemeinde betreut, sondern lveil sich in ihm wie in wenigen ein wahrhaft erstaunliches Maß des Wissens von diesen Dingen aufgestapelt hat. Gewiß, an Vorarbeiten mannigfacher Art war kein Mangel. Es gab die bedeutsamen Publikationen der Frankfurter Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, die Heinrich Frauberger, der (inzwischen verstorbene) Direktor des Düsseldorfer Kmrstgewerbe- Saciisen: Adorf i. B. „Schützenhaus". „Wolfsschlucht". Gasthof „Schwarzer Bär". A n n abtx Q im Erzgebirge. Restaurant „St. Privat", Kleinrückcrsrvalder Straße 7. Aue (Sachsen). Gasthaus „Muldenthal". Gasthaus „Lokomotiue", Am Bahnhof. Cafe Carola, Wettiner Straße 13. Bad Schandau, Sachs. Schweiz. „Deutscher Krug", Nachtstraße. B ä x C n ft e i tt, Bez. Chemnitz (Erzgebirge). Gasthaus „Deutsche Eiche". Chemnitz, Hotel „Burg Wettin", Bahnhofstraße 2, Tel. 457 61. Hotel am Friedrichsplatz, Christliches Hospiz. 55 Fremdenzimmer. Tel. 415 41. „Goldener Hahn", Lohstraße 30. „Der Kellermeister", Langestraße 10. Konditorei-Cafe Michaelis, Königstraße 17. Tel. 455 51. Nicolai- Bahnhofs-Wirtfchaft. C o l d i tz (Sachsen). Cafe Bobert. Dresden. Bier- und Speisehaus P. Golde, Grunaer Straße, Ecke Zirkusstraße. C i tz e n ft o Ä, Sa. (Erzgeb'.) Gasthof „Deutsches Haus". Elsterberg in Sachsen. Hotel „Goldenes Lamm", PforLeu-straße 1. E r l b ach i. B. Gasthof Erlbach. Eaf6 und Konditorei Arno Darthol. Falkenau (Sachsen). Bahnhofrestaurant. Gasthos „Zur Falkenhöhe". Glauchau in Sachsen. „Meisterhans", Kasinostraße. Greiz in Vogtland. Gastwirtschaft „Hopsenblüte", Oststraße 24. Gntensürst L V. Restaurant „Zur Schloßbrauerei". Hohen stein-Er. Hotel „Gewerbehaus", Molkestraße. ,/Ltadt Glauchau", Neumarkt. Hohnstein, Sächsische Schweiz. Fremdenhof „Polenzthal", am Fuße des Hocksteins. Jößnitz. Bahnhofshotel Jößnitz. Köppelsdorf b. Bad Schandau (Sächsische Schweiz). S. A.-Heim. Lauter im Erzgebirge. Kaffeehaus Häusl. Leipzig. Dortmunder Union, Turnerstraße 27. Faschistenwirt, Reichelstr. 3. L i m b a ch (Sachsen). Herings Restaurant. Lommatzsch in Sachsen. Gasthaus „Deutsche Eiche". Munzig (Amth. Meißen, Sa.). Gasthof Munzig. Naunhof bei Leipzig. „Schntzenhaus". Netzschkau (Vogtland). Cafö Wettin, Elsterberger Straße. Neuhansen i. Sa. (Erzgebirge). Hotel „Erbgericht", 2 Min. vom Bahnhof. N e u m a r k (Sachsen). Gasthof „Goldener Löwe", Am Markt. N e u st a d t r. Sachsen. Sächsische Schweiz. Restaurant „Germania", Tel. 215. Radin mbad Oberschlema. - Post: Radiumbad Oberschlerna. „Panorama" Riederschlema, Cafe-Restaurant und Sonnnerfrische. Plauen i. Vogtlands. Bergkeller, Fürstenstraße. Tunnel, Mitte der Stadt. Etablissement Centralhalle, Straßbergerstraße 8. Altknlmbach, Reichsstraße 51/53. Mutschmann, Konditorei und Cafe, Kaiserstraße 73 (Ecke Jößnitzer Straße). Michaels Bierhallen, Am Paulusplatz. „Prater", Dobenaustraße 29. Richard Treibmann, Konditorei und Cafe, Melanchthonstraße 2, Nähe Tunnel. Schönherr, Restaurant und Caf6, Kaiserstraße 50 (Ccke Jößnitzer Straße). „Taubenschlag, Iohcmnstraße 15. „Waldschlößchen", Pausaerstraße Endstation. P k a u e tt - K a u s ch w i tz. Flughafen-Gaststätte. Rei n s V o v f in Sachsen. Bezirk Zwickau. Leonhardts Gasthos. R 0 ch l i tz bei Leipzig am Rochlitzer Berg. Stadtcafe. Seifhenneosdorf (Sachsen). Ratskeller. S ch tt eeherg im Erzgebirge. Siegels Restaurant, Obere Zobel gaffe. Ratskeller. Renftädtel bei Schneeberg, im Erzgebirge. Hotel Karlsbader Haus. Stephans Gastwirtschaft. Cafö „Glückauf". Weinböhla. Zentral-Gasthof. Bezirk Dresden. Gasthaus „Zum Stern", Hauptstraße. Werdau i. Sa. Gasthaus „Zur Post". U t# i & tt n (Sachsen). Cafe Central, Mcrrienplatz 12. Hotel Deutscher Kaiser, Ende der Bahnhofstraße. Konditorei Fiedler, Wilhelmstraße 45. — Cafe mufemn§, von 1900 ab herausgegeben hat. Es'gab wertvolle Einzelstudien voll Erich Toeplih, der gegenwärtig, viel zu wenig gestützt, die Frankfurter Organisation in Ordnung hält (die nach ihrem verheißungsvollen Anlauf schnell ermüdete), von Ernst Cohn-Wiener, vor: Elisabeth Simon, Fritz Stahl und manchen anderen. Auch der Schreiber dieser Zeilen hat sich gelegentlich mit den Problemen beschäftigt, die hier austauchen und sich zu dunkel anschwellenden Massen ballen. In einer Festnummer der „Mitteilungen des Ordens Bne Briß" (Oktober 1926) habe ich mit mehreren Mitarbeitern allerlei Abhandlungen zusammengestellt, die in diese Richtung weisen. Im Jahre 1903 gab Martin B n b e r seinen Band „Jüdische Künstler" heraus, in dem Joses Israels, Lester Ury, E. M. Lilien, Max L i e b e r m a n n, Solomon I. Solomon und Jehudo Epstein in nronographischen Aufsätzen behandelt waren. Der ausgezeichnete Kenner und Sammler Salti Kirschstein in Nikolassee hat, all der Hand seiner großartigen — leider nach Amerika ausgewanderten — Schätze, wertvolle Schriften veröffentlicht. In Vorträgen und Zeitschriftenausfätzen ist mancherlei zur Aufhellung getan worden. Aber es fehlte eine orientierende Zusammensassilng, die nlüll schmerzlich verrnißte, die absolut notwendig war. Was Schwarz gegebell hat, kann darum gar nicht Anerkennung genug finden. Hat man dies sestgestellt, so wird mau freilich auch bemerken dürfen, daß — nun sagen wir, in eitler zweiten Auslage — manches anders behandelt werden könnte. Hoffentlich hat Schwarz bald Gelegenheit dazu. Dieser erste Versuch tonnte noch nicht nach allen Richtungen hin ein völliges Gelingen werden. Es handelte sich nur darum, daß er zunächst einmal gemacht wurde. Vortrefflich und überaus wertvoll ist die knappgefaßte Darstellung der jüdischen Kunsttätigkeit im Altertum und im Mittelalter. In leichter, angenehm lesbarer, unterhaltsamer Form ward die Kenntnis der geschichtlichen Ileberlieferungen und vorhandenen Neberbleibsel zu eitler höchst lehrreichen Unterweisung ausgebaut. Aber es ist schoil anfechtbar, wie der Verfasser den Begriff „Mittelalter" ausdehnt: er führt bei ihm bis ins 18. Jahrhundert! Das geht nicht. Denn wenn auch der Haupteinschnitt in der Geschichte der jüdischer! .Kunsttätigkeiterst durch die Emanzipation am Ende des 18. Jahrhunderts geliefert wird, so läßt es sich nicht vertreten, alles Vorherige in eine große (Fortsetzung des Textes auf Seite 168.) Kritzner, Wilhelmplatz. Hotel „Zum Bären", Innere Plaue nsche Straße. Gasthof Marienthal. Bierhans „Weihenstephan", Schloßstraße 14. Gast- Hof „Crossen". Thüringen: Altettburg. Gaststätte „Insel". Gaststätte „Katsch". A r n st a d t (Thüringen). Gast- und Rasthaus Schwarzburger Hof, am Ma rkt. Bad Thal bei Eisenach. Hans „Glück Auf", Tropfsteinhöhle. Gehren (Kreis Arnstadt). Gastwirtschaft „Sichelhammer". Gera (Thüringen). Schankwirtschaft Klotz, Heinrichstraße 33. Gotha. Hotel Stadt Coburg. Hirschberg (an der Saabe). Gastwirtschaft Feig. fe n d. Göhre's Weinstuben, Am Markt. Zum Burgkeller, Hinter der Kirche. angewiesen (Thüringen). „Thüringer Hof." Fremdenzimmer. Meiningen. Gasthaus „Zum goldenen Pflug", Georgstraße. Gastwirtschaft „Völler", am Markt. Mühlhausen (Thüringen). Gasthaus „Drei Rosen", Iohannisstraße 5/6. Gastwirtschaft „Theatcrkeller". Neudietendorf (Thüringen). Gasthof der Brüdergemeinde, direkt am Bahnhof. Osterfeld (Thüringen). „Zur scharfen Ecke", Am Markt, Tel. 33. Pötzneck. „Bürgerhaus". Rudolstadt (Thüringen). Gasthaus „Alte Garküche". Saalfeld (Saale). Gasthaus Wilh. Gerlicher, Saalstraße. Sonneberg (Thüringen). Sonneberger Hof, Robertstraße. Stadtroda (Thür. Luftkurort). Gasthaus „Zum Bären", Markt. Telchwolsrarnsdors (Thüringen). Fritzschens Lokal. Waldau (bei Osterfeld, Thüringen). Gasthos am Teufelstein. Württemberg: Backn an g. Gasthaus „Zur Linde". Friedrichshasen am Bodensee. Gasthaus „Krone". Geislingen an der Steige. Gasthaus „Zum Kreuz", Hauptstraße. Nagold (Württemberg). Gasthos „Zum Engel", Marktstraße. Gasthos „Zum Waldhorn", Bahnhofstraße. Owen-Teck (am Fuße der Schwäbischen Alb). Gasthof Post (Krone). Simmersfeld (im Württembergischen Schwarzwald). Gasthaus „Zum Hirsch". Gasthaus und Pension „Zum Anker". Schwabifch-Gmünd (Württemberg). Wirtschaft „Zum Hohenstaufen", Pfeisergäßle. Stuttgart. „Hakenkreuzklause", Kronenstraße 20, heim Bahnhof. Weingarten (Württemberg). Gasthaus „Zum Iägerstüble". Wirtschaft „Zur Welfenburg". Oesterreich: Eisenkappel (Kärnien). Gasthof Domnig. Klage nsurt (Kärnten). Cafa Lerch, Heuplatz. B ö l k e r w a r k 4 (Kärnten). Gasthaus „Tigerwirt", Hauptplatz. Kanduths Weinstube, Hauptplatz. Frz. Glantschnigs Ww., Münzgafse, Altbürgerl. Gasthaus. Gast- und Kaffeehaus „Zum Rößl", Haup'tplatz. Gast -und Kaffeehaus „Alte Post", Hanptplatz. „Goldener Löwe", Hauptplatz. K r i e g l a ch. Hauptstraße 40, Roseggers Waldhsimat. Gasthos und Cafü „Zur alten Post". Puchberg am Schueeberg (Nicdcrösterreich). Gasthaus „Zum grünen Baum". Braunau a. Inn (Oberösterreich). Hotel und Cafä „Post". S ch w a r z a ch - S t. B e i t (im Pongau). Hotel „Zur Post". Salzburg. Gasthaus „Zur Pflaume", Pfeifergafse 5. &dXl (Tirol). Gasthos „Zum goldenen Engel". Kufstein (Tirol). Gasthof „Bad Kienberg-Klamur". St. Walentin a. d. Heide (Oberpintschg-au). Gasthof „Zur Ortlerspitze". Solle Jsareo (Gofsensaß, am Brenner). Holzers Hotel-Pension.