Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1929-03-29 · 13 (29.3.1929) · p. Seite 164

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
13 (29.3.1929)
Date
1929-03-29
Page
Seite 164 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2277379-2277833-2277846--05144-2285850
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

.164 *M Ö t i (1): Die Bäderverwaltung schreibt: „Wir glauben Ihnen Mitteilen zu müssen, daß in unserem Orte sich Juden nur ganz ausnahmsweise aufhalten und ihrer Mehrzahl nach ungern hier gesehen werden." Hamburger Hof hat sich durch Stillschweigen mit der Ausnahme einverstanden erklärt. Villa Elisabeth versieht ihre Anzeigen mit Hakenkreuzen. Pension Iduna nennt sich christliches Haus. . N c « u & u t* f (IX): Parkvilla, Obere Parkviüa. Die Inhaberin beider Häuser erteilt -aus Anfrage jüdischer! Kurgästen die Antwort: „Die Häuser sind rein deutsch." N ui U' r f (V): Lungcnheilanstalt Kaerger annonciert: Christliche Erholungsuchende finden angenehmen Landaufenthalt. N c u - F f e rr b u r g (X): Restaurant Waldsried legt auf jüdische Gäste keine;! Wert. Niendorf (I): Ostseehotel (Gruse). In dem Hotel werden Serviettenringe der jüdischen Gäste mit großen Hakenkreuzen geziert. *Norddors CH) a. Amrum. Norderney <11): Dortmunder Bierhallen hat ein Schild: Juden haben leinen Zutritt. Hotel Engehausen, christliches Hotel. Haus Meeresleuchten, christliches Erholungsheim. Der Inhaber legt jedoch Wert darauf, nicht als judenfeindlich zu gelten. Haus Nothung, Kurhaus des Stahlhelms. Villa Südblick, streng christliches Haus. Deutsches Haus, Stahlhelm heim. Nürnberg (XII): „Wild-West" inseriert im „Völkischen Beobachter": „Völkische Gaststätte". Oberammergau (XII): Kurhaus Osterbichel. Auf Wunsch des Deutschnationalen Haudlungsgehilfenverbandes ausgenommen. Oberhof (IV); Haus Eifeuhardt-Rothc lt. Prospekt: Christliches Haus. Oeynhausen (X): Haus Hansa. Christliches Haus. Die Inhaber legen jedoch Wert darauf, nicht als judenfeindlich zu gelten. Christliches Erholungsheim Pniel. Die Besitzerin legt jedoch Wert darauf, nicht als judenfeindlich zu gelten. Pension Feldtkeller, Pension Pretz, Hans Saengcr, Haus Waldcck bezeichnen sich als christliche Häuser. Marienkirchen (XII): Haus am Ried. Der Besitzer erklärt: „Mein Vorgänger nahm keine Israeliten auf; ich treffe hierin keine Aeuderung." Bckz er haken (HI) Holstein: Pension O. Witt und Fr. Schiegerhausen bezeichnen sich im „Fridericus" als antisemitisch. B 0 l r i N (HD: Marieubad. Christlich-religiöses Kur- und Erholungsheim. ■jtirwottt <rx): Haus Wolf, Pension Schräder, lt. Prospekt: Christliche Häuser. Pension Christel, Holborn, Villa Stenzel, Haus von der Heyde, als judenfeindlich bekannt. Pension Ottomeyer, wird nur von christlichen Gästen ausgesucht. Villa Schloßblick, als judenfeiudlich bekannt. Fremdenheim Kunze, trug jahrelang ein großes Hakenkreuz an seinen Eingangspforten. Haus Eichhorn. Die Inhaber find ausgesprochen antisemitisch eingestellt. Villa Idyll. O. Pohl, christliches Erholungsheim lt. Prospekt. Nerchenhall (XII): Villa Lindenhof. Christliches Haus. Deutsches Heim, trügt am Eingang ein Schild mit Stahlhelm und Inschrift: „Arisches Haus". Neinerz (V): Villa Cornelia. Christliches Heim. Villa Idylle, Schild am Haus, daß cs nur christliche Familien ausnimmt. N e p e l e tt h. Moers (XI): Kurhotel Zungborn. Der Pächter schützt jüdische Gäste nicht vor Anrempeleien und erklärte, daß, wem es nicht paffe, wegblciben könne. vthenfelde (IX): Hotel Deutsches Haus, christliche Pension, aarow (III): Hospiz zur Furche. Christliches Erholungsheim, ad Sachsa (IV): Fremdenheim Frl. von BraunsÄweig annonciert: christliches Heim. Villa Waldruhe ist lt. Brief des Besitzers nicht imstande, jüdische Gäste vor Unannehmlichkeiten zu schützen.' Villa Biebelhausen. Der Besitzer schreibt, daß er nur christliche Gäste aufnimmt. Erholungsheim Bergfegerr. Christliches Haus. Salzbrunn (V): Haus Abendsrieden. Christliches Haus. Villa Anni, lt. Prospekt: Christliches Logierhaus. Pension Berghaus, lt. Prospekt: Fürstliches Fremdenheim für christliche Gäste. Pension Komet, lt. Prospekt: Christliches Logierhaus. Hans Lindenhaus, christliches Haus, Landhaus Schmidt nimmt lt. Prospekt nur christliche Gäste auf. Salzschlirf (X): Haus Lindenkohl annonciert: „Iudenfrei". Salzuflen (IX): Pension Billerbeck Die Inhaberin erklärt: „Ich bedaure sehr, Sie als Jüdin nicht aufnehmen zu können, da ich meinen Gästen nicht zumuten kann, sich mit Juden an einen Tisch zu setzen." Kinderheim Hartmann. Christliches Haus. Der Inhaber legt jedoch Wert daraus, nicht als judenfeindlich zu gelten. Haus Hcilbrunnen, Haus Laugrchr, Haus Weber, Kinderheim Sonnenschein, Zusatz im Wohnungsanzeiger: Christliches Haus. Haus Schmiedelamp. Christl. Haus. Satznitz (I): Serschloß, Wiener Eafö lt. Prospekt deutschvölkisch geführt. Bad Schandau (VII): Der Inhaber des Gasthauses „Zum deutschen Krug", Paul Aust, annonciert in dem Organ der Nationalsozialisten „Der Angriff" und bezeichnet sich ausdrücklich als Parteigenosse. *S ch a r b e u tz (I): Lübecker Bucht wird fast ausschließlich von Gästen christlichen Glaubens besucht. *Schleching (XII) im Chiemgau. Schierke (VI): Haus Waldesruh, lt. Annonce: Gästeheim für christliche Familien. Haus Webel, lt. Prospekt deutsches Gästeheim. Cchmiedeberg (XII): Haus Steinert für Angehörige des israelitischen Volkes gesperrt. Schreiberhau (V): Christliches Kinderheim Mittelschreiberhau, jedoch nicht judenfeindlich. Deutsches Haus, lt. Kurverwaltung judenfeindlich. Sanatorium Kurpark, lt. Prospekt: Heilanstalt des christlichen guten Mittelstandes. Fremdenheim v. Siegroth-Pquli, nach Auskunft der Kurverwaltung streng christlich. Haus Stahlquelle, nach Auskunft der Kurverwaltung streng christlich. TraugoLt-Ernestine-Mieckc-Stiftung, christliches Haus, jedoch nicht judenfeindlich. Haus Sunem, Haus Stiller Winkel werden von Krafchnitzer Schwestern auf -ausgesprochen religiöser Grundlage geleitet. Haus Sonnenrose. Die Inhaberin hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Katholisches Heim, Mittelschreiberhau. Dieses Erholungsheim des G. D. A. wird in christlichem Sinne geführt. Es wird jedoch Wert auf die Feststellung gelegt, daß es nicht iudenfeindlich ist. Sellin (I): Haus Rex am Meer, Ostseehaus Sellinum, Villa Daheim lt. Badcprospckt: christliche Häuser. Villa Rupia nimmt lt. Anzeige im „Deutschen Tageblatt" keine Juden auf. Sieber (VI): Hotel Krone. Inhaber mit Aufnahme einverstanden erklärt. Sophienhötze (IV) L. Frankenheim, Nhöu: Kurhaus Sophienhöhe. Christliches Haus für die Gebildeten aller Stände. Es werden jüdische Gäste auch ausgenommen. Spiekeroog (ii): Hotel Znselfried, lt. Anzeige im „Deutschen Tageblatt" antisemitisch. Bad Sieben (XII) Oberfranken: Dr. med. v. Schenk inseriert, daß er sich freuen wird, „deutschblütige Gesinnungsgenossen zu beraten". Außerdem versendet er Rundschreiben mit einem Hakenkreuz. Das Bad selbst ist nicht antisemitisch. Stolberg (VI): Rotkäppchenheim annonciert: „Sichre Juden." Suverode (VI): Hotel Buhne hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Bad Sulza (iV): Pension Lachmühle hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Swinemünde (I): Auguste Viktoria, Dünenschloß, christliche Fremden- Heime. Haus Glückauf wünscht keine jüdischen Gäste. Pension Heide- Prinzeß, Pension Heiderose, christliche Fremdenheime. Kaiserpark, gut bürgerliches christliches Haus. Neptun, christliches Fremdenheim. Pommernhaus, Hans der Evangelischen Frauenhilse der Provinz Pommern. Seeschloß, Pension mit christlichein Charakter. Pension Trapp, christliches Haus. 'T abarz (lv). Tambach (IV): Haus Fürstenblick. Christliches Hospiz. Inhaberin antisemitisch. Timmendorfer Strand (I) b. Travemünde: Villa Seestern hat sich stillschweigend mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Haus Seeadler, auf Wunsch des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes ausgenommen. Bad Tölz (XII): Villa Georg. Am Hauseingang befindet sich die Inschrift: Haus nur für christliche Gäste. T r a v e rn n n d e (I): Kurgartenhotel. Haus des Deutschnationalen Ha nd lu n gs g e h Ilse uv erbau des. Wangerooge (ll): Pension Seeluft. Auf den Briefbogen befindet sich der Satz: Israeliten finden keine Aufnahme. Straudhotel Germania hat sich durch Stillschweigen mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Warnemünde (I): Villa Seebeim. Christliche Pension. Pension Perle verschickt Prospekte mit Hakenkreuzen. Haus Seerose, lt. Prospekt christliches Haus. Werntgerode-Hafscrode (VI): Haus Waldfriedcn christl. Haus. W e Ü e r l a n D a n f Sylt (II): Villa Sanssouci annonciert: Jüdischer Besuch verbeten. „Kurhaus des Dentschnat. Handl.-Geh..-Verb." Auf Wunsch ausgenommen. W i l i g r a d (III) bei Lübstors i. Mecklbg.: Hospiz Wiliqrad. Christliches Erholungsheim. Wittdün a. Amrum (II): Haus Therese vorm. Billa Qnedens. Die Inhaberin hat auf eine Anfrage geantwortet: „Es hat sich an dem _ christlichen Charakter meines Hauses nichts geändert." W o l f e l s g r u n d (V): Villa Ebcnezer nennt sich auf Wegweisern deutschchristliches Touristenheim. Touristenheim H-jtzelei inseriert mit SSa!cn» Lenzen. Paradiesla. Inhaberin wünscht angeblich Juden nicht als Wörishosen (XII): Pension Martha, Pension Raible lehnen die Aufnahme von Juden ab. 'Zinnowitz (I): Laut Prospekt war es stets das Bestreben der Bade. Verwaltung, das Bad von semitischen Kurgästen sreizuhalten. Zwiesel (XII): Waldhaus, laut Schreiben des Inhabers deutschvölkisches Haus. Oesterreich (XIII). (Zusammengestellt nach Mitteilungen der Union deutschösterreichischer Juden, Wien IX, Berggasse 4.) Xicdür-Ocstmeidi: Aggsbach-Markt, Wachau: Nur an Katholiken. Emmersdors a. d. Donau, Wachau: Nur Arier. Gobelsburg am Kamp. Krems a d. D o n a u. Die Verwaltung der Etiftswälder untersagt den jüdischen Kurgästen das Betreten der Wälder. Man k, Gemeinderatsbrfchluß, den Aufenthalt jüdischer Sommerfrischler nicht zu dulden. Scheiblingkirckren a. v. A?vangbahn. Schönberq am Kamp: Im Jahre 1925 antisemitische Exzesse. T ü r n i tz. — N b b s i tz. Öber-Oesterrcidi: Aigen im EnnS ta l. — Altwüttster: Pension Dr. Müller. Efferding: Laut Gemeinderatsbeschlutz Aufenthaltsdauer für „Nichtarier" auf 24 Stunden beschränkt. Frankenmarkt. — Ireistadt. St. Georgen im Atter gan: Der „Gasthof Bauern-Löckner" inseriert: Nur christliche Sommergäste erhalten Unterkunft. G o i f c t nf Hotel Post. — Gnttau bei Kefermarkt, Mühlviertel. Hausberg, Post St. Johann i. Mühlviertel: Nur christliche Gäste. Lambach: Hotel Menschik. — M a t t i g H a s e rr. Micheldorf: Pension Haindl. — Neuhaus a. d. Donau: Gasthof Ernst. Neuhofen a. d. Krems. — N u tz d o r? am Attersee. Obermühl a. d. Donau. Neichen thal, Mühlviertel: Nur Arier. S ch a r n st e i n i. Almtal: Pension Herrenstraß. Schörsling am Attersee: Me Wirte mit Ausnahme des Gafthofes „Blaue Traube". Spital am Phhrn: Im Easthof „Zur Post", Eigentümer Grundnem in der Einfahrt Inschrift: Juden nicht erwünscht. Villa Schwarzenberg. Trannkirchen: Hotel „Am Stein". St. Beit, Mühlviertel: Nur für Arier. Vorder st oder: Steinerwirt. Wallern b. Schallerbach: Gasthöse Eherstaller und Renner. Wartbcrg a. d. Krems. Wehr a. d. Enns: Der Verschöncrungsverein schreibt, daß „Juden nicht erwünscht" seien. W e h r e g g am Attersee: Lehrerhcim: Nur für Arier. Salzburg: S t. Johann im Bongau: Laut Eemeinderatsbeschluß „Juden nicht erwünscht." M a t t s e e: Laut einstimmigem Gemeinderatsbeschlutz „judenrein". Nenmarkt am Wallersee. — S e e h a m b. Mattlee. Seekirchen am Wallersee. Tamsweg iw Lungau: Laut Gememderatsbeschlup, „ludenrein". Wald im Dbervinzaau. . Zell an; See: Villa Olga, Villa Schmrttental. Steiermark: Alt Aussee: Edlauer, Muran. — Böllau: B u ck: Zentralvcrband. B ü r g g (am Eingang des Steirischen Salzcammerautes). S ch l ä d m i n g, Obersteiermark, versieht seine Prospekte mit dem Vermerk: „Juden nicht erwünscht." Trofaiach: Die Kurverwaltung annonciert: „Angenehmer Aufenthalt für christliche Familien." W a l d b a ch a. d. Lafnitz: Pension Langenecker. liärnten: Asritzersee: Arische Sommerfrische. Agathendorf: Post Hirt. Kötschach im GailtaÄ: Stempel , Nichtaricr unerwünscht" auf einem Briese eines dortigen Gasthofbesiaers. K r u m v e n d o r f am Wörthersee: Villa Streicher. St. Margarethen. Levanttal. Maria Wörth am Wörthersee: Hotel Post. MöllbrÜcke. Ober-Villach. (Nicht ZU verwechseln mit Oöer-Vellach bei Villach.) Neue Post. Arische Sommerfrische ersten Ranges.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.