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Central-Verein-Zeitung · 1928-12-21 · 51-52 (21.12.1928) · p. Seite 731

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
51-52 (21.12.1928)
Date
1928-12-21
Page
Seite 731 (sequence 11)
Language
German
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731 Nicht überall in der Mark hatte die Verfolgung ihr Ziel erreicht. Dem Nat von Prenzlau war es gelungen, den Schutz der Juden wirksam durchzuführen, obgleich die Kirche dafür so wenia Verständnis besaß, datz sie noch 1360 über die Stadt ihrer Duldsamkeit wegen das Interdikt verhängte. Denn so gewiß wirtschaftliche Gegensätze halfen, das Verhältnis zwischen Juden und Christen zu vergiften, entscheidend war doch das religiöse Moment, das der Verfolgung zugrunde lag. Alles Große und Erhabene wie alles Unbegreifliche und Schauerliche des Mittelalter' ist seiner religiösen Bedingtheit entsprungen. Dem Beseht des Markgrafen find viele Städte gefolgt. Sie mochten selbst die Notwendigkeit des jüdischen Handels fühlen. Früh schon hatte Kölln dieses Bedürfnis empfunden und sich 1354 die Erlaubnis geben lassen, sechs jüdische Familien und einen jüdischen Lehrer, einen judaeorum maxister, in seine Mauern aufzunehmen. Wie sein Vater als Könrg, so nahm der jetzt regierende jüngere Ludwig der Römer als Markgras die Juden als seine Kammerknechte für sich in Anspruch. Mit der Vertreibung der ursprünglich angesessenen Juden scLzeinen Berlin und Kölln das ihnen von den letzten Askaniern gewährte Herrschastsrecht über ihre jüdischen Mitbewohner verloren zu haben. So war es denn der Markgraf, der den sechs Köllner Juden die gleichen Rechte verlieh, die sie in anderen Städten des Landes besaßen. A.wch in Berlin müssen bald wieder Juden ihren Wohnsitz genommen haben. Die regierenden Herren beider Städte waren ihnen günstig gesinnt. Als sie 1363 sich über gewisse finanzielle Streitfragen einigten, versprachen sie sich, ihre Juden in ihren Hausern wohnen zu lassen und sie wie andere Bürger zu „hegen und zu verteidigen". Die Katastrophe um die Mitte des 14. Jahrhunderts hatte zahllose Angehörige der Judenheit getroffen, der Ss- Hans Geschichte der nationaler Bewegung im Orient Das neue Standardwerk über den erwachenden Osten aus dem Kurt Voznnckel Verlag, Berlin-Grunewald* Leinen M. c£4fmm*a~ famtheit hatte sie in der Mart Brandenburg noch nicht die Daseins- Möglichkeit genommen. Ja. die Wiederherstellung der landesherrlichen Oberhoheit über sie durfte ihnen ein Gefühl stärkerer Sicherheit verleihen als der Schutz, den ihnen die herrschenden Natsgeschlechter der Städte Zusagen tonnten. Die Abstammung Paul Lin-aus. In Nr. 48 dieser Zeitung vom 30. November d. I.. S. 676. wird Paul Lindau „der freidenkende Pastorensohn" genannt, lieber Paul Lindaus Abstammung sind die verschiedensten Angaben im Umlauf. In dem Buche von Walter Frank: .Hosprediger Adolf Stoecker und die christlichsoziale Bewegung" sReimar Hobbing. 1928) lesen wir, daß Stoecker 1880 aus Anlaß der Aufführung der „Gräfin Lea" im Königlichen Hoftheater beim damaligen Kaiser Wilhelm I. sich dageaen ausließ. weil darin der christlich-germanische Adel von einem jüdischen Emporkömmling mit Füßen getreten werde. Dazu machte gLißh && SZJohrta anerkannt beste f&rtst eckt tmd ^natürlich. in allen Noastta J 3 vom lieULstcn Blond vis ataxa Uels’exa Scliwars | Pfsbekama.......8. 1,75 Cri2<n3i-5Urtöa...8. £»25 0 0 © O O prlmaGäNir-Hsutteri.Pfd. M. 1.4S f\ ßrlichrsESnselchmalrinGläsern,Glas M. l^S %} ) ssreuchrrre GLnfrörLst...Pfd. M.S.— o Ci ferfrsia ..Pfd. SCI. 1,55 o ö sells .Pfd. SR. 1,30/140 i} Ö Versand unter Nachnahme. ö § ütiürJ Cm:io2, SZlNSeüö § 0 Ferafprechtr 1870 und 1544. q &CCOCCCC | Berlin 10, Lelvzkger Strafe 67-70 ** * Iss htu unsren empfiehtt ihre betannLen LpeziaNullen, wie LtA. 12$ WM W. 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