Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 47 (23.11.1928)
- Date
- 1928-11-23
- Page
- Seite 664 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2277379-2277781-2277828--04890-2285559- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
HH4 311 Volk und Kation nichts anderes als Herz, Geist, Gesinnung und Seeles . Diese Andeutungen möge-,: genügen, um darzutun. welchen Gewrnrr die Lektüre des Kcßlerschen Werkes l>edeutet. Dr. Hans Lazarus. * Friedrich Gernsheim, Leben, Erscheinung und Werk. Don Karl Hol!, Leipzig 1928. Verlag Breitkopf u. Härtet. Mit dem Leben und Schassen Friedrich Gernsheims, das der bekannte Munkschriftsteller Karl Holl vor uns entrollt, tritt eine verklungene Zeit uns gegenüber. Nie wie jetzt wird uns bewußt, wieviel uns von dem trennt, was noch vor zehn bis zwanzig Jahren wahre Bedeutung hatte. Ob dies endgültig ist. bleibt abzmoartcn. Unter denen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in das zweite Jahrzehnt des 20. schufen, war Friedrich Gernsheim, der 1916 verstorbene Meister, gewiß einer der Hervorragendsten. Er stand rm Schatten Johannes Brahms', der damals als Heiland begrüßt und als Gegenpapst zu Wagner ausgestellt wurde. Aber so sehr sich Gernsheim dieser erschwerenden Tatsache bewußt blieb, so sehr auch sein selbstkritischer Sinn ihn zur Besonnenheit mahnte: mit wachen Sinnen verfolgte er die musikalische Entwicklung, die über Brahms und Wagner zu Strauß, Mahler, Reger führte: und es gelang ihm sogar, über eine Reihe von vier Sinfonien hinweg eine Art Synthese der Programmmusik, wie er sie verstand, in der Ouvertüre „Zu einem Drama' zu finden. Liebevoll zeichnet der sachverständige und wohlunterrichtete Verfasier das Leben dieses Mannes, der als klavierspielender Wunderknabe begann, von seinem Geburtslande Nheirchepen nach Paris wanderte. in der Atmosphäre des Leipziger KonversatoriumS atmete. Dirigentenstellen in Saarbrücken und in Köln innehatte, dort die erste vollständige Ausführung von Brahms' „Deutschem Requiem" ins Werk fetzte, als Reugestalter des Musiklebens in Rotterdam tätig war. schließlich 1690 nach Berlin übernedelte, um die Leitung deS Sternschen Gesangvereins zu übernehmen und zugleich ein Lehramt am Sternschen Konservatorium zu bekleiden. Was Gernsheim an der Spitze des Sternschen Ge. sangvereins leistete, wie er die besten Chorwerke der Vergangenheit und Gegenwart aus dem Inneren ihrer Ni unk heraus zum Erklingen brachte, ist noch in Erinnerung der Zeitgenossen. Sein Judentum, das ihm doch deu Weg zu den höchsten Ehrungen so wenig verschloß, daß er Vorsteher der Me ist er schule für m u } t f a I i f rfj € Komposition wurde, machte ihn doch dem eigenen Werk gegenüber immer kritischer. Es wurzelt im Kammermusikalischen. wurde vom Klavier stark befruchtet, ist. aller polyphonen Verkettung entgegen, in hohem Maße lvohlkingend. und steigert sich zuweilen zu wirklicher Bedeutung. Ob es wieder lebendig werden kann in einer Zeit, die rücksichtslos alles beiseite fegt, was nicht in ihre Richtung paßt, steht dahin. Jedenfalls hat sich hier ein Leben ohne starke Konflikte erfüllt. Ein Mensch von vielseitiger Anlage, mit dem Bedürfnis, im Austausch mit dem' Besten seiner Zeit ju leben, hat Jahr um Jahr seines Daseins voll 'ausgenutzt. Der rn der Zeit des Reifens mit Männern wie H i l l e r. H a n s v o n B ü l o w. I u l i u s S t o ck h a u s e n , Joachim, Brahms in lebhaftem Verkehr stand, wurde zuletzt Weggenosse des Meisters M a x B r u ch. Karl Holks Buch wird gewiß in den interessierten Kreisen viele Leser finden. Tenn cs läßt eine große Epoche an uns vorüberziehen. Professor Lldolf Weitzmann. ¥ S. Schachrrowih: „Die Messiasbraut, die Geschichte einer verlorenen Hoffnung." Historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert. Hermon-Verlagsaktiengestll'chaft. Das treffliche Buch empfiehlt sich selbst und enthält viel mehr, als nach dem Titel zu erwarten ist. Hat Mar Brod sich den David %JC£Sl*-v Schönster Winierauf enthalt* Wintersport ' * VrM$$2rfMtrhefni2&afortm « Aral* — Kasslchiirejchi!« SocncaJ*£* -* matt ■"r*>•» voratim* f*roil!tnh»trt Genzjlhrij geöiiael-fca Heros! erhebliche PreisenaiSiguag - Nfihcrei Prospekt» l /7>Badag 4 Y\t0*fcM Tabletten r " \\ scMait.lews8licUtigeaältcil f 4 AS%-v\ Ki:ö«> rsverUirriss V/lrkang »U 1 4 cüi t£i gamsrrnsi&a, f 4 / CrhäHMcfc r» AnotMJtftfi. & i 6ratl«ra««tM> »af Wub»cä. A , »►BADftG*1 C w-b.M., BcüHtt-Bftäesu?> Besonders erfolgretche Herbst- und Winterkuren in der §WW m WWN iwiii« in Wdk ouf Föhr. Anmeldestelle Jüdischer Frauenbrrud, Berlin Monbiiouplatz 10. Zn sechs Kurperiodcn das ganze Jahr geöffnet mit ca. 45 Plänen für Kinder von 4 bis 14 Jahren und loeibliche Jugendliche. Dauer der Kurperiode 8 Wochen. Verpflegungssatz inll.Arzt und Kurmitte! täglich M. 4,—. £as Heim steht unter fachärztlicher Leitung und entsprichtallenVnforderungen moderner Hygiene und Pädagogik. Echuldrfuch am Ort möglich. Frankfurt a. M. Hotel Strsttgarter Hof Fironvrinreultraße 58 am Hauptbohnhof. Fließendes Waffrr. Gute Küche. Zimmer M. 3.— an. Besi^er H. Herzbcrg. Tel.: H. 3426. GsÄWOGN §.Göö Mel GlaLchauer Af - s?A 7icLewaulcr Laus r.langes. 2-tUn.vomDsdnhof. Zin'.mer mit und ohi-.e Privatbad; fließendes tj marines und kaltes Wasser sowie 6le,chstelephorr i| in sämtlichen Z'unmerir. — Atlsstellunasräume. HIMesHoim ( «JF/ / Wurst* > 1 l/ii Wf $ / febr,k J IS tzA mluL**—o je* ® Zervolat*, Salami* q. Kochwurst Z o in «.uiLhorlroLl'euer (lüre. » fl nF^-T^I 1 üiä ö'äl* |]j Herrliche Lage. Meer. Zeder Komfort, lll |t| f>? c v b r c fh t, Ieir 5 nder Besitzer. s'j ■ 3 i biäi opn 1 M'p lükiLlkd 1 ßrar^Q l'JEST-EMD MÖTiL ■ . / U j| Erstkias^iffe5, vornebmea Haus in prachtvoller \h 1, [' S J Lage am Meere. 120 Zimmer. 40 Badezimmer. £l \jr B'cinstc Küche und Verpflegung. H^SSi^S Preise. * | j; j LJ Ab Laaer Uefetbcr! Ultl'i&fcaus Wellblech, Gtahl ohtz 3?c:cn Schuppen jeder Art Jabrradnänver zerlegbar, fe'.lerücher, billige Bauweise. — Angebote mit Profpeltcn kostenlos. §eör.AÄ?nbaÄ G.m.b.H. Lisen-u.Wcllblechwerke Weidenau (Sieg) Postfach Oir. 1-6. Itmnö! Wer Droipclle gut;u verteilen wir nicht, kann ne alL Berlage zu dieser Wochenschrift besonders vorrri'.bast vetbreUcn. Ein ganz TeMschland umfasiendrr großer Jnlerencntcnkrei^ wirb sie dann auf« merkfau» bcachlen. hflnitnht inr Vürttba.Skbwar;kiard. z==z Aus ßchensteuhenjtuö! für Nervenu. innere Nrnnke. Behandlung nach den Grundfläzm der Zlr-ioid'.ra!. Psychologie. — 770 m ü. d. M. — Auskunft^hefte. — Fernruf 341, — Drahtanschrift: Gchtvarzwa'.dbau:r AerzUiche Leitung: Dr. I. Bauer. Wirtschaftliche Leitung: Frau H. Bauer. j Konstanz a. B. / 1 ‘?ÄA,eri3enfioüflfSer <3 rundliche wtsscnschaftliche, häusliche und xrfellschaftliche AusbUdung. Beste Verpflegung. Herrl. Ferienaufentcholt. - Tel. 173. Hamburger SauZhaltungMule und Äensionat Ausbildung in allen vre!- I tischen Fächern. Gesellschaft-! liche und wissenschaftliche j Fortbildung.Ebenfalls Auf« ] nahmt für bernfstätige junge | Mädchen. iaDlcrcreincn, j Regina Vachrach. HamburgilZ,Aulschbühn 11. o&v-jeu. — Jsr. Llrraben-Jnüttut Bloch?] f Vorbcre'MlNg u. Lisch Hilfe in Handclsschule und (siymuonum. Wrntersvort. Anmeldungen für die Wiutersaisorr baldigst erbeten. Kindertronsport von Deutschland aus im Monat Dherüber. MissSadSN/ Karlmsir.7 Pensionat Hermine Wolfs Wissenschaftliche, häusliche und tzefellschastliche Weiterbildung. Dusländer'ttt im Hause. Näheres durch die Vorsteherin. erz Ös&cf&Lh&ümänch en 1>W TQCLm. tiQCft cKuronsialt für erholungsbedürftige HQnder