Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1928-11-16 · 46 (16.11.1928) · p. Seite 649

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
46 (16.11.1928)
Date
1928-11-16
Page
Seite 649 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
74% known words query
IRI
…/2277379-2277781-2277827--04874-2285538
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

b44 Der rr Von Pastor I). Windsuhr (Hmnbiirg). D-os Wort „DalmndjudG hat. seitden; Tr. Angn't;R o b l t n , weiland IIniDcrfittilepi oTcfior zu Wien, im onbrc l>nl die erste Auflage seine-nnglnccheligen Bmhes nnler diesen; Titel heransgehen liest. n bösei; Klang brfomnum, der sich liansig selbst des vernünsligen besseren Icl) nicijt an>7 der?n. Ci) nc Zrage bitrrij di eie- UMul) und seinen rb?Ube; t K a tz unter Benutzung deran sür viele Menschen ein von den Borste Ilnngei Seele will Hannen lass Titel veranlaßt, schr I. S. Suwalski in 2h«nn'chan im ^nljre I:eran-aeae!'euen 'Werlcljcus „D-as lieben erschienenes Binh ..Te die von!H o!) 1 i n g r ivichtigsten Grnndsähe Verhalten der B>ensü)em in 7a Kapitell; in der llGuse armdnet, Gis; er de- Juden innh dein Talmud" sein!>'.< . znerü r ireüwo Talmudinde" als Abivedrschrril gegen naerichteten Verheerungen. Er Ijat darin me dembbinild-en ^dirlstlnin- 'ur daiittliU-e aus'der talmudischeu rnbbinijdKm Literatur genauer Ani-Au" des Z Säße hänsig mit kurz lesbaren Ganzen znse von der T 0 ch t e r de wie anden bedeutenden späteren pberleu der einzelne mtufmiie stellen au-ioalstte iind mit ludertein deutscher 11c bersetzung. die einzelnen n, eigenen Worten verliiirdrmd. zu einem gut miii^meirfte, Tieses Ubid), UHÜdjC? mnimeljc verstorluuen Versassers im vierten R e n - b r n cf 19_N im Verlage von bR. 'p dp ge! an er in Berlin der CH-Mfcntlid>fcit' von ne von de'.ic'N beachtet ZU einen Einbliek in die ivinnen, jenes talnind straft zwar unter seii zereinouielten Borschri in nicht geringem Grder Sprache und de.n lclumden ^'orjahren ka Immerhin durste Buches einigen nneytig oben erwähnteil R 0 h liebersd)yift „Wlicfrrzi Snellei;schristei; nachge BslichB obliege, Mm ') sordernng zu übe nun; Der Jude,, der ans W; leinen?!nteil au der das herleilvm nicht eil losen Erkundigung voi ahre Talmuüjuöe. lern vorgelegt wird, verdient in Ijoljcui lUiain roerden. welrlcen es cnutlnl) darum zu tun nt, ßllli-M llr-elt des Talnindjndentnnizn aesel;cn Iucumtuni-, das seine gesetzlieh l>indende en Angehörigen aus dageringe s.'.'ai; einiger teil hat einschränlen minien, dr'sien buch jedoch de selbst noch solci^e Inden beherrscht, die von diisizilei; Tislnjsionen ihrer im hebräischen nn nocli eine leise Ahnung besitzen. es nid;t uuaugebractzt jetu, angesiü-ldieses m Erwägungen liier Raum zu geben. Iu dem i n g icfjcn Werte iindet fiel) ein Absatz mit der Turin wird an der vmnb den rabluuiseher; oitseu, daß es dem Inden als religiös-sittliche ichtsuden in der übelsten 'Weise durch I.ins- -ileu. Bei ft a tz trägt das B7. K.apitel ebeutzüts die AAe^ichnung „Wmtxr". Ta aber sielst die ceael'.e völlig anders ans! Ans eben dem nämlichen Suellcnmaterial ergibt ''ich dort, das; eher Geld ver!eil)t. dem Totschläger gleicht und glkunstigeli llllelt!;at. Ja, mit so seinem sittlichen Empfinden wir!» da jeglicl^s Ziusennehmen verpönt, daß sür mal der geringste Dienst in Gestalt einer Harmdem Leihenden erbeten werden darf. Ebenso liegt die Sache beim Kapitel „Dns'Weib". Aach Rohling dars der Jude^ gestützt ans sein) religiösen Autoritäten, der Versuchung nachgebend, selbst an Mächen unter drei Jahren ohne Sünde lei.ncr Lust frönen. Bei Kah bietet sich da? Bild reinster ehelicljcr Beziehungen und gegenseitiger-Pflichten der Ehegatten, insbesondere solcljer des Mannes gegenüber de; Zran, die so weit gehen, daß der Gatte.ohne Einwilligung seiner Ga'ttin nicht einmal eine weite Reise antreten dars. Wie sind deraitige Gegensätze möglich, wenn beide Tarstellcr doch ans demselben Boden des ülurlieierten Judentums stehen? Tazn ist dies zu sagen: Rrhling steht nur mit e i n e nl Bein ans diesen; Boden, das andere schnu-bt in der.Lust. Tas heißt, ohne Bild gesprochen: D i e H n l s t e seiner Zitate i st falsch, lind ,die andere Hälgte bettet er an? Böswilligkeit un d N.n - "k e n n t n i s s 0 miß g.u n st i g, daß das von ihm genwtlte Gesamtbild dabei herauskommt: Anders Ka tz. Ter stammt selber „au? des Dichters Lande" und verstehtdaher dessen Sprach^?, tute es sein muß, mit ganzen; Herzen u;d mit ganzem Genu'it. Die von ihn; an- “ “' ' ' ' ~ ' l 'en s i n d r e st l 0 s wirklich an; g e - p Ln tze vorhanden und a n ch in der ich t i g w i e d e r g e g e b e n. Selbstverständlich Nasse des Stoffes gegenüber eklektisch. Selbstl in ihr auch manches,;vas, losgelöst von; geiserem sittlichen-Gefühl nicht entspricht, und er geführten Stel l e n n z e i ch n e t e n U ebersetz;;ng r i < verjährt auch er der verständlich findet sielj schichllichcn Boden, ni. Aäßt cs beiseite. Abcr zu solcl/er- Anslvaht ist er in diesem Zolle .völlig berechtigt-, den^; wie jeder von uns die Borbilder seines in den Riederimgcn der Geschichte oder der großstädtischen slumm sucht, sonderir^unter den gros;en.;n;d;vnrdige;l .Gestalten der Menschh?' ‘ ' ' .. it, so wird man auch dem Darsteller jüdischer ..Ethik es znbittigen untssen, daß er seine Augen aushebt zu den,höhen. ÄnrerlialüII'ines Volk Aums liiid seines Knltnrlreises.. Rur so uurd -ttrtifirtnrt f iirf’j’ fnnhr»r»i. fti'tS nur vr»frt ♦Uin . 'Nurt f 7sich das nicht absolut- " 'Ssttlichen jeweils natlic'maiiscl/e, sondern-stets nur relativeHdeal erfassen lassen. M<sD üMche.7.B.ncL'LielcLmu's feincii ICO Seiten eine solche Zulle MMedäu/cchnbcr'.a! e .tt;öglichett'Lcbeusbeziehlrngen, daß es zwecklos ^tMEiiiüuWnäs^beKdreserzLektüre auch hin nnd üvicder ans MWligMmnutenIitetsIvirb er sich doch m. ^IWMMMA AWWilMincht7nurnlttgehindcrt7atmen läßt.., zn b e.st ä r k e'n. ganz und ^^^.^MWHchjWMcndruch leine Aendernngen, und MbgMstMöKeinlUw Sätzen de'r Einleitung,, die sich . EDMON D FL EG: Ein kleiner Prophet ROMAN. 1 a n / 1 c i m p n b n n «1 JLX \ >- r <• 1 c h -: 1 n »j a n ii c n t V.- ’.J! k v > > n K. U . NV S.H-brn rr*'« •tl.'ll)! 1 : t,.1 W. n, Al; 1 f! a^-n l.ll«. nilan'l »•niiijfi). r. l'.i j.-h.-«. Üir II-., h. 1 r.'imari-rht' r»a! -! I II! a- 'Th-;!j 1 i «;ili r. - - r: 1111 - n 11 j 1 h. r «iru--.* 111. ] #■ r -.! i - i: * * - t ' > >U - ' \;/r AJ:r3./:.v Hun.l*J,.iu. R. Piper & Co., Verlag, München. scl^istlicl, to uw!,', tuuui holten i 11 in :t. dic die 'p'.clut gegen den 'Ber'ajier i-n l-u.u t. veregiug.cue C rliuv.rnriiie, bu* Den!n :ii: eine llievlsiou ncr hcbi ni'ü.en 11;i:n!;: i’: Iji’iijt in, uni ui,!' ein- ',n ecu'n!n'en. 1 >n.in doppeltenk' Ronjonv.nten. d.incl-en .'.l'ee >!e: B. tninii otjiie die grannmü rscl) nIun nec te v derartige nebenuiclnüg' Aeinher.i,l lec!- n De fassers n;d;t se! malern, d-. n ..n'a'ieen iw geioand unserem ven /n:eei.ha>h am duc N'i;hrl)«i itig nndA:el'cn-n ii rd'.; l-, sü», iden in zu l'l nt t Rinäerbücher. 'Lu c t.!i;I iru t' .11 1 i 11 me::Di'l. D nin da c' nie..: .U'd.m .cud' ul) einmal >i:!:.:i \» \ c den, ii1* [dir d:. ul! ü'-.ilirhr.!! ,,Zudischcr Kindcrlaleuder." l^rstce Ial»ega,kg. vnrli,,ggegcvcn unter Mitwirkung der IngendsdiriskeiikonirniZivn der Großlogc für Tcu1st1da»;d lt. T. B. von bmii Bernhard Gohn. Jüdischer Bcrlag, Berlin. < :: z . c' .::,d üg'n Mark, in lvan;leinen ln«) '"üil.i Jeder 'Bcrsiiili. unsere;c!»r un ru >>,v . e. tuf;i;, , ■ . , : litcratiir ans ein liiera: :u:d 1:»: 1;. 1; n 1) w de: t - 1 < j 1 * * . 1 . ist freudig;:i begruueu. 'A'eua . in ha rd E 0 l) u sich die irr Aiii.,.,1' hossniiug liiuarbeu, das; aaü, uar der relativen foimini;lu 11 ein: Jugendliteratur in Deutschland laae-'t .; n :dst l,a.t. I er v, er|te Ial)rgaug de- ,.Ii!d:scI>en ürndei lalcruA r- ' laetn atlei r kein ciuljeitlicljcs ^bld. I:u ganzen i*. i:u c l,l am e .eutzüekendu'n farbigen Illustrationen d.? na!>. eac uua 1-1 B r 0 d s k t) und die Iseicl;mi:ige:l von "« a. d?> 11 A cl) a r h a. Rur einige Stilimdrigseiten sk-n-'u du h kunstleriscljen BildgabenX Jnnaen in Alllv.uuv.e unr ^d.lnn nb ln: biaus die Schul lern < ^itelt-ildi, Iudni u.u n.-irau. rrn: deur Sa! aus dem llcuclen, uebci; rodelnden ätuid^ru sind l,icr'.nlo.nde. sd! u den Sstjndengnartieren T^rliu-, doü> iurl,l unl-ekami!" E 11 üin 11u: 1:.n :n und bei aller schuldigen hocstaehj-eng vc'r dem :ib!lgiou-an'etz d.!!' wohl bemerkt lverden, daß speNende 'Buben in. 7 p-?c 1!,.-r. und Sweater mit den; .lläppche/kmu-her 'lüb’t r•■«!) 1:tv!j: nur di:; -; .m Plätzen konservativer Be^einignngn.i «v. iidi:et wind.u sind b literarischen Beiträge Md nach ilirein pädagogrßl-en. und llünil.r:. scher; .Wert sehr verscWeden. 'A'c!r n dniclian- .n«spn g . .-dn: G.e dichten; nnd Er-ählnirgen - vor all-. :n denen ken.-mn;.r, t--- sinden sich sehr ani/chtbare Gal'rn. S.1 imd : mou u, r:::rn Repetitoriun; der Biblischei; lvest!;u:jte g>ie sci'dnbnn' Ina .:. M sind Schüitelreirne, bei denen mau sulj srll-ec ' sHuiiül; an:. Geschnmcllosigkcit allererstc'!; Rangeaber ist der ulnrnmun b ur* dachte Bries des Lberquartaner- David Blu'.sler in Berlm'iul seinn: „Anstauschgoh"" Jo;;at!;ai; 'Pinsler ii; Aeiv \!)inf. ' Tu imij; . mmt. denn doch fragen: Zur nun üt dieser Kalender denn eigeiüln'.i - ftimint? Unsere Kinder bn.i doel; leinen „AlvAaußkigr-h". 'unsere Kinder Habei; aiuch Jene 'Be;ie!)nngcn In MKiitTf nno Buhl: sie reden auch nicht diese Sprmhe'und haben liosienkluh aucltz kein 'ürerständius für dies? Art -nnmor. 'pädagogisch ludentlieli erscheintauch dagutgc ir;ein!e , svedicht eine- E rp ^-tinjahriaeir: „Tas jüdische Kii;d". Gerviß rnikß mmi,l»ejudi'.^-e stnid schon ans den; ^Spielplatz erfaljren, das: eindisch, iit; nlur. so uü gerne;ir;st diese Ersalirnug be: in;- doll, .nu'I» niüjt, b*ot mnii schor; in einen; Kinderkalender den LUcinen den „T in.ernrP'sfckl" zrr kosten geben mußte. . . >; - Es gibt also für t:e Zolge, soll diestr -vwlendrren: .wirttniirrp Zre;n;d unserer Kinder werdcrn, muh viel:- gl benqru... DielRiit-.. arbeiter sollten recht ecirgehende' Stndwitjui der dci^suien Jugend-, und ilitr treiben; da;r. rden sie finden, daß rnan'nu't tvruiger Absichtmehr Zingerspitzciigesühl dem Kinde viel nähe.c'l lonurtt.-s Mi-*? DtxJii Husten. Grippe. HeisQrkeiihalt* ■i MM.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.