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Central-Verein-Zeitung · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. Seite 601

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
Seite 601 (sequence 1)
Language
German
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!!;; |;! .Uijlj; r;:!! f M N-' s erlin, 2S. Oktober 192S V1L Jahrgang ♦ Nr. 43 Clnjelnumratr 10 Pfenni (jSSSSsr MKZÄßMWr^ % cPü^T^^rzr^^HZiZHzsmsk \ Ws ÄNMWWS rsWMsr-, GMMMrÄMS.MLWMNEÄWSÄ 'S r^U^srr^Sir^s Lsirui^^ des 3ud.enru.ms Fernsprecher: Amt Dönhoff Z5S4^3Ä)5. .:. Postscheckkonto: Berlin 30472^.:. Bankkonto: Dresdner Dank, Wechfel- BierteliavrsabonnerNrnI 1.2V MM. tzuLüsl. Lefullgeld). Verlag u. SchrifUeitung: Berlin SW 63, Sin&enftt. 13. ... - - . ,v-jf ,v-^ £jlj .rv ftubr v, Berlin 8W 68, Lindenstr. 7, und von Goldrchnndt-Rothschrld L Lo., Berlm W 8. Alleinige Anzeigenannahme: Annoneen-ExpediLion Rudolf Mosse, Berlin SW 19, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0M JtJi für die Igespaltenr Zeile nach Rudolf Mosses Normalzeilenmesser Nr. 4, Familienanzeigen und Stellengesuche, (nicht Stellenangebote) für Mitglieder d. Zentralvereins 0,45 XM, die 3») mm breite Neklamezeile 4ß0 «ÄJC. I! ß ■fc l- 5brr E.S.<K-.;ħrA KsLZsMLMr KsSS GWMM» Sr WÄWMM!WM SWWWMWOÄAW WZ MOMZUWK Auf der großen £. D.-Kundgebung im früheren Herrenhause in Berlin, die am Donnerstag, den 18. Oktober, stattfand, und über die wir im folgenden eingehend berichten, gab Reichsjustizminister Dr. Koch-Weser namens der Reichsregiernng Die folgende Erklärung ab: Meine tioclivereinten X>aficlsleixte! Zwischen zwei Sitzungen, die bereits verlier verabredet waren, komme ich zu Urnen, aber icli glaube, dass Urnen weniger an einer langen Kede von mir liegen wird, als an einer klaren und festen Stellungnahme. Die Reielisregierung, in deren Xainen ich spreche, ist sich mit Ihnen einig in der Entrüstung über die Torfalle, die Sie zum Errötest veranlasst haben. Sie ist einig mit Ihnen in dem Schmerz, dass Deutsche Deutschen derartiges haben antun können. Wir alle, die w ir bi er versammelt sind, wissen, dass deutsch ist, werdurch Sprache, Sitte, Kultur und Sehicksalsgememseliaft zum deutschen Taterland gehört. Und wir alle sind uns einig in der Verurteilung von Ausschreitungen, die deutsche Staatsbürger gegen deutsche Staatsbürger und deren Gotteshäuser begehen. Aber wenn Hass und Irrwahn sich gegen die Stütte der Toten richten, dann ist es nicht mehr emCJcgensatz zwischen dem Deutschen jüdischer Konfession und dem Antisemiten, dann ist es ein Gegensatz zwischen dem Menschen und dem Unmenschen. Seien Sie überzeugt, dass die Reichsregierung gegenüber solchen Ausschreitungen ihre Pflicht tun wird, sie wird ihre Pflicht tun als Hüterin der Ordnung und des Friedens und im Interesse des deutschen Ansehens im Auslande, weil sie sieh selbst durch solche Ausschreitungen aufs tiefste beleidigt fühlt. Ich glaube, Sie haben recht daran getan, diesen Protest in die Welt zu schicken, die Keichsre gier ung sobliegst sieh diesem Protest in Jeder Hinsicht an. . Unsere große Kundgebung vom 18. Oktober f)&t ihren Zweck erreicht. Ich bin im allgemeinen kein Freund großer Kundgebungen, denn es ist nicht schwer, begeisterte Zustimmung zu Berichten zu erhalten, die von ernstem Willen zur Arbeit erfüllt sind. An der begeisterten Arbeit führender Persönlichkeiten hat es uns niemals gefehlt, und gern quittiert hierüber beifällig ein dankbares Publikum. Es ist daun üblich, die Ausführungen in einer Entschließung zusammenzufassen. Solche Entschließungen erinnern gar zu oft an das Verhalten der bekannten Posienfigur aus alter Zeit, welche die soziale Frage löst, indem sie sie vor der Krähwinkler Stadtverordnetenversamnrlung in langer Rede erörtert und durch einen Beschluß der Stadtverordneten erledigt. Aber die Kundgebung gegen die Schändung von Synagogen und Grabmälern war eine Notwendigkeit. Unsere Liste der Schändungen unserer heiligsten Stätten weist ein erschreckendes Bild auf, das auch den erschüttern muß, welcher in langjähriger Beschäftigung mit der Kehrseite des Kulturlebens sich das Staunen abgewöhnt hat. Hier mußte ein lauter Ruf über den Kreis unserer Glaubensbrüder hinaus an alle diejenigen ergehen, welche guten Willens sind und Sinn und Herz für Kulturarbeit besitzen. Trotz der außerordentlichen Verbreitung, die unsere Zeitung und insbesondere unsere Monatsausgabe im Kreise unserer christlichen Mitbürger findet, begegnet es uns andauernd, daß kulturell hochstehende Persönlichkeiten keine Ahnung von der psychischen Seuche haben, die in den Erabmalschändungen sich kundtut. Es wirft ein trauriges Licht auf den fnlturcHen’ Stand vieler politisch rechtsstehender Zeitungen, daß sie diese Schändungen bisher fast gar nicht erwähnt haben. Eine Ausnahme macht allerdings Herr Goebbels in seinem „Angriffs welcher die Behauptung bringt, die; W* I-.r Der Nationalsozialismus in Bayern. — JL Sfeinieid (Paris): Napoleons wahre Rolle : bei der Jadenemanztpation* — Besehimp-;; hing der Aachener Kuiimsgememde* :— fl Br* A» Singalowshy: Die jüdische Kolo- msaiion in Sowjefmssfand»

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