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Central-Verein-Zeitung · 1928-10-19 · 42 (19.10.1928) · p. Seite 596

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
42 (19.10.1928)
Date
1928-10-19
Page
Seite 596 (sequence 8)
Language
German
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59H Das ist Inhalt und Gedanke der Erzählung, die — so viel dürste auch die kurze Wiedergabe zeigen — das jüdische Problem in seiner ganzen Tragweite aufrollt. Ein Problem, das sich jedem Inden, heute mehr denn je. aufdrängt und das ihn, hat es ihn einmal ergriffen, nicht >vieder losläßt. Sein Judentum bewahren, damit au einer großen Tradition feft» halten, seine Würde als Mensch und als Jude nicht opfern und doch.zugleich allen Widerständen zum Trotz in unserer Heimat heimisch sein, unsere Pflichten voll zu erfüllen, unser Bestes unserem Lande geben und doch nie unser Judcscin und damit uns selbst verleugnen, dieser Weg ist schwer, aber er ist doch möglich: er wird uns viel von der Zerrissenheit nehmen, unter der wir leiden, wenn wir eine der beiden Wurzeln, die unser Leben nähren, abschneiden. Freilich sind damit die Schwierigkeiten keineswegs aufgehoben, die Inden des Ostens bleiben uns stemd und viele der religiösen Formen unannehmbar. Aber das Leben bleibt eben immer voller Ausgaben und Probleme. Profesior Tr. Erich Stern (Zürich). Lanöesverbcm- Hessen-Nassau unö Hessen. Es sprechen: Dr. L. Holländer, Direktor des Centralvcrcins, am Sonntag, den 21. Oktober 1923, in Gießen (Landesverbandstagung) und Montag, den 22. Oktober 1923, in Wiesbaden (Loge Plato) Mitgliederversammlung. Dr. Alfred Wiener. Ch,st>ikus des Centralvereins, Montag, den 22. Oktober 192s, in Frankfurt a. M., Mitglieder- und Generalversammlung. Besondere Einladungen sind von den einzelnen Ortsgruppen ergangen. LanAesverbanKs!a§ung pommern-Grenzmark in Nöslin. Tagesordnung: Sonnabend, den 2 7. Oktober, abends 20>z lihr, im Pommern-Saal, Grünstraße. Oesfentliche Kundgebung: „Die jüdische JnteruaLiouals." Redner: Dr. Ludwig Holländer. Sonntag, den 2 8. Oktober, vormittags 10 Uhr, H o t e l T eu t s che s H a u s - a m Diark 1. Tclegiertculagung: 1. Vertrau licke Mitteilungen aus der Bereinsart-eit. Tr. Ludwig Holländer: 2. G c ] dj ä f i 4 - und F i n a n z v e r i ch t. Hg«« O p v c n b c i m c x; f».?! e u w a d t des Vorstandes: 4. 2ui~t>rariu\ Ad e n d s 21 Uhr: Geselliges Beis a m m c ri s e i n. Icu Ichi ßierltn gebt die endgültige Tagesordnung noch gesondert zu. Orlö^ruppe Bcrliu-Ofteu. Sonntag, den 1.?! o v e m ber l‘h>s, findet in den Prachtsäleu des Ostens. Berlin O, Frankfurrer AUce ein Bor trag mit Lnschließender DaUfcstlichteit statt. Halten Sie sich dieie: Abend frei.! Besondere Einladungen ergeheil noch. I. A. Lehrer Auer da ä ch- 23. e u Ortsgruppe Dekrin-Fric-enalt-Stegritz. Drenstag.dent lobet 1928, abends 8 llbt 15 Min., im Ratskellcr-Soal, FrrcdenLu, Rheinstraßo 1. RLbdiner Dr. Martin 6 a I e m o n i l i fprichl über: „D e r j ü d {. [die Mens ck". Anschlicstend gemütliches Deisammcniein unter gütiger Mit« wirkuibg der Vortragstünstlerin S^elitia Zentner und des Äonzertssngers Friedrich L i ch t e n st e i n. I. A. S. Sander. Die graste Berliner Kundgebung des Ecntralvrrcins am Tonnerstag, den 18. Oktober, im Berliner Hcrrcnhanfc, die, wie hier schon mitgeteilt, „Versündigung an der deutschen Kultur" betitelt ist, wird, da die gesamten Einlaßkarten schon drei Tage vorher bereits vergriffen sind, eine machtvolle Demonstration aller deutschen Juden gegen die schandbaren Fricdhossfchändungon mrd die rohen nationalsozialistischen Gewalttaten sein. Folgende Lkedner sind vorgeseljen: Geheimrat Prvfestor Tr. Ferdinand Blumcnthal (Berlin Direktor Hugo Ostberg (Berlin), Julius Bab (Berlin). Rabbiner Dr. S. Levi (Mainz'», Kommerzienrat Gerson Simon (Berlin), Necl,t-- anwalt Tr. Bruno Werl (Berlin). Tie Leitung der Kundgebung liegt in Händen -es Vorsitzenden des Gcntralvereins, Justizrat Tr. Lrodnih. ^laßgebende Vertreter der Ileichs- und Staatsbehörden haben ihr Erscheinen Zugesagt. Wie notwendig eine solche Kundgebung ist, erweist auch eine außerdeutsche nichtj irdische P r e s se st im m e, die sich folgendermaßen vernehmen läßt: „Wenn ein »arischer' rschriststeller wie Walter v. Molo einen flammenden Protest gegen diese .Schande' losläßt, ist damit noch lange nicht alles — wenn auch schon recht viel — getan. Aber wenn nicht alle besonnenen Kreise inr Reich sich wie ein Mann gegen diese „wredererwachende Germanen" zusammenschlicstcrr, Darm wird das Treiben der Nationalsozialisten mit der Zeit Das Ansehen Deutschlands als einer XlulturnaLiou auch im Ausland schwer schädigen." Dem ist nichts hinzuzufügen. 11; ■ ' i j - /i/d. _ . WWiM memmm L L&5J -!ch NMUVMffVKUNLMLLT.! MMz-, Abki'.dLrderrr — SVeziMAe». Gerkin. Bavaria 35VS. \ ' 3m Vesten Berlins bestens empfohlen. ANlMl'ßM ßßflSilS' echts tzeZraüber demHauptbahnhof. Mäßige Preise. Telephon $**£*9 (.?***« Hschür.U 25427123. -DmZ! 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