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Central-Verein-Zeitung · 1928-09-21 · 38 (21.9.1928) · p. Seite 536

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
38 (21.9.1928)
Date
1928-09-21
Page
Seite 536 (sequence 8)
Language
German
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S3ö Dir Tagung -er Lanöesveröanöe Groß-Serlin- Vrsnöenburg. am Sonntag, S. Tovtember, im Logcnbaus zu Berlin war von zirka lvv Delegierikn besucht. Die Provinz Brandenburg war aus allen größeren Ortsgruppen vertreten. Der Svndikus .des Landesverbandes Brandenburg, Tr Martin Salomonski. gibt ein Bild der Tätigkeit des Landesverbandes. Es tvcrdcn Mittel und Wege gesunden werden müsse», um die Provinz von Groß-Berlin ans zu beleben und zu bcrelchcrir. Der Vorsitzende des Landesverbandes Eros-Bcrlin. Tr. Bruno Slaserseld. spricht über „Die Gefahren der fozialen Umschichtung für die deutschen Juden". Die völlige Umschichtung der Bevöllerungsklassen in Deutschland mutz den E. D. auch nr der Bekämpfung des Judenhasses beeinflussen. Die Gesinnung des Merlschen werde in weitestem Umfange durch seine soziale Stellung gebildet. Die Ma^en der Arbeiter, des Mittelstandes, der kleinen Beamten und der trenn Berufe leben Zum Teil in sozialer Not. Nicht allein die Aufklärung des C. D. kann hier helfen; es ist im E. D. ein starkes Bekenntnis zu einem echten sozialen Empfinden notwendig. Cs kommt nicht daraus an, wn man die Lage der Brassen vom wissenschaftlichen Standpunkt aus anpeht, fordern wie jeder deutsche Jude an feinem Teil dazu bereit ist, dre soziale Not der christlichen und jüdischen Mitbürger zu lindern. Der Landesverband Groß-Berlin bemühe sich im Verein mit der Zentrale für den judl- . n.. ■ , , t r, . ... ■» QQ <>< Xrvm „Dic befonderen Sorgen der brandenbnrgischen Provinz" hervor, datz die Sorgen der Provinz sich nicht N>esentlich von denen in Berlin unterscheiden. Es sei besonderes Augenmerk auf die judenscindliche Stellung mancher Provinzprcsse zu richten. Einzelne Beispiele unglauöf* J _£ i 1 •»% y\i M/itvt O 11S mrtM in Wort und Schrift, durch theoretische Schulung und durch Bearbeitung stidenfeindlichcr Vorgänge in Schute und Haus. . . Zn der sehr lebhalt-n Aussprache verlangt Landgericht^rat Dr. Seligfohn Umstellung der zentralen Arbeit für die Provinz. Die Neuorganisation der E. V. - Arbeit für das stäche Land müsse sofort begonnen werden. Prediger Zastrow (Forst) erläutert am praktischen Beispielen die Schwierigkeiten der 6- V.-Arbeit in der Klemstadt, soweit sie der Bekämpfung des Judenhasses gewidmet ist. Der Syndikus des Landesverlwndes Grotz-Berlin, Artur Schweriner, liwtiit davor, wie das in den Referaten zu erkennen gelvesen sei, den Eentralvorern mit irgendeiner Partei zu identifizieren. Die E. V. -Arbeit müsse eine überparteiliche sein. Die Betätigung innerhalb seiner Partei Weibe trotzdem Pflicht jedes Einzelnen. Redner warnt vor übereiligen „Eingesandt" in den Zeitungen und Eingaben an die Behörden. Zn jedem Falle müsse man sich mit dem Syndikus des Landesverbandes bzw. der Hauptgeschäftsstelle in Verbindung setzen. B e r j u (Berlin) bcgrützt die von Wiener angeregte indirekte Arbeit, die sich auch auf den Umgang der jüdischen mit den christlichen Kindern erstrecken müsse. Zamory (Berlin) verspricht die sorgfältige Prüfung der Provinzsorgen seitens des Landesverbandes Grow Berlin. Wolfs (Lübben) bittet dagegen anzugehen, daß Zuden bei der Reichsbank nicht eingestellt werden. Stack längerer Aussprache kann Kommerzienrat Hamburger, der gemeinsam mit Herrn Tr. Bruno G l a s e r f e l d den Vorsitz führt, die gemeinschaftliche Tagung mit dem Wunsche schließen, daß sie der Gesamtarwit des E. V. zum Segen gereichen möge. hie und da nicht nur im E. V., sondern auch in politischen Parteien bemerkbar macht. Ter E. D. müsse in der Kleinstadt im Mittelpunkt des gesellschaftlichen jüdischen Lebens stehen. Syndikus Dr. Alfred Wiener weist in seinem Vortrag „Ausbau der E. V. - Arbeit — Einheitlichkeit der E- D- - Arbeit" auf die Folgen hin, die sich für die jüdischen Bestandteile des deutschen Volkes als Minorität ergeben. Er stell: den Wert der indirekten Aufklärungsarbeit in den Vordergrund. Wiffenschaftlich unantastbare Darstellungen über das Judentum, wie das im Philo-Derlag erfcheineude Buch des nichljüdischen Arztes Dr. Weigl, Schriften wie die des Herrn Professors Guttmann in Breslau über „Das Judentum und feine Umwelt", die ebenfalls im Philo-Verlag erschienen ist, seien von weitreichender Bedeutung für die Aufklärung der gebildeten nichtjüdischen Volksgenossen. Achnliche Dienste leiste der „Morgen" des Herrn Professors Goldstern. Dr. Wiener trägt eine große Reihe von Vorschlägen, die zum Teil schon ins Werk gesetzt tverden, vor, die diese indirekte Arbeit an? dem Gebiet der Literatur, der Presse und andere Ausklärungsmittel weit stärker als bisher durchführen soll. Ueber „Die Mitarbeit der Frau im C. V." referiert Frau Margarete Fried. Frauenarbeit wird geleistet durch geistiges Mitschaffen 8. K. E.-Sportfest irr Frankfurt a. M. Zum ß. Sportfest des Kar te l l - E o n ve n l s der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens (K. E.), das, wie üblich, am Ende des Sommersemesters statftand, tra'en sich etwa IW aktive Teilnehmer aus allen Gauen Deutschlands in Frankfurt a. M. Auf dem landschaftlich schon gelegenen und gut gepflegten Sportplatz des Sportklubs Frankfurt 1880 wurden in zwei Tagen die zahlreichen Bor-, Zwischenimb Haupt kämpfe erledigt. Die erfolgreichste Mannschaft war die Verbindung Vineta, die die Sieger in allen Einzellauf- und Stafstlwcttbcwsrbeu stellte. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse: IW Meter: 1. Fritz Emanuel (Vineta) 12,0; 2. Neumann (Rheno-Palatia); 200 Meter: Emanuel (Vineta) 24,5; 2. Woog (Vineta): 400 Bieter: 1. Emanuel (Vineta) 57,2: 2. Pollak (Rheno-Palatia): 110 Meter Hürden: 1. Dtar Fricdemann (Vmc!a> 20,4: 2. Grunsfeld (S.-V.); Meter: 1. Friedemann (Vineta) 2.13,8; 2. Sams (Sprev.): 3W0 Meter: 1. Friedemann (Vineta) 2.10,8; 2. Peckel (Rheuo- Silesia): Olympische Staffel 800, 200, 200, 400 Meter: i. Vineta (Friedemann, Woog, Goldstein, Ernanuel) 4.02,2: 2. Rheno-Palatia (Würzburch: 3. Rheno-Silesia (Bonn); 4X100-Meter-Staffel: 1. Vineta (Woog, Becker, Emanuel, Goldstern) 47.4: 2. Rheno-Palatia; 3. Bavaria (Heidelbergs Schweden st a fiel: 1. Vineta 2.14,0; 2. Rbeno-Silesia; 3. Rheno-Palatia: Fünfkampf: 1. Pollak: 2. Grunsfeld: Hochsprung: 1. Marr (Nasi.): 2. Habn (Thur.Y Weitsprung: 1. Marx: 2. Grunsfeld; Kugelstoßen: 1. Bloch (Bavaria): 2- Neuseld (Licaria); Speerwerfen: 1. Pollak; 2. Skanner (^.knrr.st Diskuswerfen: 1. Pollak: 2. Dreher (Neo-Friburgia): Handbaliendspiet: Neo-Friburgia (Freiburg)—Bavaria (Heidelberg) 4:0; Faustballendspiel. Nasiovia (Frankfurt)—Licaria (Viunchen) 55 : 48. DIE VORNEHME ZIGARETTE Sumperf, Konditorei u. JCajjfet Berlin C.2, Königstr. 22-24 empfiehlt zu den Feiertagen: o f r8'' ff’ Eistorten Gefüllte Eisbomben Pückler, tafelfertig Baisertorten Baumkuchen Torten Kudienwaren Sende auf Wunsch Preisliste! :: Ami Merkur 2108-211S* \ Gegründet 1858. % 4 .> Eßg hSthutzM Zeitschrift für ch© jüdische Jugend. Spannend, unterfxaftend« Reicher Inhalt. Gu?o AussJattyna. Im Viertel* |anr nur R^A. 1.20. Jedes Postamt cd er Ihr Erie-f tröge? Bisrat SesleHung an. him n i ^ti r\y. ......—^ Hi Ät» —. pp p pj m#' * i LSL» ä U 8 L'ji'ivJ # LI-,. 0RESDENEU3TR. S2-10Ü. a nn ,i in nrC mmmih. ir§ä I

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