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Central-Verein-Zeitung · 1928-09-14 · 37 (14.9.1928) · p. Seite 516

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
37 (14.9.1928)
Date
1928-09-14
Page
Seite 516 (sequence 12)
Language
German
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51b 50 Jahre Deutscher Palästina-Verein. — Professor Alt über „Stand und Aufgaben der Palästinaforschung".—Was der Palästina-Verein leistete.— Professor Watzinger berichtet vom alten Megiddo. — Historische Mauern und alte Kunst. Die Palästinakunde beanspruchte auf dem Fünften deutschen Orientalistentag in Sonn1) einen besonderen Platz, dieses Mal geschmückt mit dem Goldlorbeer der „50". Ter Deutsche Palästina-Verein feierte sein 50jähriges Dasein. Die Festsitzung mit einem Vorträge des Vorsitzenden Professors v. Alt (Leipzig) über „Stand und Aufgaben der Palästinaforschung", die Generalversammlung mit einem Bericht über die in fünf Jahrzehnten geleistete Arbeit, ein Vortrag Professor Carl Watzingers (Tübingen) über die „Funde von Megiddo" waren der erhebende Ausdruck der Jubelfeier. Professor Alt, gleichzeitig Leiter des Teutsch-evangelschen Instituts für Altertumskunde des Heiligen Landes in Jerusalem, legte nicht so sehr, wie gemeinhin erwartet werden konnte, den Hauptton seiner Ausführungen über Stand und Aufgaben der Palästinaforschung auf die Archäologie, die Altertuniskunde. Er beleuchtete tm Vordergründe eingehend die Zusammenhänge zwischen klimatischen Verhältnissen, Bodenfrage und Geschichte. Er unterstrich die Wichtigkeit der Boden- und Gesteinsforschungen, von denen sich Ausblicke in die ältesten Siedlungen ergeben würden. Er verlangte gründliche Untersuchungen über das Klima Palästinas, auch, soweit möglich, in der grauen Vergangenheit. Ist das Klima durch die Jahrhunderte gleichgeblieben? Oder können wir in der Tat ernstliche Klimaschwankungen annehmen? Hat sich das Klima, allgemein genommen, verschlechtert? Gingen in Palästina vor Hunderten von Jahren tatsächlich größere Niederschlagsmengen herunter als heute? Fragen, die mit einer noch fehlenden „Waldgeschichte" Zusammenhängen, Fragen, die, wenn sie gelöst sind, uns auch über die Vesiedelbarkeit und deren Ausdehnung für Vergangenheit und Zukunft Wesentliches bedeuten können. Mit der Frage der Besiedelbarkeit hängt die Frage der ersten Siedlungen klar zusammen. Sie find in den Ebenen anzunehmen. Erst mit dem Eindringen der *) Siehe auch Nr. 36 dieser Zeitung. Vas berühmte SchemaslcgcL Israeliten ist mit der Besiedlung der Höhen zu rechnen. Und in dieser Zeit verschieben sich die politischen Krastzentren von den Ebenen in die Berge. Damit mögen die Andeutungen über dieses Gebiet des Vortrages sich erschöpfen. Aus dem Teil, der die Altertumsforschung behandelte, sei die Forderung herausgehoben, bei Ausgrabungen ans interessante Einzelfunde es weniger anzulegen, als die baulichen und kulturellen Durch schnittslei st ungen einer Epoche festzustellen. Immer deutlicher werde die Wichtigkeit genauer zeitlicher Bestimmung der Scherben für das Alter -^r Schichten bei Ausgrabungen. Was die Geschichte des Heiligen Landes anfangs so hält es Profestor Alt für noch verfrüht, die Funde aus der Steinzeit in Geschichte umzusetzen. Für die Zeit der Hylsos und der Pharaonen des neuen Reiches (etrva zweites Jahrtausend vor Christi Geburt) sei es wohl möglich und wünschenswert, Karten der politischen Gebilde herzustellen. Manche lockende Aufgabe für den Geschichtsforscher skizzierte Alt mit kundiger Hand. Noch lange nicht intim genug kennen wir die Epochale Neuheit! Hebräische Gebete auf Musikplatten m W In dieser Vollendung bisüaer unerreicht! Aufnahmen vom verstärkten Synagogenchor vom Friedenstempel, Berlin, unter Leitung von Chemia Wina'wer. Von Oberkantor Hermann Fleischmann, Köln. I...Von eigenartigem Reiz sind die Gesänge des verstärkten Synagogenchors des Friedensternpels; hebräische Kirchenmusik in vorzüglicher Ausführung. Die Presse schreibt .. .Der verstärkte Synagogecchor unter Leitung von Chemia "Winawer zeigt durch Odeon die hohe künstlerische Bedeutung seiner Gesänge; eindrucksvoll das Solo Hartenbergs bei dem Einheben der Thora, ergreifend der unterstreichende Chorgesang. Odeon- und Parlophon-Musikplatten werden ohne jeden Kaufzwang bereitwilligst vor gespielt in den offiziellen Verkaufsstellen des Lmdströms-Konzerns: BERLIN: Leipziger Sfr. SSO / Kurüftrsteudamm 29 / Friedric&str. 92 / ©ranieastr. 64 ferner in allen anderen Odeon- und Parlophon-Musik-Häusem und besseren Fachgeschäften. H BIEBSjüIBJ ©■© SÖ

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