Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 29 (20.7.1928)
- Date
- 1928-07-20
- Page
- Seite 417 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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«7 Zwei Siebzigjährige. pcof. Zranz Soas (New Lock) - Prof, Heinrich Si!öerg!eit (Serlin). Professor Franz Boas (New Bork). Der auch nnscren Lesern als Mitarbeiter in unserer Nasscnnummer (vgl. „E. V.- ^eitung" Nr. 37 von 1925) bekannte hervorragende Anthropologe Prolesror ^ranz Boas vollendete am 9. Juli sein 70. Lebenszahr. Professor Boas, ein geboreirer Westfale, hat an deutschen Universitäten ftubieu und irnr zunächst Lilssarbciter am Ethnographischen Museum in Berlin, spater habilitierte er sich an der Vrrlincr philosophischen Fakultät. 1889 lutiTbc Boas, der bereits weite Forschungsreisen in Nordwestafrika .gemacht batte, zum Professor der Anthropologie an der (.'Inrst - Hniversitüt in Wertester ernannt und dann an das amerikanische vtaturhisto rische Museum nach New Bork berufen; feit 1900 bekleidet Boas die ordentliche Professur für Anthropologie an der C o l u m b i n - U n i v e r s i t ä t New Bork. Don großer Wichtigkeit für die Anthropologie ist die von Boas vor einigen Jahren feftgestettte Tatsache geworden, das; die ^chädeljorm kein konstantes N a s s e n m e r k m a t i st. Boas ist Ehrenmitglied vieler wifsenschastlic!)en deutsck)en und amerikanischen Gesellschafien. Er hat viel für die wissenschaftliche Verbindung zwischen seiner arten Heimat Deutschland und fernem neuen Daterlande ^tincvita geleistet. # Das Berliner Statistische Amt ist am 2. Juni 1800 errichtet worden und konnte am 8. Juki 1910 fein öüjähriges Jubiläum feiern, zu dem sein damaliger Direktor S i l b e r g l e i t die Festschrift geschrieben hat. Aber trotz seines verhältnismäßig jungen Alters hat es Weltgeltung erreicht, weil es das Glück hatte, von Autoritäten in ihrem Fache geleitet zu werden, wir nennen nur Schwabe und Riä)a:d B o e ck h. den Sohn des berühmten Altertumsorschers August Boeckh. dessen Name eine Berliner 2traüe trägt. Aber auch Männer jüdischer Provenienz haben sich um das Berliner Statistische Amt verdient gemacht. In erster Linie ist der Sanitätsrat Dr- Salomon N e u m a n n zu nennen, welcher nach B o e ck h s Worten stlbst „der eigentliche Begründer der Statistik der Stadt Berlin war". Und im „Statistischen Jahrbuch der '-Ltadt Berlin" (31. Jahrgang) wird ihm nachgerühmt: Er war es, der die Organisation der Dollszählungeu ausbaute aus der populären Grundlage der freiwilligen und gemeinnützigen Mitwirkung der Einwohnerschaft. Sein Vorgehen war vorbildlich und ist es bis zürn heutigen Tage geblieben. B o e ck h s Nachfolger wurde sein iiiU (bei Fiume) Direkt am Meer. Rituelle Uiiche. — Eigener Betsaal. — Gottesdienst im nauso. Alle Zimmer mit Loggia oder Balkon, messende* Kalt- und V, annvr&^ser. Warmwasserheizung. Telephon mterurb&n. 8ec-und Süsswasserbduer. lEeer- 'W&^serdusrbe. Appartemonr.s. PrivaiKadezimmer. Kliehe auch für Dia ee-n.-rer. 20Ö Betten. Pensionspreis in kl. Zimmer 8 32arlt aufwärts. Schüler Professor Tr. Ernst Hirschberg, der, auch von, jüd sich er Arstamrnuna. auf dc:u Gebiete der Soualstaüstik Hervorragendes genutet hon Nur drc^'Icchre leitete er, das statistische Amt und sein Nachfolger wurde Prosesior Tr. Heinrich Silbergleit. In Gleiwitz am 2. Juni 1855 geboren, aus einer Provinz stammend, die so viele aufstrebende jüdische Männer unserem Daterlaride gcschustt hat,, hatte sich Silbergleit zuerst mathematischen und staaisroissenschastlichen Studien an den Universitäten Breslau, Leipzig und Berlin zugewaudt, trat aber dann über zur Statistik. Am 1. Dezember i^h-i wurde er Volontär des Statistischen Amts der Stadt Berlin, wo er unter B o e ck h bis zum Jahre 1890 arbeitete, um daun zum Direktor des Statistischen Amtes in Magdeburg auf Lelxmszeit berusen^zu werden. Tie ersten Sporen als Statistiker verdiente er sich in dieser Stellung, aber schon V.m sehen wir ihn in derselben Stellung beim Statistischen Amt von schöneberg, von wo er nach Hirschbergs Tode zum Direktor dee Berliner S t a t i st i s 6; e n Amtes berufen wurde. An diesem Amte wirkte er von IM bis zu feiner Pensionierung im Jahre 1923. Ten Professortitel erhielt er im Jahre 1901. <2 11 b e t ß l i i t hat sich große Verdienste um Berlin erworben. _ Voraus schauend, daß ein ..Groß-Berlin* tommen mußte, hat er nut fernen statistischen Monatsberichten statistisch den Gedanken eines Groß-Berlins propagiert und die Bevölkerungsstatistik Berlins und seiner Vororte unter einen Hut gebracht. Als der Weltkrieg ausbrach, war Silbergleit eine Stütze des Berliner Oberbürgermeisters Scttiuitl), und wenn die Organisation der Brotkarte in Berlin wahrend des Krieges und der Inflationszeit so reibungslos von statten ging, so ist Silbergleit ein nicht geringes Verdienst daran Zuzuschreiben. Was aber Silbergleit besonders als Fachmann auszeichnet, ist die Akribie seiner Arbeitet! und die Vorsichtigkeit der Schlüsse, die er aus den statistischen Taten zieht- Nach seiner Pensionierung hat Berlin ihn zum Mitglied des Beirates für das Statistische Amt ernannt und er gnjuu auch dein Internationalen Matistie MBoQ©os3®ß)80SsS 3SS der bisher noch keinen C\? schreibt uns: »Midi überholfe kürzlich ein Wagen, der die Aufschrlf? SIMSON-SUPRA trug. Er war allerdings rasdi verschwunden, trotzdem ich sehr schnell gefahren bin, auch schien er sehr qute Federn zu haben, denn auf der sehr schlechten Strasse von Altenburg nach Borna konnte er mit voller Geschwindigkeit Jahren. Ich interessiere mich für den Wagen und bitte um Angebot ..* Fordern auch Sie Angebote, lernen Sie alle Vorzüge des 12/SS PS D 11 u' JgAJ l,.j Sechszylinders kennen, Ihr Entschluß Ist schnell gefasst! Waffenfabriken Simson & Co., Suhl i. Thur. Abteilung Automobilfabrik. \?/S pW/ NP / Ir v i H!; El . 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