Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1928-06-29 · 26 (29.6.1928) · p. Seite 375

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
26 (29.6.1928)
Date
1928-06-29
Page
Seite 375 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2277379-2277781-2277807--04580-2285208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

37 5 Mrze Hüchsrschau. «iitzard Eraurbeirnerä „MittelalLerliche Syuagogen^ Vrankfurter Ker!agsausiair, 552V, .285 Leiten. ....... gcLiegen gearbeitete Buch gib: cmcn wertvollen Vertrag zur jüdischen Kulturgeschichte, ^besonders in Deutschland. — Einem einleitenden Aufsatz über Religion und Kunst" folgt eine Darstellung bcc antiken Synagoge. Den Hauptteil des Buches nimmt eine einaehen.de Beschreibung der mittelalterlichen Synagogen ein. Dir Heden die Sn-nagogen von Speyer, Worms, Prag und ^llrtd besonders hervor. — Das Hauptproblem ist die Auseinandewetzung btt religiösen Form des Judentums mit der architektonischen Form Europas, d d. es zeigt sich in allen Bauten das Suchen nach einer architektonische:: wev'altnng, dir den Erfordernis cn des jüdischen Kultus gerecht wird. — wundert Abbildungen, zum Teil nach alten Stichen, erhöhen den Wert dev Werkes. Th. Rothschild: ..Bausteine — Zirr Nnterhaltung und Belehrung aus jüdischer Geschichte und jüdischem Leben", Franknrrt a. M.. 1927, F. Äaussw.Qnn Verlag. , ., Eine Samnilung von llescstücken, die zusammen ein farbenrewycs Büro jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens ergeben. — Die Beiträge nam.ha't-r jüdischer und nichtjüdischr: Autoren bürgen für ein beachtliches Niveau. Der reiche Inhalt, der auch viele gute Gedichte bringt, läßt Langeweile nicht au;, kommen. Das jüdische Kind, — aber auch der Erwachsene, w:rd au dem ^uch Freude haben. Erfreulich ist, daß auch ganz moderne Fragen \n entsprechender Weise behänd..': werden; — erwähnt fei der Beitrag „Naye" von Herbert E u! - n b c r g. Alfenso Cassuto: GedenkschrUt anlcistlich des 275;ührigcn Bestehens der voringiesisch-jüdischcr, Gemeinde^ zu, Harnburg <1632—1027). wchcn seit der zweiten Hälfte des 1ö. Jahrhunderts und portugiesische Juden in Hau ' bestehenden drei Gemeinen Wicklung des Hamburger Hai. . ,--- . - - . .. erworben, was ihnen öfters urkundlich bes:ät:gt wurde. Das vornegerne i?c;r sichtet von den Schicksalen der Gemeinde; eine vollständige Geschichte, hicjct Eemcinde kann leider nicht geschrieben werden, weil das Archiv m:t den sichtigsten Urkunden dem großen Brande von 18-52 zum Opfer siel. Eine Lifte -er portugiesischen Rabbiner in Hamburg und ein Verzeichnis der ir. Hambürg, Altona' und Glückstadt gedruckten Werke portugicsisch-jüduchcr Auroren vervollständigen die würdige, büdgeschmückte Veröffenrlichung. Tr, S. W. >n seit der zweiten Halste des 18. hzayryunoew.s nno Hamburg nachweisbar; 1652 wurden die dis d-ahin ch-en zu einer einzigen zufammcngefaßt. Am die Ent- : Handels haben die Portugiesen sich größte Verdienste Wilhelm Jerusalem: „E-irrsühruug in die Soziologie". (Wilhelm BraumüUcr, llniversitäts-VerlagöhuchhandLuttg tz. m. l». H., Wien und Leipzig.) Aus die Wichtiakeit der Lehre von der bürgerlichen Gesellschaft für die Behandlung jüdischer Probleme ist in diestn Blättern immer wierner hingewiescn werden. Ein Meister in der volislümlichen Darstellung war unser leider zu früh v erste, rb-erm Freund Wilhelm Jerusalem in Wien. Aus feinem Nachlaß ist eine kurze Einführung in die rsvzivlogie erschienen, die denen, welche sich mit dem Gegenstand bcfanen wellen, die Wege in richtiger Erkenntnis vermitteln wird. — Freunde, lest dieses Büchlein. lh. Georg Brandes: „Urchristentum". — Erich Neltz-Berlag. Berten 1027. 140 S-eiren. _ Wir schürfen, kritischen Argumenten verficht Brandes seine Aussanung uvcr die- Entstehung des Christentums: das älteste Christentum stammt nach ihm z: ich t von einer einzelnen Persönlichkeit, ,^s wurde von zahlreichen tätigen K.rastcn cherrorgedracht, ging nicht weniger von Alepandria und von Pom als^von Jerusalem aus und erh'.est v;* Tj * Philosophie des Zc Walters". offiziellen. Auffaffung des __ _ _.... - StanbvunkL in seiner bekannten temperamentvollen Weise. Auch wer st'.nc Auffassung nicht teilt, wird zugeben rnüyen, daß Wahrheitsliebe und Erkenntnisdrang fein Urteil leitet. — Im zweiten Kapitel wird der rrstrem.e Kommunismus des Urchristentums erwiesen. Diese Feststellungen sind wichtig gegenüber den vielfachen Versuchen, den Kommunismus zu einer jüdischen „Erfindung" zu stempeln. Das Buch macht vielfach den Eindruck des Aphoristischen. Aber auch wo sie zum Widerspruch reizen, sind die Thesen des Buches klar und anregend. t)t weniger von Alepanorra uuo von rnom acs^von rhielt sein Srundgeprace durch die religiös genarbte :rs". — Brandes ist sick) des Gegensatzes zu der cs Christentums vollauf bewußt; er vertritt feinen Ctan0i2.se - Olbsi - nrr<1 CcurkenliOTvsesVen. Hoxififüi^, Maihieladen, Gelees und fsxzchüoßa Imdwigf, Der Men sehen solm... JUC 9g5Ö Sieger, Stefan Zweig...J&C 6,— Zweig, Drei Dichter ihres Lebens; Cze^noTa, Stendhal, Tolstoi.. JUC — Portofrei zn beziehen durch:;***$«•? G.m. r\ äS&l tSi-JÖU Fernsprecher: Dönhoff 3591. Lindenstrasse 13.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.