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Central-Verein-Zeitung · 1928-02-10 · 6 (10.2.1928) · p. Seite 81

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
6 (10.2.1928)
Date
1928-02-10
Page
Seite 81 (sequence 26)
Language
German
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81 zsr KmNWZWMö tzrr dWK'M AM. Baden. Bor RU'iiii'in Wochen ist int Vertane -'tontüuDia V.-G. (Bühl i.Badem eine itnifan^rcidje „Heimatsgeschichte der badischen Juden" ander Jeder de- '.'.'lannheimer Lehrers Berthoid B u f c n : 1} a 1 ersthienem iHtt v»nnt» zadjlt eichor ^vfun^cmutc^■bil^mu1».'^ nttd Li.Btbilder der Berlasier den IV üt von dem ersten gefch'chr.ichen xUuftrctcn der Inden ui Baden im xuil)re -B>) bizur Gegemr.-rt. Tie proste Leidensaeschichle der badischen Inden .siech an unseren Augen vorüber, aber äae!) da- Bild biülu'ubrv südlicher Gemeinden und glücklicher GnewicNuug jüdischer Iuuüuen. diesem aetsgezeichneten Buch, das niche ti:;v jeder badische Jude, sondern jeder dem'che Jude und auch jeder Bichijnde lesen sollte, um sich von der Berechtigung unseres Ansprnchs ruf die deutsche Heimat von uouem zu nberzeug.u. entuelg'.ten wir einige tcharalteristische E teilen. Die ersten Juden an; Nijein. .Tas Land Baden bcsletn in seiner heutigen Gestalt im uvnüiiduTt erst seil dem Jahre Id'yg. Vordem benschte über das jetzig^ badizche Elaa:-- gebiet eine Üstilie weltlicher und geistlicher Hürnen. In fast allen, diesen Hobeüsg-. tuest n loohnten Inden. .Zahlreiche Iudmigemeinden b.sauden stch in den vormals österreichiscinur Gebieten, im Fürstentum Iürstenberg, in den '.>Ao.rtgrai'ü.stastew Baden-Baden und Baden-Turlach. im Bl-tum Evey.r, in der Nunu'alz und in der den Bistümern Main» und Würzburg. der lvrasidv.tü B'eubeim und einigen üstuch-rirterschaslen zugehvrenden Gegend des Ba-üandc- und Taubergrundes. 2öünn sich die ersten Inden in Baden, überhaupt'am Meine, mcba*= wüstst n liaben. konnte bis jeht noch nicht cintuaiibfrci sestg. stellt iverden. Wo tu aber ist des eine sicher, das; sie schon mit den Bömeru. in Germanien diiU'.indeNen und sich nach deren Verdrängung aus km nördlichen Teut-ch- Uuib im Ichntlandr. aait» besonders au ben Usern des Blieins, an'icdAten. I,n B-vnns so!! wie die Tage meldet, schon zur Zeit Gsraeine Judengeuu.inde gelvescn sein, und H77 sollen die Juden in Astgen-ourg stlarser IriedriN) IN. Beweise dafür vorgelegt haben, das; ihre Vorfahren sich schon vor Glnisli Geburt hier ausgehalten hätten, 9 Jach Ansicht des badischen GeschieUtsschreibcrs Mone, die atlch von anderen Heimatforschern übernommen lourde. seien die ersten Inden mit der 22. römischen Legion nach Germanien gAommen. Tiefe wäre nach der Zerstörung Jerusalems mir jüdischen Sklaven aus Palästina als Bejahung nach den Nömcrniederlanun.gen am Bvein verlegt worden, wo sie viele Jahre blieb. Tie erst-: urkundliche Aachricht über die Anwesenheit von Juden am Rhein stammt aus dem Atstange des vierten Jahrhunderts und bezieht sich auf die Ttadt Köln, too seljon seit langer Zeit eine stattliche Indengemeinde getoesetr sein inag. Tie Inden waren dort vollgültige römische Bürger und konnten bei unfrßj.-nTl r-7s?v I Ci^s ></ t_- 'WV k: w: -'O' x Jr~-- sj?*.- V'l PP.EM JE2 CIN 4!OC«G€NlIfJ W££K£,-rCHV/>C,ßZ£ £ £ÖD E2# IE! D2i£>> g.hindnter Aeligionsül uug jches ioinn zusagende Guoeroe eransten. Gs gab tmter ihnen Grundbücher, die als solche Vunü-chnu waren, stest ehrenamtlich an der städ'ü'chen Verwaltung UturiG zu beteiliget?. Gin Tekret d.s statstrs ^eoustaiuin bum %ihj ^rwäl.-n: die EchuVn du äeöln.r Indur. Biil großer LLahncheinlichkeit darf angerwutmu'. toerdert, da st in anber-.n. lllömuniedulaüunaui. attch in mlch.n ans badi'ch-em Boden, ehe ste von den bucindrmtarndett 'Alemannen zerstört nmrd.n »Osterburken. Ladenbura. -Geiliaenberg. Btichelsberg, Bwruuim. Bad.n-Badctt, Brei'ach, Konstanz u. a.sich dauials ebenialls Juden beianden . . B Der schwarte Tod. Tut .Löhepunkr der Leid'.n Israels bildeten die Jab re Taw.als war in Gnrova eine schreckliche Eeuct e. „der schwarze Tod", anusgebrochen, die unter der B.vötkertmg grausam wütete. 2cur die Juden sollten die Verursach, r dieses Vlas'ennerbens g.weün 'ein.. Tie so-len. io erzählte man der umoiüenden. leichtgläubig-.n Bevölkerr-n.g, die B r tut neu nu.b Tuelün v.röiUct baden, um d.n Tod der ihtnn verbastten Gi-rnwu berbeiv.rsüüüen. Tdsct'on die I udut 'elbn von de nt au.ae blich rau :gnett vera-ücten BTa'ser tranwn. nnd obwohl auch üe — w.un auch tuet t in dem hohen t'B.aste wie die übrige Bevölkerung (das abgesonderte Iudenvierte! uitd die Beobachtung der die Hygiene wrkrnden religiöstn Vorschriften ntögert dies verursacht babctI — von der Ven dahingerafch wurden, fand die Bürdächnguu.a Glauben. ..Und das Giü. das ttn'indbare, macht da- Getränk, das untrinkbare, zn einem Vkeer von Tränen d-winen treuen Eöhn-enbst singe ein jüdi'cher 'Augenzeuge in einem Alageliede. Tie Bevölkerung hatte eine wilde Berzwon!trug ergrissen, die durch die im Lande ttmbcrzicbenden Geistelbrüder »Flagellanten» noch dernärkl wurde. Letztere forderten nicht nur zur Teldnv.inignng auf. wnd-crn auch jitr Rach-e^an bat Urh-.bern des grasten Ekerbens. '.mit wilder Gier stürzte die faiiatincrtc Volksmenge über die Inden du. Hast alle Iubcngcv.teindcn JL *2§ 1.^4 u M Unter dieser weltbekannten Marke erscheinen Musikplatien und Musikapparafe, die das Vollendetste darstellen, was in der Phonoindustrie bisher herauggekommen ist. Die Musikplatten werden nach dem elektrischen Aufnahmeverfahren hergesfellf. Sie sind an Klangschönheit und Tonreinheit unerreicht! Künstler von Weltruf, die grössten Orchester und Chöre finden Sie auf Odeon-Electric! Odeon-Musikplalien sind erhältlich in den offiziellen Verknufsslellen des Lindsfröm-Konzerns: Odeon-Musik-Haus G.m.b.H., Berlin n'S, Leipziger Strasse 1tO Columbia-Musik-Haus, Berlin Wt5, Kurfürstendamm 29 Parlophon-Haus, Berlin NW 7, Friedrichsirasse 91 Odeon-Musik-Haus, Breslau, Schweidnitzer Strasse 43a Columbia-Musik-Haus, Frankfurt, a. M., Goethestrasse 19 ferner in allen anderen Odeon- und Parlophon-Musikhäusern und besseren Fachgeschäften. Carl LIsiöstr©tsi A.-G. / Berlin S@ ZG.

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