Von deutsch-jüdischer Jugend
- Journal
- Von deutsch-jüdischer Jugend
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 1-2 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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„Allgemeine Itmvinenhoit tu Plihsiologie uiih \n}ciu'u:\ „Ino Nocht ( des ungeborenen -st indes", ..Tas tllegitiine Nind" und besonders das > Schlnsttapitel „Wahre Ne so rin, Strafe oder Nettung.^ Tus Ä^erk . um Menschen" auch für unsere BerhaNuisse sehr zutreffend und oft wegweisend zu lasseren Zuständen. Das Bnel) wird ohne Zneeifel von vevstättdnisvollen (Eltern dankbar begrünt werden, und so nicht nur ein Helfer der fugend iu ihrem inneren Bauchs, sondern auch Antrieb und ultterstiihung bei der Umschichtung der bürgerlichen Gesellschaft sein. Alfred Leid. „Jugendwandern als Reifung zur Kultur“ miv Schnltoanderungett ist dieses Buch'! geschrieben. Bon zwei Arten von Lehrern dreht ihm. dag sie es unbeachtet laben. Bon den Gleichgültigen, die „mit ihrer -blasse lieber in den Zoo, statt ins Fsteie gehen, weil da die Wärter beim Anshauen Helten" tso geändert im Oktober 1!>27!). Bon den Lehrern ans der Jugendbewegung, die meinen, das; mail das Wandern ja doch nicht aus den Büchern „lernen" könne. Ter erstgenannten -Kategorie ist nielst inehr zu helfen. Trxh die letztere in ganz eindringlich aus Walter Schöndrunns Büchlein hiu.;uweisen. Wenn der Lehrer müde zu reerdeu dreht im -starnch gegen die Unbelehrbaren und um die Seele 'einer Schüler: hier wird er neuen Mut und neue Freude und neuen Glauben schöpfen können, llnd zum besonderen Thema leerden ihm reiche Anregungen gespendet. To ist z. B. der Nhhthmus. die „Munk" der Land sch an wunderbar gedeutet, das Weiterklingen der Landschaft in ihren Bauwerken fein erfühlt mrd dargestellt.' (Shw Probe: ..Aber anderseits lebt jener märkische Geist, durch den Niederdeutschen Schlüter hiueingetragen. in dem (Berliner) L ch l o tz. so das; sich ein gewaltiges Wellen, eine gewaltige Beioegiheit init hoheit-voller Nüchternheit und imponierender Wucht vereint." _;\u Kleinigkeiten loird uiau anderer Meinung fein, ^o sind unsere „geraden, rechtwinkligen Stratzeti" tS.7t'g nicht oeid)e11 ausländischen, v'olksüemden Geistes, sondern ans nnrtschastlichen Notwendigkeiten entstanden. Spengler kann man doch wohl nicht mit einem kleinen Sätzchen abtnn (2. sch, und schließlich: was tonnte die Jtchenäbewegnng Besseres tun, als ihre Nienschen diesen .^lassen- und Lchnl- „gemeim'chasken" zu entziehen? (S. i--\) Toeh als stärkster (Eindruck des Buches bleibt: der Helle Nus eines wahren Erziehers zu wirklicher Jngeridsührnng und Jngendknliur. Alfons II' x iAn rg. — und Zeitschriften „Der junge Jude." Im gemeinsamen Selbstverlag des Jung.Jüdisd:en Wanderbundes und des Merkas Hechatnz. Herausgeber: Tr. Georg Lubinsti rmd Blordechai Jhifdmir- Bei der Fülle der allgemein-pädagogisch gehaltenen Jüngcrenblätter, mit denen -die jüdische Jugend 'ärmlich überschütte: wird, berührt es besonders wohltuend, wenn sich einmal eine ocilfclirtü der Jugend anstut. in der der jüdische Ideengehalt der Prüfung, Juki* und Emwidtnng untere zogen wird. So gib: denn dieses erste He'i der ' o z i a l i st i f ch - zionistisch eingestellten Jugendbewegung ein Irenes 'Abbild von den Zielen, Hossnungen und Schwierigkeiten, denen diese Bewegung ausgesetzt ist. In dein einleitenden Artikel wird die Lage der ^„dritten Generation" des Zionismus umrisien. „Tie erste zionistische Generation des Westens hatte noch die 'Aufgabe. ihr Judentum für sich selbst zu rekonstruieren, die zweite, das Judentum der anderen in seiner Frogwürdigkeit darzustellen. Tie drille Generation stellt rollig isoliert da. zugewandt einem neuen valästinensischen Judentum, ohne eine Bestehung zum Judentum der anderen." Hieraus folgt die notwendige 'Ausgabe, das Spannung-Verhältnis zwischen zionistischem und nichtstoni'tischem Judentum fruchtbar zn machen, eine Au'gabe. die auch neben den vielen anderen die denstch-jüdische Jugend von ihrer Seite aus ui erfüllen hal. 'Nicht in Form eines verschwommenen ..Schotanmismus", sondern - - wie es Ludwig Holländer vor kurzem ausgesühr: hat — in „schärfster Erfassung der beste h e nd en Ge ge nsä tze". Bon den übrigen Beiträgen ist besonders erwähnenswert die Wiedergabe des Referates von Siegfried B e r n s e l d über „Tendenzerzichuug und Autonomie des Zöglings in der Jugendbewegung". Nur bermiti man die Weisung des Weges, auf dem die bürgerliche *) Walter 6 dj b n b t u n n : 4. Pa ich der Tanuulung „Menschcvbildw.rg und Menschheitsgcstaliung"", i3T cciicn. Hensel u. Co. Pcriag. Berlin w-7. ionalistisch gcriästo c Jugendbewegung . Toüdaiilät' mit dem Proletariat üben kann. Und gerade in dieser Frage lul heule -'Uarheit mehr nol denn je! - - Eine Novelle von Zivi Schatz ..Time Sprache", in einer äutzerst zarten Form geschrieben, gib! einen Einblick in das Ehaluzleben in Palästina, und übermittelt gleichzeitig das Schassen einer jungen ansblühenden neuhebräischen Literatur. -- Für uns ist vor allen Singen bedeutungsvoll, daß hier die zionistische Problematik, ungetrübt von talilhtu'n .Kleinlichkeiten, erörtert wird, und vor allen Tingeu. d.rtz ein Erkennen und Berstehen der Jugend, die. iveun and) mit anderen Bor misst Hungen und Zielsetzungen. gleich uns rnn jüdische Wertigkeit und jüdisches Leben ringt, gefördert lvird. —d. * Zloci Furtgvolw-Hcftc. Herausgegeben vom Seutsch-Jüdisch'-Il Wanderbund ...Uaruerodcn . Sas ..I u n g v o l V, oder -- um im zünftigen Jargon zu sprechen - der ..Pimpf" null niev! nur über die '.Nöglrdileüen üuer .^nUurlrisis und ähnliche Probleme diskutieren, sondern er uüII vor allem nstrtlidxs Geschehen er lelrn. will dabei b.ob.nht-en und soll -- und hier seb.t die 'Ausgabe des Erziehers ein — das Beobachtete in B. Hebung zueinander fetz-.n Li'iuit. Tiefer Aufgabe dien: vor allem das- He'l Üb.r Arbeit'. Hier sollen dein Jüngeren die 'Augen geöi'nel^iverden für all das. was nur ilm herum au schauender 'Arbeit voroAn. wechseln denn Beschreibung der Bald:versorgung mit der lechnsich.en Schilderung des .'teitungsdrnckes ab. und alle die'e EinzeldarstellUngar geben ein abgernndekes Bild des zur Tiskunion stehenden Themas. Tos kürzlich erschienene ..W i n t e r"-He't bringt in si'br hübscher Zusammenstellung Anleitung znmWintersport.'Anekdoten des Wüster, lü'ens n. a. m. Wer^da meint, datz älmliriu' Vlrlitd doch in jede in Magazin oder im ..Heiteren Fridolin" zn linden feien, hat -- objektiv -- recht und subjektiv - vom Standpunkt des lesenden Pimrses ans — bitter unrecht. Tenn all diese Artikel und ja nicht wahllos von einem Bernfs-journalisten mehr oder Nr Niger g.schiel: znsammengesteüt. sondern sie sind gnrag-.n von dem starken Fundament hündischer (o t m c i n f cb a i t und b^e mein.samteit. Und der Ho.nptmert eines wld'en Blattes liegt darin, dosi die Grenze -.wischen Schreibern rmd Leiern eine fließende ist. Ta dien mehr prö.dagogische 'Arbeit nicht nur d.r Festigung eines Freno.dül'astskreises dient, sondern getragen ist von dem Z,ie!e. den Jüngeren über den cmt. it ...hameradeu" lau ans zum v e r a n t vo o r l u n g sb e lv u st t e u b'lied des dmtiöo.en Jud.ntuius zu erziehen, so Verdi.nt das „Jrmgvoll" aud) in diesen Blättern Erwähnung und 'Anerkennungx »,Das Zelt", Zeitschrist für die jüdische Jugend. Verlag B. Heller i'.Aüncheu'. Heraus-gegebeu von Tr. Alfred Heller und Tr. Jakob Seid-. indcr Müwirtnng von Tbertehrer Simon Tingstlder und Studienrat 'Adolf <5d'almann. 'Als vor einiger gsiüt eine -- nichtjüdifche — Zeitschrift von einer Trganisalion finanzierwerden wollte, da satzte der für den Etat verargwörtliche Tezeruent fein ablehnendes Urteil in die lakonifdren Worte zusammen: ..Es wird zn viel gedrilest!" Hieran wird man bei der 'Ankündigung einer jüdistcheu Jugendzeitschrift erinnert. Es gibt jüdische Zeitschriften und Jue.eudzeitfchristen. aber worum mutz es eine eigene Zeitschrift für die -- noch iiid)t geistig-kritische — jüdische Jugend geben? Terartige Zeitschriften sind notwendig bei beginnender geistiger Ai.'seil'.- ander»etzong. oder — 'alls sie auf das Niveau der Jüngeren zugefclmikten sein sollen —, wenn sie Ausdrucksmitel und 'Nieder'chlag einer verbindenden Gemeinsthait sind. Aber einein Jüngerenblatt, das 'Anspruch auf Tafeinsberednigung neben den fo vielen brauchbaren allgemeinen Jug-.'ndzeitfchristen erbebt, und das nicht einmal auf der anderen Seite ans einer ganz bestimmten 'Atmosphäre jüdischen Jugendlebens berausgeivadn'en ist. steht der veranNvortungsbcwutzte jüdische Jngendsührer schon von vornherein mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Tiest Bedenken finden auch in dem vorliegenden Heft ihre Bestätigung. Tie jüdischen 'Artikel dringen eine Fülle von Wissenswertem, nur fragt es ßch. ob Nd) der Jüngere an dem etwas schulmeisterlichen Ton lange ergötzen wird. Wahrscheinlich wird er bald ein Paar Seiten überschlagen, weil ihm ..Eisberge und Eisberggefahr" mehr Interesse ablorken werden als eüva ..das hasiuonäische Herrscherhaus". Aber über derartige allgemeine Tinge, in die man beim besten Willen keine jüdische 'Note bringen kann., findet er ja im ..^cksisf". in der „Spur" und ähnlichen Zeitidnisten 'Anregung genug. Will a!w das ..Zelt" dieses unnötige .konkurrieren vermeiden, glaubt es trotz der vielen, dem fast allen jüdischen ^duiliinuveu und Mädeln gelesenen Bundesblatter and) noch von sich ans zur Stärkung des jüdischen Bewusstseins beitragen zu müssen, so bedarf es vor allen Singen einer absoluten Aendcrung des Tonfalles im jüdischen Teile und einer mvgliclist st arte n Ncdnzierun g des . ü b erst ü s s i g e n allgemeinen Teiles. Wenn das „Zelt" so für die jüdische Jugend bewohnbar wird, so soll es uns freuen! —<f. Verantwortlich für die Beilage „Von de-ritsch-iildischcr Jugend": Alfred Hirsch, berg (Verlin-Charlof.enbnrg). Druck von SiiOoIf lUoffc, Berlin SV*’ l'J. FLE& HH f :!;! in luiiur y*^0^^f ROMAN i [; S [ i i Ausstattung von It. R. WcIks. — Ganzleinen M. -I.SO. ' '! L. Ui . Ich schätze das Buch au-^^rordctdlich. Vsi; össter Sachlich¬ '! i i IM s keit lind nervös nnptimlHrlu'm Zartgefühl pdit da ein lUchter schöpferisch, ins Rassenpsychologisehe ein. Stefan Zweig:.! i Jeder Christ und jed.-r .lüde, müsste diese Mcisieranalyso Ui. religiösen Zweifels und Krunjdos — dt'ssen aus dem rnWwusston? [1; Etossendc Aktion wirklich ergreift — gelesen haben. -! I u : F- A. Angcrmayer* j \ ii Ich hewundere seine Kraft und seinen tirfen T'.rnst. l >'! l ii Jakob Wassermann. f I; jt In jeder Buchhandlung erhältlichch. j - -ch j! MW.RMMMWWM8K! m R. Piper & Co. Verlag, München, Röniersitasse 1. r ij \ X Besuchen Sie unsere während der Hauplversammlrng im Vorraum das Sitzungssaales. Philo Verlag und Buchhandlung G.m.h.H. Dönhoff 3594. BERLIN SWV6B Lindenstr. 13.