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Central-Verein-Zeitung · 1927-12-30 · 52 (30.12.1927) · p. Seite 736

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
52 (30.12.1927)
Date
1927-12-30
Page
Seite 736 (sequence 8)
Language
German
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72$ Der Lebensroman eines Vergessenen. Friedrich v. Oppeln-Bronikoivsti, der verständnisvolle Mittler fremder Literaturen, legt den Gebildeten aller Bekenntnisse ein Werk auf den Büchertisch, das auch bei den in der^ deutschen Literaturgeschichte Bewanderteren lleberraschung, interessiertes Studium und schließlich dankbare und freudige Zustimmung Hervorrufen wird. „D an Lebe n s r o nt a n eine § B eraess en c tt* < neu nt v. Oppeln -Bronikoivsk: sein Werk, das „D avid Ferdinand K o r e f s, S e r a p i o n s b r u d e r, M a g n e t i -s e u r . Ge - heimrnt und Dichter" gewidmet ist"). Ter Verfasser bezeichnet das Vorwort zu einer 610 Seiten unpassenden Urtundeusammluug über das Laben Kvresss be'cheiden als Einführung, ^ie ist rnehr als eine solche. Eie ist die Darstellung eines romanhaften Lebensschicksals mit zahllosen Lichtern, Einblicken und Durchblicken jener Epoche zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die vom Ghetto befreite jüdische Intelligenz mit au'-gebreiteren Armen in das ossene Meer von' Bildung und gesellschastlichem Treiben stürzt,^ freudig empfangen wird, zur vollen Auswirkung seines unge'chwächten und unverbildeten Geistes gelangt, aber am Judentum. v'.e stach stnch'jslbruch leidet, sobald, auch damals schoit, die Eingliederung in die Nmwelt vom Bekenntnis abhängt. Wer kennte den Breslauer Juden, den Freund Barnhageus und Humboldts, den Pariser Grandseigneur, Modearzt und Europareifendcn, den Opernlibrettodichte? und Sonctteuverfasser, den Studienfreund der Nordsterubrüder und den Zechgenosien der Tafelrunde von E. T. Hofsmann, der Eernpionsbrüder, den Leibarzt des Kanzlers Fürsten Hardenberg und Berliner Geheimrat, wenn nicht Oppeln - Bronuowski die über ganz Europa zerstreuten Dokumente gesammelt und in geschickter Anordnung vereinigt hätte? Ter Verfassers der die Literat-ar fremder Völker mit besonderer Einfühlungsgabe dem deutschen Publikum erschlossen Heck, konnte mit NM so größerem Verständnis an die Wiedererweckung und Erschließung Koresss Herangehen, als ihn das Bewußtsein von der Möglichkeit und Notwendigkeit der Einfügung des deutschen Judentums in den deutscheti Kulturkreis und die deutsche Vocksgemeinschaft erfüllt. Im Beispiel Korefis sindet er viele Momente, die ihm recht geben und so bei ihm und den ihm nahestehenden deutschen Kreisen den Willen zur Verfolgung ihrer Absichten stärken. Man lasse sich durch den großen Umfang des Werkes nicht ab'chrecken. Es genügt zunächst, die 156 Seiten der Einführung zu lesen und die Urkundensammlung gelegentlich zu durchblätrern. Blau wird dann finden — und dies is?der stärkste Beweis für die Zeitgemäßheit des Buches — daß einen kein Hauch aus alten Tagen anweht, sondern daß man ein Schicksal von gegenwartsnaher Formung begleiten darf. Zl. H. A. KochVwunnzn-Tjzä | Besuchtestes Kuruiul raspan-enbaus ' I. Rnng-e3, beste Kurla^e, 2Sr> Letten, > aller moderne Komfort, Pension ein>chl> I aller Kebenansgabea von M. 11.77ab' | Jahrrsbetricb. TH. SCHÄKER’ zum Schalst. Samriry Gronemanns Beiträge zur Philosophie Des „Wenn schon". Sammy Gronemann, der zionistische Führer, ist auch rühmlichst bekannt als Verfasser von Kriegseriuueruugeu und gemütvollen Romanen aus dem jüdischen Leben, bei denen, um einem innner loiederkehreuden Mißverständnis zu begegnen, ausdrücklich betont sei, daß sie keineswegs in antisemitischer Absicht geschrieben sind. Jo. seinem neuen Werl'-) Schalet tritt er uns in seiner spezifischen Begabung entgegen, von der auch die Kriegserinnerungen und die Romane Zeugnis oblegen. Gronemanu ist ein fleißiger und erfolgreicher Sammler von jüdischen Wißen, und seine Bücher werden neben dem „Schabbesschums" und der „Jüdischen Kiste" jür ewige Zeiten genannt werden. Er hat sich offenbar entschlossen, in historischer Reihenfolge eine Darstellung des jüdischen Witzes zu geben, und in dem vorliegenden Buche, dem ersten Bande, veröffentlicht er die jüdischen Witze aus der Steinzeit und dem älteren Tertiär. Besonders zu rühmen ist seine gute Kenntnis und Bearbeitung der Quellen, und jene stets benutzte Bierzeitung, die das Gymnasium zu Memphis beim *) Verlag Gedr. Pa ekel, Berlin. *) Jüdischer Verlag, Berlin 1927. /ssoreaia r ck i I rn ) 5 i-st mmmim 5äshr' Die Perle der italienischen Riviera, weltberühmter Winteruod Frulilingskurort. Die Stadt der Sonne und der Blumen. Nachweisbar mildestes Klima. Prachtvolle Promenaden. Ausgangspunkt für herrliche Exkursionen, längs des Meeres und in die umgebenden Apennin ent ä! er. StadUIznsino mit sämtlichen Attraktionen, Operntheater usu\, PrivatzirkeL Tennisklub, Regatten, Motorboote, Strandbad. Luxushotels, Hotels ersten und zweiten Rane es. Direkte Schnellzugs- Verbindungen Mailand—San Rcmo ia 6 Stuudcn. 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Broschiert $ut 1o$A\v ch-4 %y/ksv/mu DUimM Eine Darstellung der religiösen und rechtlichen Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden, mit besonderer Berücksichtigung der talmudisch-rabbinischen Quellen. Broschiert 3LK 10,— Gebunden &M, 12.— Philo Verlag und Buchhandlung G.m.b.H., Berlin SW68, Lindenstrasse 13. — Telephon: Dönhoff 3594

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