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Central-Verein-Zeitung · 1927-11-04 · 44 (4.11.1927) · p. Seite 618

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
44 (4.11.1927)
Date
1927-11-04
Page
Seite 618 (sequence 6)
Language
German
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m klaracmacht haku, wie sehr sie durch Uircn brrüchtigton Vc,chluv von den^jüdifwen und fardiaen Weibern" einen ihrer Seiten noch in seinem Hckdengrabe geschändet haben? Bartels moriv'.crt seine Anerkennung mit der grotesken Entschuldigung, inj^dtcr F i er habe einmal das dcirtsche Blut über das indische den ^ieg davonstZtraaeu. Wir jüdischen deutschen, die wir tagtäglich in uns die Synthese Deutschtum" und Judentum erleben, lvisien es den er. Aicht Zwei wesensfremde Gewalten belämpsten einander, sondern; v e r w andre Akkorde klangen zusammen in einer Harmonie von selten erreichter Schönheit. Werner Rosen öcrg. Zur Wissenschaft des Iuösniums. Mar Löhr, „Verträge zur Geschichte des Ghassidisrnus". I. Begriff und Wesen des Chassidismus. M. W. .p.cinf- «urnn, Leipzig 1925. Löhr gibt im vorliegenden >?cst Proben aus einer chassidischen Handschrift aus der Zeit des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts. Die Geschichten, die er hier bietet, geben eine 'interessante Charakteristik der von Israel Baal L e!) e m - tob (genannt Bescht) begründeten Bevoegmig unter den DstinOcn. Entgegen drr gewöhnlichen Annahme, daß Mystik nyd Wundcrtätigkeit notwendige Eigentümlichkeiten des Chassidismus , sind, zeigen die hier gebotenen Geschichten, daß von einer Mystik im Chassidismus eigentlich nichts zu finden ist. Ebenso wird die Fähigkeit, Wunder zu tun, nicht in Anspruch genommen. Was den Chassidismus vom T a l m u d i s m u s ur s p r ii n o It ch unterscheidet, ist uur eine stärkere Betonung der Frömmigkeit im Gegensatz zur Ucbcrschätzung der Gelehrsamkeit seitens der Rabbinen. Der vierte Abschnitt besaßt sich mit dein alten, schon im Buche „Hiob" bchandelLeu Problem vom „Leiden der Gerechten". Für den Chassid ist dies keine Frage. Gott entscheide nur, ob ein Mensch reich oder arm sei; ob er gerecht oder böse werde, hängt aber von der Wahl des Menschen ab. Dem Chassidismus ist also d i e A r um t kein religiöses Problem und sein frommes Bewußtsein wird dadurch nicht in Frage gestellt. Löhr betrachtet die hier gegebenen Geschichten aus ihre theologische, literarische und endlich auch religiös-geschichtliche Bedeutung hin. A. Posner, „Das Buch des Propheten Jcremia." I. Kausfmann, Frankfurt 1924. Das hübsch ausgestattete Büchlein ist als Hilfsmittel für Bibelstunden und Bibelkurw gedacht. Es enthält Übersetzung und Erklärung der Reden des Propheten, sowie als Anhang zehn kurze Aufsätze über seine Person und Zeit, seme literarische Selbständigkeit und ähnliche Fragen. Der hebräische Text, leider ohne Akzente, folgt auf ein paar für sich gebundenen Blättern, die sehr praktisch in den hinteren Buchdeckel gesteckt sind, also neben das Buch gelegt werden können. Darin ist auch noch ein kleines Wortverzeichnis enthalten. Das Ganze wendet sich an ein Laienpublikum, das kein Interesse an literarwisienschaftlichcn Fragen hat. Das Büchlein ist ein dankenswerter. Beitrag für die Verbreitung des Bibellesens, und es wäre begrüßenswert, wenn auch noch andere biblische Bücher — vielleicht in Auswahl — in Urtext bearbeitet würden. Ernst Jacob (Saarbrücken). * Nathan Söderblonr, „Das Werden des Gottcsgsanbcns." (I. E. Hinrichssche Buchhandlung, Leipzig 1920.) Dies Werk des Erzbischofs von Upsala, dessen Bedeutung für die religionsgcschichtlicbe Literatur länMt seststeht, liegt mm in zweiter, neu bearbeiteter Au'flacre vor. T;e Knrznnacn, die der Herallsgeber der deutschen Angabe Proienor Rudolf Stube, vorgenommen hat, kommen der einprägsamen Wirkung des Buches nur zugute. Tie einschlägige neue Literatur in solveit als möglich mit berücksichtigt. Auch wer mit dem Bersasicr 'nicht in allen grundsätzlichen Fragen einig geht, wird von keiner objektiven, ruhig abwägenden Art der Neligionsbetrachtllng anacachm berührt sein. Die Behandlung der israelitischen Religion zum Beispiel ist rein wissenschaftlich, frei von allen abwertenden Urteilen, die sonn bei missionierenden christlichen Gelehrtelt so leicht zu finden sind. Rabbiner Tr. Hahn (Essen). * Wilhelm Richter, „Gott und die 'Wirklichkeit". Züllichair 1927. Die T enden; der Schrift ist dan'bar zu begrüßen. Was der Verfasser als Philosophie vertrügt ist zwar recht zweifelhaft: aber in dem, was er zu d<m Problem Reichst n sagt, ist Beachtenswertes und Glckcs. Nicht zu billigen ist des Verfassers Formel, daß „Resignation die einzig mögliche Stimmunggegenüber Gott ist: er möchte zlvar unter dem Wort Resignation n11cf) eine optim'.st'.sche Seclcnhandlung begreifen und mit ihm das Bewußtsein rerbinden. daß num sich in der Hand eines allmächtigen Schicksals befinde; aber das ist nun einmal nickst der Sinn desWortes, und Frömmigkeit ist lvcit mehr als mm ein -Lichunit-dem-Schicksal-Abfinden. — Durch das Ganze gebt ein reiner und ernster Geist des Züchens. Diencmantt (Osscnbach a. M.). Ich halt' einen Kameraden. Zn dem Artikel ..Ich hatt' einen Kameraden" in der ,.E. V.-Zeitung" vom 13. Asti 1927 bringen wir auf Wunsch von Generalleutnant Krache folgende Berichtigung: „Generalleutnant Krache hat Herrn Walter Bicher, der sich an jenem Vercinsaöend bei ihm anme'dcn ließ, als nicht Zlun Verein gebörig, freundlich empfangen. Er gab seiner Freude über das Wiedersehen Ausdruck, aber er bat Meyer nicht vor den übrigen K a m e r a d c n besonders herausaebobcn, da dazu keine Veranlassung vorlag. Er ha: auch mit M c y c r keine Unterhaltung darüber geführt, warum Meyer nicht dem 3-lcr Verein angchörte und dementsprechend auch nicht die ihm unterlegte Entrüstung zum Ausdruck gebracht." Wir geben obcnstehcnder Erklärung des Generalleutnants Krache aus Gründen'der Loyalität Raum, müssen aber dazu das Folgende bemerken: Lüste unsere eingebcndcn Llachiorschunacn an Sri und Stelle ergeben baden, sind die Erörterungen des Umstandes, weshalb Herr Meyer nicht Mitglied des 3-str Vereins sei, allerdings nicht zwischen Generalleutnant Krache und Herrn Walter Meyer gepflogen worden, wohl aber hat Generalleutnant Krache beim Festabend sich mit dem Vereinsvorsitzen den und einigen daneben sitzenden Regimentskameraden darüber unterhalten und hat auch — w!e mehrere Zeugen bekunden — die Antwort erhalten, daß Meyer als Jude nicht ausgenommen worden sei. Bei dieser Gelegenheit ist auch die Erklärung des Generalleutnants erfolgt, daß cs nicht ans die Konfession an komme, und daß icdcr Kamerad willkommen sei, der, wie Meyer, feine Pflicht erfüll: habe. Diese Bemerkung dürste wohl der Bearbeiter des Artikels mit Recht als Ausdruck der Entrüstung aufsassen. Auch einem anderen jüdischen Mitglied des Regiments aus Schievelbcin war schon vorher die Aufnahme verweigert worden. Es bleibt also der bedauerliche Fall bestehen, daß ein Mann, der, wie auch sein alter Regimentskommandeur bestätigt, in vollem Umfange seine Pflicht als Soldat erfüllt hat. von einem Verein ausgeschlossen wird. , dessen eigentlicher Zweck sein soll, in unpolitischen geselligen 'Abenden I Erinnerungen an gemeinsam erlebte Zeiten zu pflegen, nur weil er j I u d e i st. mmv faostlijcfy/ SexjehA, und Semlfyinb P-3? Mmer Arche 11/12. ""te?*»«“- SHmocitcUiiun Tckcvhori 2043 99 9999996

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