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Central-Verein-Zeitung · 1927-10-23 · 43 (23.10.1927) · p. Seite 607

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
43 (23.10.1927)
Date
1927-10-23
Page
Seite 607 (sequence 7)
Language
German
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607 Tr. Eyck behandelt kritisch alle die Fälle der lehren Jahre,^ irc denen sich das Rcchlsgewissen Deutschlands, nicht etwa nur der jüdisck-en Kreise, gegen die Behandlung von Juden und Judentum ausgelehnt hat. Er schält die Fehler heraus, die leider zahlreichen Organen der Rechtspflege bei der strasrechtlichen Behandlung der Delikte unterlaufen sind, die besonders häufig gegen Juden und Judentum begangen wurden: Beschimpfung der Religionsgesellschaften, Anreizung zum Klasienhaß, Beleidigung und insbesondere Kollektivbeleidigun-g. Die Institution des Politischen Prozesses würdigt Dr.^ Bruno Weil. Er gibt, vielleicht zrnn ersten Reale, eine durch historische Rückschau vertiefte Methodologie des politischen Prozepes, unabhängig von jeder einseitigen Stellungnahme. Aus das Studium dieser Broschüre wwrd-en sich nicht nur Juristen und Politiker beschränken dürfen. Wer sich einmal mit den Problemen Rechtsstaat, Nechtskrisis, Antisemitismus und Justiz besaht hat, wird zu diesem auch in der Form überaus interessanten Werk. greisen müssen. (Wir werden aus diese Broschüre noch ausführlicher eingehen.) Die Delcsicrtcntagung unseres Landesverbandes Nheinland linksrheinisch) fand am 23. Oktober unter DJUtarbcit von 55 Teilnehmern in Krefeld statt. Ter Tagung war am Abend vorher eine Lrtsgruppenvcrsammlung voranfgegangen, in der Rabbiner Tr. tjclir Goldmann (Leipzig) über das Thema: „Ist der Antisemitismus überwindbar?" gesprochen hatte. Seine Darlegungen waren umrahmt durch Ausführungen von Iran Life L e i b h o l z (Berlin) und E. Jacob: (Köln). Die Tagung selbst wurde durch den Derbandsvorsihenden. Herrn Bernhard Feilchenseld (Köln), geleitet. Als erster Redner behandelte Rechtsanwalt Tr. Kurt Alexander (Kreield) die Frage: „Sind wir auf dem rechten Wege?" ticigrunvig und in meisterhasicr Form. Nach ihm sprach Life Leibholz (Berlin) mit Sachkenntnis in überaus interessierender Form über die Lage und die Arbeit des E. D. Tie Nachmittagsverhandlungen wurden durch einen lebendigen Bericht von Gustav Cohn (Krefeld) über feine Palästinarcise eingebettet; bei geregter Würdigung von Licht und Schatten klänge:: seine Darstellungen in: Hinblick ans das Aulbauziel doch sehr pessimistisch a:is. Tie weiteren Stunden waren der praktischen Arbeit gewidmet. Ter Syndikus des Landesverbandes. E. I a c o b i (Köln), gab den Telegicrten Richtlinien für die Wintcrarbeit. Tann stellte Rabbiner Tr. Bluhm (Krefeld) die Schächtsrage vom religiösen, hygienischen, wifscnschasilichcn und rechtlichen Standpunkt aus in klarer Weise dar. Eine überaus ernste und aus hohen: Niveau stehende Aussprache hielt die Versammlung bis in den Abend hinein zusammen. Idealer TrifcternafentliftU mit IUvIern-KHm» Hotel Pension Breiner (bei Fiume) Direkt am Meer, Rituelle Küche. — Eigener Betsan.1. — Gottesdienst im Hause* Alle Zimmer mit Loggia oder Balkon. Fliessendes Kalt-und Warmwasser. Warmwasserheizung. Telephon interurban. See-a. Süsswasserbäder. Meerwasserdusche. Appartements. Privatbadezimmer. Küche auch für Diabetiker. Lanöesverbanösta§ungen. Landesverband Hessen-Nassau und Hessen. Landesverbands, tagung am Sonntag, 30. Oktober, in Frankfurt a. M., Volksbildungsheim (Eschenheimer Tor), vormittags 10 V* Uhr. Die zur Diskuytow gestellten Themen lautert: I. Unsere politische Tätigkeit; 2. Die hessischen Land» tagswahlen. Zu diesen Tbemen werden als Hauptredner sprechen: Dr. Erich Kehr (Kaiserslautern), Rabbiner Dr. Felch (tzoldrnann (Leipzig), Dr. Hans Reichmann (Berlin), Dr. Martin Marx (Frankfurt a. M.). Landesverband Oberschlesien. Landesverbandstagung am 30. Oktober in Ovveln. Referate von Rabbiner Dr. Braunichweiger (Oppeln), Alfred Äirschberg (Berlin), Tr. Jakobowitz (Beuchen). Tagung des Landesverbandes Grost-Verlin Dienstag, 1. November, abends 8H» Uhr, in Gesellschaft der Freund e, Potsdamer Straße 9. Referat des Chefredakteurs Georg Bernhard über: „Was haben wir von den nach st en Wahlen zu erwarten?" Eingeführte Gäste willkontmen. Landesverband Hannover und Osiwestsalcn und Nachbargebiete. Landesverbandstagung Sonntag, O. November, morgens io*{? Uhr. in Hannover, Ziousloge, Körncrstraße 5. Tagesordnung: Die politische Lage und die Wahlen 19. > (Dr. Holländer, Berlin). — Die Rechtsschuhaufgaben des E. V. (Dr. Reichmann, Berlin). — Wer beherrscht die Weltwirtschaft? (Dr. Einstein, Berlin). — Die Jugend und der C. V. (Rechtsanwalt Lichtenbcrg, Hannover). — Verschiedenes. Zu der Synagoge findet eine Ausstellung von jüdischen Kultgcräten statt* Sonnabend. 5. November, im F 'e st s a a l d e s a l t e n R a t h a u s e s zu Hannover Vortrag von Brosessor Tr. Tricsch^(Leipzig): „Dis Menschheit als geistige Einheit unter Berücksichtigung des Ragcproblcms." Nach Wiesbaden. Wir begrüßen es mit Genugtuung, daß der überwiegende Teil der Bevölkcrung der Rhcingauorte den Hetzreden dentschvötkismev Agitatercn tticht folgt, rcrenn der Besitzer des Dahnhosshotels 'in. Eltville hiervon eine Ausnahme macht und den Nationalsozialisten seine Räume zu Versammlung--wecken zur Verfügung stellt, wiro er wohl auf die jüdischen Reisenden, die bisher sehr zahlreich dort erschienen, gerne verzichten. jKusifC & '1/drträgQ hören Sie mit TE KA DE-Röhren ganz besiimmi besser als mit eilen andern. 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SJC 0,30 f „Wie heilt Tuberkulose?“ von San.-Rat Dr. Breiger (Berlin), geh. JUC 0,2«) / „Ist die Glatze heilbar?“ Ein Lichtblick für alle, die an Glatzcbildnng leiden, voa San.-Rai Dr. Breiger (Berlin), geh. JUC 0,30 / „Luft, Sonne, Wasser“ von Dr. Thederin^, geh. JUC 2,—. geh. JUC 2,60 / „Skrofulöse Jugend“ von Dr. F. Thedering, geh. SJC 1,— j „Die Ultraviolett- Therapie der Rachitis“ von Dr. Sachs, JUC 0,30 f „Wundbehandlung mit Quarzlampe „ Künstlich© Höhensonne“ von Sam-Rat Dr. Bach, geh. JUC 0,50. ZU

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