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Central-Verein-Zeitung · 1927-09-23 · 38 (23.9.1927) · p. Seite 541

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
38 (23.9.1927)
Date
1927-09-23
Page
Seite 541 (sequence 9)
Language
German
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541 entziffern zu tonnen. Ihre Schrift sei eine Lautschrift, die Ursprungliche Bilder nur noch für den ersten Laut des dargestellten Gegenstandes verwendet (Akrophouie), die Sprache semitisch. Damit will der Verfasser noch nicht die semitische Abkunft der Bewohner Kretas behauptet haben. Dagegen hält er für sicher, das; sie aus dem Nildelta ausgewandert seien. In den Inschriften des Diskos von Phaistos, die zunächst gedeutet werden, komme U l y s s e s u n d M i n v s vor. Ter Diskos stamme nach dem Fundbericht ait§ dem 18. bis 16. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Wir hätten es also mit dem ältesten Denkmal eines dem Hebräischen nahe verwandten Dialektes zu tun, alter noch als die Sinaiinschriften. Eine Tafel, dieser Derbster Philistertafel nennen will, berichte u. a. von einem ^iege der Philister über die Juden, den der Verfasser in die Zeit Josuas seht. Die Entzifferung und Lesung sind unbeweisbar. Der Verfasser muß inanchmal bis fünf verschiedene Zeichen für den gleichen Laut annehmen. Die Bestimmung einiger Zeichen hätte sich vielleicht erreichen lasten. So ist das ganze leider nur als eine wissenschaftliche Phantasie zu betrachten. Ernst Jacob (Saarbrücken). * Joseph Hermann Hertz: „IndischeGedanken und Gedanken über Judentum." (Deutsch von Nosalie Perkes, mit einem Geleitwort von Felix Perles.) Verlag Gustav Engel. Leipzig 1924. Unter diesem Titel gibt der Oberrabbiner von Großbritannien eine Sammlung von Aussprüchen jüdischer und nichtjüdischer Männer und Frauen über Juden und Judentum heraus. Der Stoff gliedert sich in fünf Gruppen, von denen die erste das jüdische Bewußtsein behandelt, die zweite von den religiösen Gütern spricht, welche die Welt Israel verdankt. Im dritter! Teil werden Proben der Würdigung von Juden und Judentum von nichtjüdischer Seite geboten. Der vierte Teil gibt einen Ueberblick über die heiligen Tage des jüdischen Jahres und ihren Widerhall in der Lithurgie. Der letzte Teil ist eine Sammlung von Aussprüchen der jüdischen Weisen über die letzten Fragen des Lebens. Ein Onellenverzeichnis und Sachregister am Schluß des Werkes erhöhen seine Brauchbarkeit. Obgleich während des Krieges entstanden, und zunächst für britisch-jüdische Soldaten und Matrosen bestimmt, findet sich in der ganzen Sammlung kein einziges zum Haß gegen die Mittelmächte aufreizendes Wort. Es ist überflüssig, zu sagen, daß auch eine ganze Reihe von Aussprüchen deutscher und' österreichisch Autoren ausgenommen ist. S. B. Ä A \ 1 fe 3'4 \ <,y (fr/ vvj La <3 \ rv4 A CA . G 'A A_J ' \ r /: ' Aj 4.A '* *<*7 tH ü *v; \ i/; J rs . Ä *3 ie? : 1, - J .? fT*? ia vi d 'SS \£hij '<1/ t-i CIN «OC«GCNU// Pß EM I UL \W£ ZK E,/*CH V/AQ, Z E C ÖÖ D ES, IEIS2 »G Dr. Jakob Schocnberg. „Die traditionellen Gesänge des isractrtischen GoLLcsdierrsLcs in Deutschland." Diese als Privaldruck in Nürnberg erschienene Schrift enthält eine tiefgreifende und eingehende musikwissenschaftliche Untersuchung der in T-eutschland während des 19. Jahrhunderts gebräuchlichen Synagogengesäuge. Ter Autor stellt sich hier die Aufgabe, zu zeigen, wie die deutschen Synagogalnielodien entstanden sind aus einem Gemisch eines ererbten uralten semitischen Kerns mit abendländischen, besonders deutschen Einflüssen, schon seit dem Mittelalter bis m neuere Zeiten hinein. Tie epochemachenden Forschungen Jdelsons über das Wesen der autochthonen orientalischen Musik haben Schoenberg wertvollste Anregungen gegeben, ja seine Arbeit erst ermöglicht. Das Ziel seiner Untersuchung ist das Aufsteuen von Kriterien für die Unterscheidung der echten jüdischen Bolkswesie von fremden, tuestlichen Beimischungen. Es ergibt sich, daß gewisse charakteristische Urmotive, die man herausschälen kann, den altjüdischen Ursprung beweisen. In die Einzelheiten der gelehrten Untersuchung eiuzuaehen. ist hier nicht der richtige Ort. Doch darf auch hier vermerkt werceu. daß eine wissenschaftlich so gut fundierte, fach- und sachgemäß durchgeführte Untersuchung sehr zu begrüßen ist. Dr. Hugo Leichtcrrtritt. * Lukas Böttcher: Des Geistes Schwert. Dieses Chorwerk wurde in Bamberg aufgeführt. T er jüdische Text dreier gewaltiger Bidet stellen dat den aus einer protestantischen Frankfurter Patrizierf a m i l i e stammenden Komponisten zu einem großen Kunstwerk angeregt. Eine dieser drei Bibclftellen wurde von einem Rabbiner für die jüsischen Loldaten im Felde übertragen, eine zroeite hat der Bvdrmrcforiner Damaschke nachgedichtet, die dritte fand Böttcher an heiliger Liätte als UeMG Perser un neu eine il!2e Preise clscä infolge Z©i!Q?ra5QJ£jang E5Sä©a8a«d heraEsgesassä Deutsche Teppiche BrOckea, Vorleger etc. Velour-Teppich ca. 200(300 230(315 250/350 cm 115— 152— 18s— la Wollplüschteppich reLF&f m?t dichtem, festgeschiossenem Plüsch ca. 138/200 t70;235 200/300 230/315 cm 70.50 101— 143.w> 181.50 ca. 750(350 300/400 335(435 <00.500cm 221— SS 3— S33— 405— Läufer u. Auslegestoffe ia Wollplüschläufer. mehrfarbig 22. 50 63 qo "l20cmbc. 11— 1S»50 16,50 23.2® Großer ResSepostan Läufer und Ausfegestoffa verschiedener Dessins fn halben und ganzen Rollert, dis auch meterweise weit unter dem regulären Preise abgegeben werden. Unser neuer Seidiggiäaz. 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