Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 36 (9.9.1927)
- Date
- 1927-09-09
- Page
- Seite 516 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SU tmipkn man nicht der Mühe wert oder -unter feiner Würde 63ft, den größten (riirHitö darauf C>at»ciT- Und jene Versunkenheit — fxxt sie rucht wieder ihren Grund in der ollgomoinen Verachtung selbst, in der Ausschließung von bürgerlichen Gewerben und besonders in dom gänzlichen Ärangel an Unterichtsanstalten.unter ihnen, oder in der Einseitigkeit und Derschrobenlzeit derselben? Tollen die jüdischen Einwohner eines Staates aufgeklärte bencre Menschen und nützlichere B5rrger werden, so rärrme man die Ursachen lvcg, die sie daran hiri-dern; man bc-hanble sie menschlicher, man sorge, bah sie vernünftige schulen erhalten (ein Gegenstand, um welchen sich bis jetzt selten ein Staat bekümmert) oder noch besser, man Laste sie an den christlichen Schulen teilnehmen, man halte sie selbst, -nach dem schonen nachahmungswürbigen Beispiel, welches .in unseren Tagen die kurbaveri'che Negierung ausgestellt hat, pflichtmaßig dazu an, und man wird schon -in den nächsten Generationen Wunder schon. Für die Kinder aus anderen Religionen ist nicht der mindeste Nachteil davon zu befürchten, da st alle Schüler ohne llnterschiod durchaus auf einerbst Art behandelt werden und einerlei Schulzucht unterworfen sein muffen. Nach den Erfahrungen, die ich selbst darüber gemacht habe, kann ich zur Ehre dieser Religion verstcl-ern, baß sich unsere Schüler aus derselben bisher immer durch Fleiß. Bescheidenheit, Ordnungsliebe vorzüglich ausgezeichnet haben." Emil Felden: „Eines Menschen Weg." Ein Fritz-Ebert- Roman. Friesen-DerLag, Bremen. Es ist zweifellos eine hoch anzuerkennende Tat, die Kenntnis des Lebens und der Bedeutung des ersten Reichspräsidenten weiten Volkskreisen zu vermitteln. Tas deutsche Volk weist heute in all seinen Teilen wahrscheinlich noch viel zu wenig, was es eigentlich Fritz 6 bert verdankt. Selbst von denen, die es wissen, haben nur wenige ihm seine Verdienste mit Dankbarkeit gelohnt. Politische und persönliche Mißgunft haben sein Leben verbittert und vielleicht frühzeitig beendet und verzerrt. Und auch nach seinem Tode haben nur wenige es gewagt, ihn in all feiner Bedeutung zu würdigen. Heinrich Mack Narhf.. o. O. Zwistes , | «vV.- XX .- SJJiM Emil Felben -i ft unS als unerschrockener Vorkämpfer für Recht und Gerechtigkeit bekannt, und dieses Stroben hat ihn sicherlich veranlaßt, sein Buch zu schreiben. Ter biographische Roman ist an sich ein gutes Mittel, einen Meirichen populär zu machen. Ob dieser Roman aber seinen Zweck erreichen wird, erscheint ztveifelhast. Einmal ist die politische Atmosphäre, unter der man leider immer noch das Bild Friedrich Eberts betrachtet, noch nicht gereinigt genug, um dem Buch die Ausnahme zu verschaffen, die es verdient. ,Dann aber ist auch noch nicht jede Persönlichkeit geeignet, Vorwurf eines solchen Romans zu sein. Tie dichterische Freiheit müßte in weiterem Nmiangr obwalten. Felben hak zu wenig den Führer Ebert gezeichnet und zu. sehr den einfachen, biederen, braven Menschen unterstrichen. Eberts war zweifellos eine einfache Persönlichkeit, aber will man dem Volke seinen Führer nahebringen, so muß man die Führerqualitäten betonen- D-a Felben das allzusehr unterlassen -hat, bekommt der Roman und damit das Bild feine? Helden allzusehr den Anstrich des Gemütlichen und Altväterlichen. T-azu tritt, daß der Verfasser zu stark die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei mit in seine Darstellung verwoben bat. Es ist nicht zu leugnen, daß durch all dieses das hoch anzuerkennende Ziel des Buches wohl nicht erreicht -werden wird. Dr. Knrt Alexander (Krcseld). Die Verlobung ihrer Tochter ELLEN-LORE mit Herrn Rechtsanwalt Dr. RICHARD M.SKWION, Frankfurt a. M., beehren sich anzuzeigen Louis Elkan und Frau Johanna geb. Rosenberg. Düsseldorf,September 1927. Ellen-Lore Elkan Rechtsanwalt Dr. Richard M. Simon Verlobte. Düsseldorf Frankfurta. M. Lindemannstr.28 Friedberaer Anlage 32 Dt© Geburt eines Sohnes zeigen hocherfreut an Rechtsanwalt Dr. Petzall und Frau Irma geb. Pollnow. Bartenstel» (Ostpr.) zurzeit Königsberg l. Pr., 31. August 1927 Senta Friedmann Dr. Martin Friedenreich Rechtsanwalt Verlobte. Coburg München zurzeit Tegernsee, Im August 1927. Dia glückliche Geburt eines Mädels zeigen an Gustav Samuel und Frau Gertrud geb. Brück. Rodalben, den 26. August 1927. Dr. Manfred Pick Berti Pick geb. Baer Vermählte. Karlsruhe, 6. September 1927 Wendtstrasse 1. eftdlchtrmgen gi'Ml'S'f; Berlin. $<an»fev 63» — Hasenheide 7m 'sWfsthMfWNl Willst dn. daß die Däfte lachen, jluM/iuiiljcu! Latz von mir dir Verse machend ax F vseph,Berlin, Metzer Swrr. Humboldt 4«»3. Saarbrücken Hanna Zwas Dr. med. Daniel Enoch Verlobte. Bad Nauheim. geb. Brück Vermählte. r/USrs (Rhld.) ZwelbrUckers« Hochzeit: Sonntag, 1t. September 1927, In Coblenz, Pension von der Walde. Rechtsanwalt Dr. Alfred Neuhaus Irma Neuhaus geb. Jordan V ermählte. Neuruppin, Göringstr. 1 2. September 1927. Einbeck Statt Karten! Helma Spielmann Ernst Lewin Verlobte. Essen (Ruhr) Falkenburg (Pom.) Frohnhauser Str. 26 11. September 1927. Der Landesverband Brandenburg des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. hat einen tiefschmerzlicheo. Verlust erlitten. Herr Rechtsanwalt riiri trPin? fiJk« Ulli in Brandenburg a. d. Havel ist am 1. September ans unserer Bütte gerissen worden. Tief erschüttert beklagt mit dem Landesverband unsere gesamte Organisation das jähe Hinscheidea des überaus verdienstvollen Mannes, der mit starker Kraft, voller Begeisterung, in heisser Liebe für unsere Ideale vorbildlich gewirkt hat Der Heimgegangene hat sich beim Aufbau und in der Leitung unseres Verbandes, als Mitglied unseres Vorstandes treu bewährt. Wir danken ihm von Herzen dafür, dass er unsere Ortsgruppe Brandenburg a. d. Havel gerührt und zu ganz besonderen Leistungen befähigt hat. Wir bedauern seinen allzufrahen Heimgang, denn sein kluger Bat, seine Tatkraft, sein Wissen, sein unerschrockenes Eintreten bleiben unersetzlich. Wir legeu in Verehrung die Krone des guten Namens auf sein Grab und geloben, wie er zu wirken und unermüdlich zu schaffen für die innere Befriedung des deutschen Vaterlandes, für Einigkeit und Recht und Freiheit, für unser Judentum. Sein Andenken bleibt in unserer Mitte immer lebendig- Berlin, 4. September 1927. Der Vorstand des Landesverbandes Brandenburg L A. Barmans Bodzan&wski Vorsitzender. Dr. Hart«* Safotnanskf Syndikus. - Am 1. September verschied plötzlich der I. Vorsitzende unserer ©rtsgreppc Herr Rechtsanwalt r " ' f jjliV-: 1; Lange Jahre hindurch hat er als unser Führer mit grösster Aufopferung segensreich in unserer Mitte gewirkt und ist stets als leuchtendes Vorbild unerschrocken und mit Be- \ geisterung für Deutschtum und Judentum eingetreten. j Sein Andenken wird uns unvergesslich sein. J CentroM/ereln deufscher Sfoiifsfillrsar Jüdischen Glaubens e.V. Ortsgruppe Brandenburg a.d.Have!. Moritz Weiss. Minna Nathanson. Frieda Helft, Cnrt Meyerheim.