Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 29 (22.7.1927)
- Date
- 1927-07-22
- Page
- Seite 417 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2277379-2277729-2277758--03837-2284392- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mn-vr 417! Ghettos, und so nahe wir ihnen sind, besonders hier in Berlin, wir betreten eine uns neue Weit. Wer kennt die Hirtenstraße im LcheimenvierLel? Vielleicht dem Namen nach. Wer ist schon yindnrchgegangen? Und doch ist sie. wie der Verfasser sie schildert, „die jüdischste aller Berliner Ltraßen^ Ein Stück jüdischer Lsten, hineingeschlcudert in den Hexenkessel der westlichen Metropole. „Ter Versuch zum Ghetto ist immer wieder stark. Immer wieder ist Berlin stärker. Berlin drückt sie zusammen." Mit gleicher Anschaulichkeit werden die Ghetti in Wien, London und Paris geschildert, die Enttäuschungen der Amerikawanderer und zum Schluß die Lage der Juden in sowjetrußland, ihre Hoffnungen, ihre Aussichten, der Versuch einer Lösung der russischen Judenfrage durch die Sowjets: die Organisierung der jüdischen Arbeiterschaft, die großzügigen Kolonisationspläne. Ten Skeptizismus des Verfassers nach dieser Richtung teilen wir nicht. Tie Kenntnisse des Verfassers in diesem Punkt sind nicht besser als die umrigen. Was wir in den neuesten Berichten aus den russischen jüdischen Kolonien hören, stimmt uns durchaus optimistisch. Und wenn wir auch dem Verfasser zustimmen, wenn er sagt: „Wird in Rußland die Judensrage gelöst, so ist sie in allen Ländern zur Hälfte gelöst. Wenn diese Entwicklung dauert, ist die Zeit des Zionismus vorbei, die Zeit des Antisemitismus-", so setzen wir doch ein großes Fragezeichen hinter sein Wort: „und vielleicht auch die des Judentums". Tas hat man auch einmal vom westeuropäischen Judentum gesagt, als die Ghettomauern stürzten. Auch das russische Judentum wird erst recht aufblühen, wenn es, aus dem Aschenbrödel gewand befreit, der Idee des Judentums in Freiheit leben und dieser Idee ihren Weltenweg bahnen kann. Geheimer Jnstizrat W. Oberneck (Berlin) feierte vor kurzem in seltener Frische sein fünfzigjähriges Tienstjubiläum. Er steht noch voll in seiner Tätigkeit als eine Zierde der deutschen Anwaltschaft. Seine wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere auf dem Gebiete des Grundbuchrechts und des Notarrechts, seine Tätigkeit als Herausgeber der Zeitschrift des Deutschen Notarvereins, besten Leitung er seit Jahren angehört, stellen ihn auch wissenschaftlich in erste Reihe. Persönlich ist dieser liebenswürdige, jederzeit .hilfsbereite, verbildliche Anwalt auch das Vorbild eines guten deutschen Inden.' Er hat sich trotz seiner Arbeitsüberlastung stets auch in den Tienst deutschjüdischer Interessen gestellt. Ganz besonders galt seine Tätigkeit der Förderung des Krankenhauses der Berliner Jüdischen Gemeinde. Uns war er stets ein guter Freund, der begeistert für unsere Ideen eintrat. Mögen ihm und uns noch viel Jahre gesegneter Tätigkeit beschieden sein! Am 13. Juli feierte unser Mitglied Rechtsanwalt Sinaner (Freibürg), Vorsitzender und Nestor der Freiburger Anwaltschaft, langjähriges verdienstvolles Mitglied der badischen Anwalrskammer, in geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlaß hat die rechts- und staatswissenschastliche Fakultät ber Universität Freiburg Herrn Sinauer in Anerkennung seines langjährigen und vorbildlichen Wirkens in der Anwaltschaft und für das Recht die Würde eines Tvktors der Gestern shend entschlief sanft nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Gatte, unser treu besorgter Vater, Schwager und Onkel Harr EliSi W©il Seniorchef der Firma A. Weil Sohn, im 74. Lebensjahr. Offenburs, Bochum, den 11. Juli 1927. Die tieltrauemden Hinterbliebenen: Hannchen Weif geb. Lammte Albert Weil Dr. med. Fritz Well Emst Weil. l . j I Statt Karte | "Wir beklagen den | @ Heimgang nneeies | lieben Sohnes und ] H Erudera j Vlotho, Juni 1927. Lehrer S. £evl j n. Frau Iledwig: j geb, Steinberg Grete l«vi. m ®oraflfsn« onzrtzA finden durch die „<£. V.-Zeitrmg" weite und zweckenisprechends Bekanntgabe Wir zeigen hocherfreut die Geburt eines Mädels an. J. Lebenbaum und Frau Anni gab. Kugelmann. Braunschwelg, Fasanenstrasse 59, f den 12. Juli 1927. 'kneit Priralklrnik $an.-Rat Or. Wille, Adolfstrasss 32. Hanna ßacharach Fritz Nordhäuser Ve rlo bte. Northeim I. Hann. Bad Hersfeld Juli 1927. Statt Karten! Else Goldschmidt Otto Borg Re chtsanwalt Verlobte. arburg I. W. Barby a. d. Elbe im Juli 1927. Lissy Wyler Dr. Curt Reach Verlobte. Oanzlg-Langfuhr Berlin. Herbert Schv/arzschitd Hilde Schwarzschild geb. Königsberger Vermählte. Aachen, 2oUernstra8se 25. den 24. Juli 1927. Statt Kartenl Irma Fürst Max Rindsberg Verlobte. Mannheim M 2, 15b V». Juli 1927. Bamberg- München Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosenhain Else Rosenhain geb. Kaiser-Blüth Vermählte. Königsberg l.Pr., MitteltraQheim 16. Zurzeit auf Reisen. Festdichtimgen ^Ä0»tn; Berlin, Plamrstr 63. — Hascnhcide 75SO. isi Lickt, LdLlW3ti5225. Znchsr% Hiera-, Blasen-, Harnleiden (Harnsäure), irtSTlen* TerkalKünS.FraneiileideD, Harnleiden us¥. Man befrage den Hausarztl Brunnenschriften durch das Fachlnger Zentralburo, Berlin W k, WillielmStrasse 55. Erhältlich In Mineralvasserhandlungen, Apotheken, Drogerien iisw. Ji Suche per 1. August d. I. einen jüdischen jung ansgelecnten DsssÄÄÄäSM bei Schalt und freier Ttalion. Max Angreß, Groß-SkreM. «XXXXXXXr2LX>O22<XXXXXXXX>2 Wir suchen für unser ß:» und LMMUlWMl WWW I Qlls guter Familie. Nur selbstgeschriebene l Angebote von Rheinländern erbctcrr. ©2bnlöcc Uhl. mm OOOCyGQQCOQQöQOQOQQOGQGGQO Suche für meine 17jährige Tochler eine KM M in rituellem Haushalt ohne gegenseitige Vergütung. Angebote unter J. I. 11221 befördert Nudols Mossc, ©erlitt SWio. sucht zum baldmoglichsten Eintritt einen Verlangt wird allgemeine musiloMche, gesangslcchnische mib seminaristlsche Vorbildung. Mit der Stelle verbunden vi die Führung des Gcmcindesekretariats. Besoldung erfolgt nach derReichsbcsoldnngSordnung in?lngliedcrung anTehaNSgruppe 9. Ruhe» geholt und Hruterbliedenensürsorge regeln sich nach den Bestimmungen für Reichs» lind Staatsbeamte. Reich-sdcmfchc Bewerber wollen ihre Angebote mit Lichtbild. Zeugnisabschriften und Lebenslauf richten den Vorstand der Synagogengemtinde Trier. ÄRUW welche schon 5 Jahre pra5» tiziert hat, WrlW«e in einem Sanatorium, einer Heilstätte oder auch als Alrn'tentin in Privat» Praxis. Angebote unter j.O.rl 0Z3besördertRudols Liosse, VerUn L1V1Z. StaatN ch geprüfte WWrlMü sucht Tätigkeit ab 15. August d. F. Qsfertcn unter J.C.7234 briöcd.Nudolf Messe, Berlin swio.!C sucht I9jährigcS juugc4 Mädchen aus bester Fa» mitte ab Anfang Au gast aas 3 bis 4 Wochen nach KXX)bis!200m gelegenem Höhenort. Offerten unter II. J. 1394 betördcrl Rudolf stione, Vreslau. Atzvsihss au 12 Prozent gesucht von iscaelirtsch. Favrikbesster. 10 ob 20ot>,30MiltcMarl. Näheres unter ir.«.4913 befördert N « v o l f Mosse, Breslau, lüGrttnkern neuester Ernte versendet jedes Luantluu I. ©tfewann, Mosbach < Baden) Hauptstraße 15,